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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Die Welle der reißerischen Fake-Gewinnspiele will nicht abreißen.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

So reiht sich eine Facebook-Seite nach der anderen in die Schlange der Fakes und lockt Internetnutzer mit attraktiven Preisen, die sie aber niemals wirklich gewinnen oder erhalten werden.

Ganz frisch ködert die Facebook-Seite “Engel ღ” mit einer Verlosung von Küchenmaschinen, die Seite zu liken und diesen Beitrag zu teilen:

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Quelle: Facebook / Screenshot Mimikama

Anlässlich unseres Jahrestages ermöglichen wir 3 Fans unserer Seite die Möglichkeit einen von drei brandneuen Kitchenaid Modele im WERT von 359 € zu gewinnen !

So nimmst du Teil:
▶️ Like und Teile diesen Beitrag.
▶️ Kommentiere mit deiner Wunschfarbe! (Medaillon-Silber/Eisblau/Weiß/Pink/Espresso/Rot)
➡️ Werde ein Fan von Engel ღ

Unter allen Teilnehmern werden die Gewinner ausgelost und am Montag den 28. August 2017 hier auf unserer Seite per Privater Nachricht kontaktiert.

Viel Glück!

Ganz sicher ein Fake?

Aber was macht uns sicher, dass dies ein Fake-Gewinnspiel ist?

Zum einen sagt es uns die Erfahrung, zum anderen gibt es ganz offensichtliche Hinweise, dass es sich nicht um einen seriösen Gewinnspielveranstalter handeln kann.

Das Schema ist dabei eigentlich fast immer dasselbe:

Man nehme einen Vorwand her, warum man ein Gewinnspiel veranstalten möchte. In diesem Fall wäre das der angebliche Jahrestag der Seite.

Schaut man jedoch genauer hin, wird man merken, dass es diese Seite noch gar nicht so lange gibt … nämlich erst seit guten 16 Stunden.

Und die Einträge beschränken sich auch nur auf Gewinnspiel-Verlosungen oder Änderungen des Titel- bzw. Profilbildes.

Geklaute Produkt-Bilder

Oft arbeiten solche Seiten mit gestohlenen Bildern, um hochwertige Produkte anbieten zu können.

Die eigentlichen Produkthersteller haben meistens auch keine Ahnung, dass ihre Bilder von Betrügern missbräuchlich verwendet werden.

Werden hochpreisige Produkte verlost, lohnt es sich, auch evtl. auf den offiziellen Herstellerseiten nachzusehen, ob auch wirklich ein Gewinnspiel im Gange ist.

Das immer gleiche Schema

Auch nutzen diese Seiten immer dasselbe Schema. Man kann recht einfach teilnehmen, man braucht nur zu liken, zu kommentieren und ein Fan zu werden – das war es auch schon!

Einfacher geht es nicht!

Der Gewinner wird natürlich per Privatnachricht angeschrieben, so kann man als Teilnehmer nicht nachvollziehen, ob es einen Gewinner gab oder nicht.

Veranstalter-Check

Was macht denn überhaupt einen seriösen Gewinnspielveranstalter aus? Die Transparenz!

Das wären unter anderem folgende öffentlich einsehbare Punkte:

  • Inhaber der Seite / Ansprechperson
  • Impressum
  • Kontaktmöglichkeit
  • Teilnahmebedingungen

Und hierbei punktet die Seite “Engel ღ” so gar nicht. Denn man findet nicht zu einem einzigen Punkt Informationen.

Aber warum erstellt man dann solche Seiten, wenn alles nur gelogen ist?

Über die wahren Motive kann man leider nur spekulieren.

Beobachtet haben wir jedoch zwei Arten, warum solche Gewinnspiele veranstaltet werden.

Zum einen wäre das der Seitenverkauf, zum anderen ein Affiliate-Lockvogel.

Möglichkeit “Seitenverkauf”

Dem Seitenbetreiber liegt es daran, möglichst viele “Gefällt mir”-Angaben zu bekommen. Er arbeitet also gezielt daran, die Fanzahlen in die Höhe zu treiben.

Ab einem bestimmten Punkt findet sich diese Seite dann zum Verkauf.

Die Fans wundern sich lediglich irgendwann, welche Inhalte sie nach dem Verkauf zu Gesicht bekommen und warum sie diese Seite geliked haben.

Relativ harmlos also, ungemütlich wird es, wenn die Seite ab einer bestimmten Fananzahl auf so genanntes “Affiliate” abzielt.

Möglichkeit “Affiliate”

Hier wird ab einem bestimmten Zeitpunkt die Beschreibung des Gewinnspiels verändert.

Die Teilnahmebedingungen bekommen einen Zusatz, meist wird ein Link eingefügt, den man besuchen soll. Dort warten dann irgendwelche Partnerprogramme, über welche der “Veranstalter” Provisionen einsackt. Im harmlosesten Fall sind es Partnerprogramme, die dem Teilnehmer einen Haufen Werbung bescheren, im extremen Fall verbirgt sich für die Besucher via Smartphone eine WAP-Billing-Abofalle hinter dem Link (bei welcher der Veranstalter natürlich ebenso Provisionen kassiert). Hin und wieder findet man diese hochgezüchteten Facebook-Seiten dann auch bei eBay zum Verkauf angeboten.

Egal, was da noch passiert:

Den angepriesenen Gewinn gibt es nicht!

Es gibt selten Wohltäter, die jeden Tag etwas zu verschenken haben. Seien es iPhones, teure Autos, PlayStations oder in diesem Fall Küchenmaschinen!

Augen auf, wenn es darum geht, seine persönlichen Daten ins Internet zu stellen.