Keine Angst: die „Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung”, welche derzeit häufig per E-Mail reinkommt, ist eine Fälschung.

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Wir haben mittlerweile verschiedene Versionen dieser gefälschten Abmahnungen vorliegen, die jedoch alle im Aufbau identisch sind. Die Namen der Kanzleien variieren bei den verschiedenen Versionen, mal sind die Rechtsanwälte Kertas genannt, andere E-Mails stammen angeblich von einem Rechtsanwalt Dr. Thomas Stephan.

Der Abmahngrund ist jedoch wieder identisch, zu lasten wird eine angebliche Nutzung von Kinox. to gelegt. Der Grafische, sowie auch inhaltliche Auftritt dieser Abmahnung ist übrigens fast ein Wahnsinn und hier gibt es enorm viel zu entdecken!

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Aufwändiger Ablauf

Grafisch und inhaltlich wirkt diese Mail plausibel. Man bekommt einen Grund genannt, ein Aktenzeichen (42-130.16302 TH), eine Belehrung der Rechtsgrundlage und eine Pseudoaufschlüsselung der Kosten in der Höhe von 897,35 €. Aber richtig interessant wird es, wenn man den Ablauf näher betrachtet und auf den Button „Abmahnung bezahlen” klickt.

Hier öffnet sich eine Webseite, die mit den eigenen Browserangaben spielt. Dies wird sehr schön deutlich, wenn man die Datenschutzeinstellungen des Browsers locker lässt, denn dann bekommt man auf dieser Seite immer die EIGENEN Angaben angezeigt.

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Der Grund: damit soll der Besucher dieser Seite verängstigt werden.Diese Seite soll den Eindruck vermitteln, dass der „Abmahnende” genau weiß, wer man ist und dass man keine Chance hat, der Abmahnung zu widersprechen. Aber: das ist natürlich alles Bullshit! Es handelt sich hierbei um einen Uralten Trick.

Bereits in den 90ern haben betrügerische Webseitenbetreiber schon gerne ihre Besucher schockiert, indem man den Festplatteninhalt oder die Browserdaten dies Nutzers dynamisch in die Webseite eingebunden hat. Das war dann ein Spiel mit der Angst, doch in Wirklichkeit hat niemand anderes diese Daten gesehen. Diese Daten zu sehen ist übrigens keine Hexerei, viele Webseitenanbieter im Netz machen das völlig legal und ohne Hintergedanken als reinen Nutzerservice (vergleiche).

Was steckt da nun hinter?

Natürlich sollen die Empfänger abgezockt werden. Im Vorfeld wird genug Angst aufgebaut und am Ende findet sich dann auf der gefakten Webseite eine Bankverbindung, an die man (ganz banal) den Betrag überweisen soll. Es handelt sich hierbei um eine Bankverbindung zu der HSBC Bank in London.

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Muss ich zahlen?

NEIN! Natürlich nicht zahlen. Da es sich hierbei um einen Betrugsversuch handelt, muss man diese E-Mail lediglich löschen. Auf keinen Fall zahlen!

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