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Schon die neue Funktion “WLAN finden” bemerkt? Facebook zeigt neuerdings Gratisnetzwerke in deiner Umgebung an.

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Zunächst ganz wertungslos und auch technisch: Facebook blendet derzeit Mobilnutzern die Funktion “WLAN finden” ein. Mit dieser Funktion werden öffentliche Netze in der Nähe des aktuellen Standortes eingeblendet.

Diese öffentlichen Standorte sind natürlich davon abhängig, wo Facebook den Nutzer verortet. Also ist eine Aktivierung der Standortermittlung zwingend notwendig, um sich die öffentlichen Netze in der eigenen Umgebung anzeigen zu lassen. Doch zunächst muss man die Funktion “WLAN finden” aktivieren, was recht einfach über die eingeblendete Schaltfläche im unteren Steinteil geschieht.

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Wie bereits angedeutet, müssen natürlich die Ortungsdienste aktiviert sein. Wer sich also auf diese Funktion einlassen möchte, kann nun aus der App heraus die Dienste aktivieren, es erscheint ebenfalls eine Schaltfläche am unteren Seitenende.

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Und das war es auch schon. Die App ruft nun aus einer bestehenden Datenbank in Kombination mit dem eigenen Standort alle umliegenden öffentlichen Netze heraus und präsentiert diese.

Gleichzeitig ist es möglich, eine einfache Routenplanerfunktion zu dem jeweiligen Netz zu aktivieren, den Einstieg in das Netz muss man jedoch vor Ort klassisch manuell übernehmen.

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So weit, so technisch. Dennoch müssen wir an dieser Stelle auch eindringlich darauf hinweisen, dass ein WLAN-Hopping Gefahren birgt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik informiert zum Thema öffentlicher Netze:

Das Surfen im öffentlichen WLAN spart zwar Kosten, ist aber nur bedingt sicher!

Das Angebot kostenloser, öffentlicher WLANs beispielsweise in Bahnhöfen, Cafés oder Hotels ist verlockend, um das monatliche Datenvolumen zu schonen und dennoch unterwegs das Internet zu nutzen. Ein öffentliches WLAN ist jedoch oftmals nicht sicher, da die Datenübertragung zwischen dem mobilen Gerät und dem Router, der die Internetverbindung herstellt, zumeist unverschlüsselt erfolgt. Dabei können ungeschützte Daten abgegriffen oder Schadsoftware in das Gerät des Nutzers eingeschleust werden. Aus diesem Grund sollten über öffentliche WLANs nie vertrauliche Daten übertragen werden, es sei denn, sie werden zuvor lokal auf dem eigenen Gerät verschlüsselt oder über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) übertragen. Das gilt vor allem, wenn auf das Heim- oder Firmennetzwerk zugegriffen werden soll. Generell sollten Nutzer mobiler Geräte die WLAN-Funktion nur beim Gebrauch einschalten, um die Gefahr des unbefugten Zugriffs zu minimieren. Manche Geräte bieten erweiterte Sicherheitseinstellungen für die Einwahl in öffentliche WLANs.

Nach Beendigung der Verbindung sollte der Hotspot aus der Liste der bevorzugten WLANs gelöscht werden, um ein unbewusstes Einwählen zu einem anderen Zeitpunkt zu verhindern. Sicherheitstipps für die Nutzung von öffentlichen WLANs haben wir hier zusammengestellt:

  • Schalten Sie die WLAN-Funktion nur ein, wenn Sie diese benötigen!
    Auch beim Gebrauch im öffentlichen Raum gilt: Ein abgeschaltetes WLAN bietet keine Angriffsfläche.
  • Rufen Sie vertrauliche Daten über ein fremdes WLAN-Netz am besten nicht ab.
    Falls das unvermeidbar ist, tun Sie dies möglichst nur über eine SSL gesicherte Verbindung (z.B.: https) oder ein VPN (Virtual Private Network). Ein VPN bietet Ihnen eine verschlüsselte Verbindung für sämtliche übertragenen Daten in ein vertrauenswürdiges Netzwerk, sodass unberechtigte Dritte in einem nicht vertrauenswürdigen Netz, zum Beispiel einem öffentlichen WLAN, Ihre Daten nicht mitlesen können. Viele Arbeitgeber bieten ein VPN für die sichere Anbindung externer Mitarbeiter an. Für eine private Nutzung gibt es verschiedene Angebote von Internet-Providern und spezialisierte Dienstleister.
  • Informieren Sie sich über das Sicherheitsniveau des Hotspots!
    In den meisten Hotspots wird nicht verschlüsselt. Lesen Sie die Beschreibungen des Hotspot-Leistungsangebots oder fragen Sie – etwa in einem Café – einfach den Besitzer.
  • Viele Hotspots haben eine fundamentale Schwachstelle:
    Um dem Nutzer einen möglichst unproblematischen Netzzugang zu ermöglichen, erfolgt keine Verschlüsselung auf der Luftschnittstelle. Deswegen sind die Nutzer für die Vertraulichkeit der Datenübertragung immer selbst verantwortlich. Wenn Sie in einem öffentlichen Netzwerk Zugang zu Ihrem Firmen- oder Heimnetzwerk aufbauen möchten, führen Sie den Zugang über VPN (Virtual Private Network) aus.
  • Deaktivieren Sie die Datei- und Verzeichnisfreigaben.
    Je nach Konfiguration des Hotspots kann es möglich sein, dass Ihr Gerät im Netzwerk für andere sichtbar ist.
  • Deaktivieren Sie nach Möglichkeit die automatische Anmeldung an bekannten Hotspots.
    Den Namen seines WLANs kann ein Betreiber frei wählen. Daher ist es denkbar, dass Betrüger WLANs errichten, diese „Telekom“ oder „Free Wifi“ nennen, und dann darauf warten, dass sich Smartphones einbuchen. So können sie zum einen die Zugangsdaten abgreifen, die Ihr Gerät für WLANs mit dem entsprechenden Namen abgespeichert hat. Zum anderen könnten sie den gesamten Datenverkehr mitlesen. Da sich auch verschlüsselte Verbindungen vortäuschen lassen, sollten Sie in öffentlichen WLANs auch SSL-gesicherten Websites (https://…) ein gesundes Misstrauen entgegen bringen.