Seit Monaten macht auf Facebook ein Kettenbrief die Runde!

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Nutzer warnen mittels Statusbeiträgen davor, dass man von einem gewissen “Paolo Tizzanini” keine Freundschaftsanfrage annehmen sollte. Erst wieder am 29.6.2017 wurde massenhaft auf Facebook davor gewarnt. Die “Warnung” gibt es auf Facebook als reinen Statusbeitrag sowie als Statusbeitrag inkl. einem Bild. Gewarnt wird vor einem Facebook-Kontakt, der den Namen: “Paolo Tizzanini” trägt. Der Grund der Warnung ist, dass dieser Herr angeblich Fotos bearbeitet und man dann mit diesen erpresst wird! Diese Warnungen sehen auf Facebook so aus:

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Stimmt das?

Vorab wollen wir erwähnen, dass man von fremden Personen generell keine Freundschaftsanfragen annehmen sollte. Bis auf die Aussage, dass dies angeblich passiert sei, gibt es im Moment keine Beweise, dass diese Behauptung stimmt. Ebenfalls empfehlen wir aus rechtlichen Gründen, solche Statusbeiträge nicht zu teilen, denn es wird hier auch ein vollständiger Name angezeigt. Woher möchte man als Nichtbetroffener wissen, dass diese Behauptung überhaupt stimmt?

Wir haben recherchiert!

Begonnen hat alles mindestens vor 4 Monaten. Die ersten Statusbeiträge / Warnungen finden wir ab dem 7. Februar 2017. Der Ursprung dürfte in Italien sein, denn zu diesem Zeitpunkt gibt es unzählige Statusbeiträge dazu, wie zu z.B. diesen hier:

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Oder

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Der Statusbeitrag aus Italien als Wortlaut

ascoltatemi bene non date l’amicizia a questo!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Su fb non dare la tua amicizia ad un certo PAOLO TIZZANINI. Costui fa fotomontaggi e poi ti ricatta.Fai girare la notizia soprattutto tra le tue amiche più strette.pubblica in bacheca

Außer den Behauptungen aus Italien (und nun auch im deutschsprachigen Raum), finden wir keinen Beweis vor, dass diese Behauptung der Wahrheit entspricht!

Genau so gut könnte es eine Unwahrheit darstellen, da z.B. sich Freunde zerstritten haben oder gar eine “Ex” Ihrem Freund eins auswischen wollte und eben diese Behauptung in Umlauf gebracht hat.

“Paolo” ist nicht alleine!

Mit diesem Statusbeitrag / Kettenbrief reiht sich “Paolo” in eine Reihe von diversen Kettenbriefen ein, welche solche Warnungen darstellen. Darunter

Fazit:

Der seit Monaten veröffentlichte Statusbeitrag, welcher nahezu einen privaten Fahndungsaufruf gleicht, stammte ursprünglich aus Italien und wurde das erste Mal Anfang Februar 2017 in Umlauf gebracht. Ob die Behauptung stimmt, dass erwähnter Nutzer Fotos bearbeitet und damit Nutzer erpresst, kann im Moment nicht nachgewiesen werden und es gibt dafür auch keinen Beweis.

Für uns stellt sich das Ganze als Kettenbrief dar, bei dem im Laufe der Zeit wahrscheinlich immer wieder nur der Name geändert wurde. Dieses Phänomen kennen wir bereits auch von diversen anderen Statusbeiträgen. Siehe “Das haben Ute Lehr, Ute Christoff, und Marcel Hohmann gemeinsam.

Unser Rat:

  • Wir raten davon ab, erwähnten Statusbeitrag zu teilen, da dies von rechtlicher Seite her problematisch werden könnte, da es auf Facebook wirklich vier Profile mit diesem Namen gibt (Stand 29.6.2017)
  • Weiter raten wir, dass man generell KEINE Freundschaftsanfragen von Unbekannten annehmen sollte.

Auch die Kollegen aus Italien haben über diesen Fall bereits im Januar 2017 berichtet: “BUFALA – profilo chiede amicizia per modificare foto e ricattare.”

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