Facebook-Nachrichtenanfragen: Vorsicht Abofalle!

Facebook-Nachrichtenanfragen: Vorsicht Abofalle!

Von | 19. November 2019, 12:37

Vorsicht vor privaten Facebook-Nachrichten, deren Absender man nicht kennt! Seit Wochen bekommen Facebooknutzer immer wieder ungewöhnliche private Nachrichten in ihrem Account.

Es handelt sich dabei um Facebook-Nachrichten, die im Ordner: „Nachrichtenanfragen“ befinden. Bei dem Versand dieser ungewollt empfangenen Nachrichten handelt es sich um eine Mutation der „sexy Freundschaftsanfragen“ Methode. Hinter der „sexy Freundschaftsanfragen“ Methode verbirgt sich ein knallhartes Geschäftsmodell, um Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

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Diese privaten Facebook-Nachrichten landen in der Nachrichtenanfrage.

Das ist durchaus normal, da man ja nicht mit den entsprechenden Accounts verbunden / befreundet ist. (Was Nachrichtenanfragen sind, erklären wir in unserem Artikel Facebook Messenger: Versteckte Nachrichten lesen – So geht’s  )

Screensot der unseriösen Fake-Nachricht auf Facebook

Screenshot der unseriösen Fake-Nachricht auf Facebook

Diese privaten Facebook-Nachrichten bestehen zunächst einfach aus einem Link, der mit unterschiedlichen Emojis versehen beim Nutzer ankommt. Wer aus Neugier diesen Link anklickt, bekommt im nächsten Schritt eine kleine Information von Facebook angezeigt, dass man Facebook gerade über den Link verlässt. Daraufhin erscheint dann direkt eine Eingangsseite für ein Datingportal. Hier ist nun Vorsicht angebracht, denn dubiose Datingportale können am Ende teuer werden!

Screenshot des Datingportals

Screenshot des Datingportals

Abofallen und unlautere Praktiken.

Wer glaubt, hier ein paar private Nacktbilder von Personen aus der Nähe zu sehen, wird schnell enttäuscht. Ebenso die Angabe, dass etwas kostenlos ist, bezieht sich lediglich auf die Anmeldung. Diese ist zwar kostenlos, alles andere aber nicht!

Es finden sich eine Menge Fake-Profile dort (oftmals von Mitarbeitern angelegt, was auch oft versteckt in den AGB steht), die einen animieren, sich schnell einen kostenpflichtigen Account zuzulegen, damit man sehen könne, wer da einem gerade geschrieben hat.

Selbst wenn man beschlossen hat, das Portal nicht weiter zu nutzen, ist nun die Email-Adresse aus der Registrierung dort bekannt, und das wird auch genutzt: Die Daten werden also gerne fröhlich herumgereicht. Nutzer, die sich dort anmelden, bekommen erst einmal einen riesigen Fragekatalog über die sexuellen Präferenzen und andere Daten vorgelegt, und Nutzer, die diese Fragen-Odyssee hinter sich gebracht haben und freiwillig Geld zahlen, kann man noch viel mehr schröpfen!

Deswegen darf man sich zumindest über sehr viel Spam-Mail freuen! Diese kannt man zwar nach und nach blocken, jedoch lauert noch eine andere Falle: Das „Probeabo„.

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Unbekannte private Nachrichten können teuer werden!

Viele dieser Seiten bieten „Probeabos“ an, die nur 1 Euro kosten. Dies kann aber ganz schnell sehr teuer werden! Beispielsweise berichtet die Seite der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Hoffmann, dass auch Nutzer der Seiten, die niemals ein Premium Abo abgeschlossen haben oder den Abo-Vorgang vorher abbrachen, Mahnschreiben der Inkasso-Firma Fairmount GmbH bekamen. Solche Schreiben sind unbedingt ernstzunehmen und sollten nicht ignoriert werden, weswegen dann oftmals ein Gang zum Anwalt nötig ist. Auch die Anwaltskanzlei Schuster hat sich auf Anschreiben mit solcherlei Zahlungsaufforderungen spezialisiert.

Unser Tipp: Finger weg von privaten Nachrichten unbekannter Absendern mit dubiosen Links!

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