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Auf der Facebook-Seite "Facebook Site Governance" hat Facebook die Änderungen an den Richtlinien zur Datenverwendung veröffentlicht. Damit reagiert Facebook auf die Vorschläge der Datenschutzbehörde in Irland. (Anmerkung: bei uns ins Europa gilt mangels des EU-Rechts das irische Recht). Facebook hat sich damit das erste Mal verpflichtet seine Nutzer über die Datenschutzbestimmungen abstimmen zu lassen".  Der Wiener Student Max Schrems  von der Initiative "Europe versus Facebook" hat die irische Niederlassung von Facebook geklagt.

Der Grund der Klage war, dass der Datenschutz nicht mit den europäischen Rechtsnormen zu vereinbaren wäre.
Link: http://www.europe-v-facebook.org/DE/de.html

In den letzten Tagen bekommen Facebook-Nutzer dieses Mail von Facebook zu gesendet:

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Die Initiative von Max Schrems konnte damals einen Erfolg verzeichnen den Facebook hat sich  zum ersten Mal dazu VERPFLICHTET, seine Nutzer über die Datenschutzbestimmungen abstimmen zu lassen.

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Wenn MEHR ALS 7.000 NUTZER den gleichen Passus ABLEHNEND KOMMENTIEREN, wird über die Datenschutzrichtlinien abgestimmt.

Das Ergebnis dieser Abstimmung ist für Facebook verpflichtend, wenn MEHR ALS 30 Prozent aller registrierten Nutzer abstimmen.

Anmerkung HEISE.de (22.11.2012)

Die vergangene Abstimmung über Änderungen der Regeln für Nutzung und Datenschutz war in diesem Jahr zur Farce geraten. Die Beteiligung lag mit 350.000 Nutzern bei nur 0,04 Prozent statt der erforderlichen 30 Prozent aller Mitglieder. Mit inzwischen mehr als einer Milliarde aktiver Nutzer ist es praktisch unmöglich geworden, die Marke von 30 Prozent zu erreichen. Künftig soll es statt einer Abstimmung weitere Möglichkeiten für Kommentare geben.

Die Facebook-Nutzer bekommen jetzt Zeit bis zum 28. November, die Vorschläge zu kommentieren. Bisher lösen 7000 Kommentare zu Änderungsvorschlägen automatisch eine Abstimmung aus. Damit könnte es diesmal eine Abstimmung über die Abschaffung der Abstimmung geben. Allerdings dürfte es an ihrem Ausgang angesichts der hohen Beteiligungs-Hürde kaum Zweifel geben. Nehmen an einer Abstimmung weniger als 30 Prozent der Mitglieder teil, setzt Facebook nach der bisherigen Regelung die Änderungen einfach in Kraft.

Link zum ganzen Artikel bei Heise.de: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Nutzer-Abstimmung-ueber-Regel-Aenderungen-nicht-sinnvoll-1754711.html

 

Max Schrems selbst meint:

"Wir wollen hier Facebook mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Wenn wir in den nächsten 7 Tagen 7.000 Kommentare zusammenbringen, hat Facebook ein echtes Problem."

Somit sind alle Nutzer dazu aufgerufen, sich zu informieren und die Aktion zu unterstützen. Warum sollen wir 7.000 Kommentare hinterlassen?

Nach Facebooks Datenschutzrichtlinie soll es eine Abstimmung über Veränderungen geben wenn 7.000 Nutzer die gleichen Forderungen stellen.

Wir hoffen wir erreichen diese Zahl bis zum 28. November 2012 um diese absurden Neuerungen zu Fall zu bringen.

Entscheidet nun selbst ob du ein Kommentar abgeben möchtest oder nicht!

Wenn du dich entscheidest ein Kommentar abzugeben dann…

Schritt 1:

Öffne die Seite von "Facebook Site Governance"

https://www.facebook.com/notes/facebook-site-governance/vorgeschlagene-änderungen-bezüglich-unserer-regelnden-dokumente/10152296517220301

Schritt 2:

Kopiere folgenden Satz und füge diesen als Kommentar auf der Seite von "Facebook Site Governance" ein

"Ich widerspreche den Änderungen und will über die Forderungen auf www.our-policy.org abstimmen"
"I oppose the changes and want a vote about the demands on www.our-policy.org "

PS: (die Kommentare befinden sich am Ende der "Facebook Site Governance" Seite)

Verweise:

Our Police: http://www.our-policy.org/html/de.html

Europe versus Facebook: http://www.europe-v-facebook.org/DE/de.html

Facebook Site Governance: https://www.facebook.com/fbsitegovernance

ZDDK-ANMERKUNG:

Man darf dies aber bitte NICHT mit den privaten-AGB-Statusmeldungen verwechseln, die vor einigen Tagen von Facebook-Nutzern veröffentlicht wurde.
Diese haben damit NICHTS zu tun!
Unser Bericht vom 12.11.2012: http://www.mimikama.at/allgemein/aufklrung-zu-aufgrund-der-neuen-agbs-in-facebook-widerspreche-ich/

 

Die Initiative von Max Schrems verlangt folgende Änderungen:

Wir sprechen uns gegen Facebooks neue Datenschutzrichtlinie aus und verlangen die folgenden Änderungen:

Wir wollen dass Nutzer weiter zu Änderungen kommentieren und darüber abstimmen können.
Facebook will eine Bestimmung streichen, die es Nutzern bisher erlaubte über Änderungen abzustimmen.

Wir verlangen, dass Facebook erst nach aktiver Zustimmung („Opt-In“) des Nutzers Daten verwendet (z.B. Markierungen) oder neue Funktionen freischaltet (z.B. Anwendungen).
Derzeit aktiviert Facebook neue Optionen ohne einer Information oder Zustimmung der Nutzer. Nutzer sollen aber in der Lage sein informierte Entscheidungen zu fällen.

Wir verlangen, dass Facebook eine Liste aller Datenkategorien und der Unterkategorien, die über Nutzer gespeichert werden, veröffentlicht statt nur einige Beispiele zu nennen. Facebook sollte auch den Zweck der Speicherung für jede Kategorie genau erklären.
Es soll für uns Nutzer klar und leicht verständlich sein, was durch Facebook erfasst wird und für welche Zwecke diese Daten gespeichert werden.

Wir verlangen, dass Facebook allen Nutzern nach Anfrage innerhalb von 40 Tagen volle Auskunft über die gespeicherten persönlichen Daten, inklusive einer Kopie der Rohdaten gibt.
Jeder Nutzer hat dieses Recht auf Auskunft – wir wollen das Facebook sich daran hält. Das Auskunftsrecht erlaubt es jedem Nutzer genau zu sehen, was ein Unternehmen über ihn speichert. Der neue Vorschlag beschränkt das Auskunftsrecht auf die wenigen Daten die Facebook in seinem „Download Tool“ bereitstellt.

Wir verlangen, dass Facebook klarstellt, wer für welchen Teil von Facebook der Verantwortliche („controller“) ist. Wir sind strikt gegen die Änderung, wonach Facebook nun der „Controller“ unserer persönlichen Seiten, Nachrichten und Bilder werden soll.
Bisher ändert Facebook seine Aussage je nach Fall: Wenn ein Problem auftaucht, sind es „unsere Daten“ und „unser Profil“. Wenn es um die Nutzer mehr Kontrolle wollen, ist es plötzlich „deren Profil“, „deren Plattform“ und „deren Daten“.
Nun sagt Facebook, dass sie für alle Profile und persönliche Daten rechtlich verantwortlich sind. Das bedeutet, dass wir alle Rechte an unseren Daten verlieren, sobald sie auf Facebook sind.

Wir verlangen, dass Facebook seine Richtlinien klar und verständlich verfasst. Wir widersprechen der Verwendung von vagen Formulierungen wie „beispielsweise“, „wir mögen“ oder „wir können“ anstatt von klaren Aussagen. Diese Formulierungen machen es unmöglich genau zu wissen was unsere Zustimmung umfasst.

Wir verlangen, dass Facebook klar sagt oder auflistet, was sie mit unseren Daten tun.
Derzeit ist der Satz, der generell sagt was Facebook mit unseren Daten tut, folgender: „Wir verwenden die Informationen welche wir von dir erhalten im Zusammenhang mit dem Service und Funktionen die wir dir anbieten“

Wir verlangen, dass Facebook den Abschnitt über „Cookies“ neu überarbeitet. Facebook soll klar sagen, welche Cookies es verwendet (z.B. HTTP- oder Flash-Cookies), welchen Inhalt diese Cookies haben und für welchen Zweck diese verarbeitet werden.
Die derzeitige Formulierungen sagen wenig aus: „Wir verwenden Technologien wie Cookies (…) um eine Reihe von Produkten und Services anzubieten und zu verstehen“.

Wir verlangen, dass Facebook alle Daten löscht, die von den Nutzern „gelöscht“ oder „entfernt“ wurden.
Letztes Jahr mussten wir feststellen, dass Facebook „gelöschte“ Daten weiter speicherte. Es scheint, dass diese Daten weiter existieren. Änderungen gab es nur bei neuen Löschungsprozessen.

Wir verlangen, dass Facebook „löschen“ als Standardoption verwendet. Wir sind gegen die Umbenennung der „Entfernen“-Option in „Verstecken“ da dies unklar ist und nicht im Interesse des Nutzers.
Nachdem wir aufgezeigt haben, dass „gelöschte“ Daten weiter gespeichert wurden, hat Facebook die Option einfach in „verstecken“ umbenannt.

Wir verlangen, dass Facebook Möglichkeiten bietet, um mehr als nur einzelne Objekt zu löschen. Man sollte gewisse Kategorien und Daten, die älter als ein gewisses Datum sind, ganz löschen können.
Damit können Nutzer effektiv allen „Datenmüll“ loswerden.

Wir verlangen, dass Facebook spezifisch erklärt, wie und wann es alte Daten löscht. Nutzer sollen leicht herausfinden können, wie lange gewisse Daten aufbewahrt werden.
Derzeit sagt Facebook lapidar, dass die Daten „so lange wie nötig“ aufbewahrt werden.

Wir verlangen, dass Facebook alle unsere Daten löscht, wenn wir unser Konto auf Facebook dauerhaft löschen.
Facebook will zukünftig auch Daten von ehemaligen Nutzern weiter verarbeiten.

Wir verlangen, dass Facebook eine ausdrückliche Zustimmung bei Änderungen der Datenschutzrichtlinie einholt.
Derzeit gibt es nur eine Statusmeldung auf der „Site Governance Page“ von Facebook.

Wir verlangen, dass „Anwendungen“ die Nutzerdaten nur nach dessen Zustimmung auslesen können.
Derzeit kann jeder Freund erlauben, dass die Anwendung alle unsere Daten ausliest die er selbst sehen kann.

Wir verlangen, dass Facebook ernsthafte Maßnahmen ergreift damit externe „Anwendungen“ sich an die Datenschutzpflichten halten.
Derzeit stellt Facebook nicht mal sicher, dass alle Anwendungen eine Datenschutzrichtlinie haben; von den andern Pflichten ist gar nicht zu sprechen.

Wir verlangen, dass Facebook die Änderung zurücknimmt, nach welcher die Nutzer verantwortlich sind, Daten durch Anwendungen oder anderen Dritten löschen zu lassen.
Derzeit sind Anwendungen verpflichtet diese Daten zu löschen, sobald ein Nutzer die Anwendung deinstalliert hat. Nun soll der Nutzer bei jeder Anwendung einzeln darum bitten müssen die Daten zu löschen.

Wir verlangen, dass Facebook die Nutzung unserer Daten für Werbung und andere Zwecke auf gewisse Datenkategorien einschränkt.
Derzeit kann Facebook alle unsere Daten nutzen (z.B. private Nachrichten, sexuelle Vorlieben, Interaktionen mit Freunden oder was andere über uns auf Facebook teilen).

Wir verlangen, dass Facebook die Änderung zurücknimmt, wonach schon das „Ansehen“ einer Werbung analysiert werden darf und nicht nur die Interaktion mit einer Werbung.

Wir verlangen, dass Facebook die Änderung zurücknimmt, wonach die Einstellung „Zeige meine sozialen Aktionen in Zusammenhang mit Werbung“ nur noch eingeschränkt wirksam sein soll.
Bisher konnte man diese Funktion ausschalten, die neue Richtlinie limitiert den Anwendungsbereich dieser Einstellung.

Wir verlangen, dass Facebook offenlegt, welche Daten genutzt werden, um unsere persönlichen Interessen herauszufinden.
Derzeit ist es unklar, wie Facebook unsere Interessen für zielgerichtet Werbung herausfindet, wenn wir die Interessen nicht direkt angeben.

Wir verlangen, dass Facebook unsere privaten Nachrichten nur für die reine Übertragung verarbeitet.
Derzeit kann Facebook persönliche Nachrichten genauso verwende wie öffentliche Statusmeldungen.

Wir verlangen, dass Facebook aufhört Nutzer über „Social Plug-Ins“ (z.B. „Like Button“) auf externen Webseiten verfolgt. Die Daten sollen nur gespeichert werden, wenn man mit dem „Social Plug-In“ interagiert.
Derzeit speichert Facebook jeden Nutzerbesuch einer Seite mit einem Plug-In, egal ob man drauf klickt.

Wir verlangen, dass Facebook sicherstellt, dass Informationen auf Seiten Dritter nicht nachträglich „öffentlicher“ gemacht werden als beim Posten.
Derzeit können andere Nutzer die Einstellungen nachträglich ändern, sodass „private“ Daten ohne deiner Zustimmung „öffentlich“ werden.

Wir verlangen, dass Facebook eine klare Zusage macht, dass es seine Pflichten als „(Auftrags-)Verarbeiter“ unserer Daten einhält.
Derzeit sagt Facebook nichts zu seinen Pflichten, wenn es unsere Daten hostet. Facebook sagt sogar, dass es nicht für die Sicherheit unserer Daten garantierte.