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Im Moment sorgt ein Schreiben auf Facebook für Unruhe. Eine Nutzerin hat einen Brief auf Ihrer Facebook-Seite öffentlich geteilt, bei dem ein bestimmter Absatz markiert wurde. Und nun erreichen uns dazu unzählige Anfragen.

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Es geht um diesen Statusbeitrag auf Facebook:

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Die Erstellerin schreibt:

Jetzt schlägt es 13 !!!
Lübecker Schüler sollen in Flüchtlingsheim Betten beziehen,Sauber machen und etc.
Diesen Plan bekam meine Freundin’s Sohn (14) !!!!!!
Ich bin bestimmt kein Hetzer und auch ober Tolerant,
aber das geht jetzt wohl zu weit.
Gibt es jetzt in Lübecker Schulen ein neues Schulfach namens:
KNECHTSCHAFT ?????

Im Brief selbst steht:

Am Dienstag werden wir wie bereits auf dem Elternabend erwähnt zur “Alternative” und anschließen zum Schuppen F gehen, um vor Ort aktiv mitzuhelfen, etwas für die Flüchtlinge in Lübeck zu tun (Betten beziehen, Kleidung sortieren, Hilfe in der Küche usw.) Wir treffen uns um 8.30 an der Brücke an der MUK und werden die Schüler/innen gegen 13.30 Uhr auch dort wieder entlassen.

Dies ist nur ein Ausschnitt des Briefes.

So “nebenbei”: Was man hier nicht erkennen kann ist, von wem der Brief geschrieben wurde. Daher können wir hier leider im Moment noch nicht die Schule direkt kontaktieren. Was wir aber erkennen können ist, dass es sich hierbei um eine Projektwoche handeln dürfe. Denn über und unter der Markierung findet man dazu immer wieder Hinweise vor. Diese haben wir hier gelb markiert:

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Unter dem Schreiben / Statusbeitrag wird bereits heftig diskutiert und die Kommentare könnten nicht unterschiedlicher sein.

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+++UPDATE 7.10.2015 / 17:03 Uhr+++

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Stellungnahme zum Unterrichtsvorhaben „Hilfe für Flüchtlinge“

Im Rahmen einer Vorhabenwoche zur Vorbereitung auf das Betriebspraktikum haben schleswig-holsteinische Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Lehrkräften den Gedanken entwickelt, an einem Tag der Vorhabenwoche Flüchtlingen zu helfen. Anlass war, dass in der Klasse auch ein Flüchtlingskind unterrichtet wird.

Die Eltern wurden bei einem Elternabend sowie in einem Schreiben über den Ablauf der Vorhabenwoche informiert und darüber unterrichtet, dass die Schülerinnen und Schüler einen Tag lang in einer Durchreise-Unterkunft helfen und zum Beispiel Betten herrichten werden sowie in einer Sammelstelle beim Spenden-sortieren helfen. Daraufhin gab es keinen Widerspruch weder von Eltern noch von Schülerinnen und Schülern, im Gegenteil, es wurden noch Spenden gesammelt.

+++ UPDATE 08.10.2015 +++

Erwähnte Erstellerin hat erneut einen Statusbeitrag verfasst, der so nicht ganz stimmig ist.

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Gepostet am 7.10.2015 um 14:57 Uhr

Hatte gerade eine Unterhaltung mit einem Mitarbeiter?? von MIMIKAMA.AT.

An dieser Stelle möchten wir klar stellen, dass kein Mimikama-Mitarbeiter mit der Erstellerin, in welcher Form und Weise auch immer, kontakt hatte. Wie die Erstellerin zu dieser Aussage kommt, ist uns Schleierhaft.

 

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