Artikelbild: Shutterstock / Von Denis Makarenko

Facebook Fake-News ködern mit Nennung von Lena Meyer-Landrut und der “Welt”

Von | 11. Juni 2019, 11:26

Über gesponserte Beiträge (bezahlte Werbung) auf Facebook wird immer wieder versucht, Nutzer mittels prominenten Namen auf dubiose Kryptowährungs-Plattformen zu locken.

Facebook bekommt es einfach nicht in den Griff! Bereits Anfang 2018 hatte Facebook versprochen (wir haben hier darüber berichtet), dass man “Gesponserten Beiträgen” den Kampf ansage und das man entsprechende Werbung auf Facebook verbieten wird! Facebook hatte dazu folgendes gesagt:

„Wir wollen, dass Nutzer durch Facebook von neuen Produkten und Dienstleistungen erfahren können, ohne Angst vor Betrügereien und Irreführungen haben zu müssen“,

Wir sagen mal: Das ist in die Hose gegangen, denn wir berichten nahezu Wöchentlich genau über diese Fake-Werbungen auf Facebook und in den meisten Fällen greifen die Ersteller immer wieder auf Prominente Namen zurück um Facebook-Nutzer in die Falle zu locken. Sei es im Namen von Thomas Gottschalk oder Thomas Anders, aber auch Dieter Bohlen und DSDS sowie auch im Namen der “Höhle der Löwen” wird für “Gesponserte Beiträge” immer wieder missbraucht.

Nun haben Cyber-Betrüger einen anderen Start für Ihre Machenschaften gefunden. Es handelt sich dabei um die Sängerin Lena Meyer-Landrut.

Auf Facebook stolpert man immer wieder über solche und ähnliche Werbung:

Screenshot des gesponserten Beitrags auf Facebook, der diese Werbung in Umlauf gebracht hat. https://www.facebook.com/Living-news-24-301473040449498/

Screenshot des gesponserten Beitrags auf Facebook, der diese Werbung in Umlauf gebracht hat. https://www.facebook.com/Living-news-24-301473040449498/

Mit reißerischen Überschriften wie “Ihre Fans konnten nicht glauben, dass sie es getan hat” oder “Sie kann die Wahrheit nicht verbergen” weckt man die Neugier der Nutzer und in Verbindung mit Fotos der Sängerin und Hochpreisigen Autos, lockt man Nutzer in die Falle!

Die Werbung selbst wird von Vietnam aus gesteuert! Dies erkennt man zumindest, wenn man sich die Seite genauer ansieht, die diese Werbung auf Facebook in Umlauf gebracht hat!

Die Werbung stammte von einer Seite auf Facebook, deren Admins aus Vietnam stammen.

Die Werbung stammte von einer Seite auf Facebook, deren Admin(s) aus Vietnam stammen.

Auch ein Blick in die Werbebibliothek lohnt sich, denn hier kann man erkennen, dass diese Seite unterschiedliche Werbungen in vielen Ländern ausspielen lässt! Wer wirklich hinter dieser Seite steckt und wer diese bezahlt, bleibt jedoch verborgen.

Screenshot der Werbebibliothek der Seite auf Facebook. Hier erkennt man sehr schön, dass diese Seite nicht nur in Deutschland und Österreich Werbung ausliefert.

Screenshot der Werbebibliothek der Seite auf Facebook. Hier erkennt man sehr schön, dass diese Seite nicht nur in Deutschland und Österreich Werbung ausliefert.

Folgt man dem Statusbeitrag auf Facebook, dann öffnet sich eine Webseite, die dem Nutzer suggerieren soll, dass es sich hierbei um die Webseite der “Welt” handelt. Doch dem ist nicht so. Ein Blick in die URL verrät, dass die Webseite der “Welt” ebenfalls ein Fake ist!

Screenshot der gefälschten Webseite der "Welt"

Screenshot der gefälschten Webseite der „Welt“

Und nun kommt auch noch der Moderator Klaas Heufer-Umlauf ins Spiel, denn auf einem Foto sieht man ihm mit der Sängerin Lena Meyer-Landrut  bei seiner “Late Night Berlin” Show! Dem Nutzer soll hier ein Sicherheitsgefühl vermittelt werden, denn die meisten Nutzer kennen den Moderator sowie die Sängerin und auch die Webseite der “Welt”

Doch weit gefehlt!

Den Cyber-Betrügern geht es allein darum, dass Nutzer auf diese Webseite am Ende gelockt werden.

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Lassen Sie die Finger von solchen Angeboten im Zusammenhang mit Kryptowährung oder binären Optionen!

Nutzer/innen verlieren den bei Bitcoin Profit einbezahlten Geldbetrag ebenso wie die von ihnen bekannt gegebenen, persönlichen Daten. Kriminelle können diese für Verbrechen unter fremden Namen nützen.

Wird man von irreführenden gesponserten Beiträgen zu nachgebauten Nachrichtenseiten geführt, die eine erfundene Geschichte im Namen von bekannten Sendungen oder Personen erzählen und dabei immer wieder auf dubiose Bitcoin-Trading-Plattformen verlinken, sollte man die Finger davon lassen.

Erst vor wenigen Tagen ist es der Staatsanwaltschaft Rostock und dem Fachkommissariat 5 der Kriminalpolizeiinspektion in Rostock unter Einsatz von zahlreichen verdeckten polizeilichen Maßnahmen gelungen, ein professionell und international agierendes Geldwäschenetzwerk aufzudecken, über welches
alleine im Jahr 2018 mehr als 100 Millionen Euro weitergeleitet wurden. (wir haben hier darüber berichtet)

 

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