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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

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Oder: Willkommen in der Freakshow. Ein Ort, wo Mord und Folter toleriert wird. Aber wehe, man veröffentlicht mal ein Foto von einem unbedeckten Ellbogen, welcher von aus der Ferne aussieht, wie eine nackte Brust, dann wird dies gleich von Facebook gelöscht und die Seite wird genau so wie die Administratoren gesperrt!

Ja, zumindest hat es in der letzten Zeit den Anschein, dass es so ist.  Wer die Beiträge von ZDDK/Mimikama verfolgt, hat auch bemerkt, dass in letzter Zeit oft zu Bildern oder Videos Stellung bezogen werden musste, die Kindesmisshandlung, Gewalt, Mord, Hetze, Tierquälerei, Betrug, Phishing und die, fast harmlosen wenn auch nervenden, Kettenbriefe zu tun hatten. Der normaler Facebook-Wahnsinn halt.

An dieser Stelle möchten wir klar anmerken, dass wir uns nicht beschweren wollen. Nein, wir wollen informieren und auch ein wenig Druck auf Facebook ausüben, damit endlich schneller auf manche – sehr bedenkliche – Inhalte reagiert werden kann.

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Dieses Bild zeigt eine Frau, die in einer Blutlache liegt. Vom Gesicht ist oberhalb der Nase nicht viel mehr übrig, als ein großes Loch. Und wie schön zu sehen ist, ist der erste Handygaffer auch schon zur Stelle.

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An diesem Statusbeitrag ist zu erkennen, dass dieser 13.061 x geteilt und 1.595 x mit “gefällt mir” angeklickt wurde.

Die Frage stellt sich nun unweigerlich: soll dieses Bild tatsäschlich auf irgendwelche Mißstände aufmerksam machen –
oder ist es vielmehr die bloße zur Schau Stellung einer ermordeten Frau, um die Sensations- und Empörungsgelüste der Nutzer zu stillen?

Laut einer Stellungnahme von Facebook die gegenüber dem Schweizer Internetportal 20 Min abgegeben wurde, werden solche Videos/Bilder nicht gelöscht weil sie auf Mißstände aufmerksam machen.

Wir löschen solche Inhalte nicht, weil wir glauben, dass Facebook ein Ort sein muss, an dem es möglich ist, Probleme auch mithilfe von drastischen oder verstörenden Inhalten ansprechen zu können.» Er erklärt weiter, dass aus Sicht von Facebook auf diese Weise «die Voraussetzung für gesellschaftliche Diskurse und das Problembewusstsein unter den Menschen geschaffen werden.

Ein Satz des Sprechers macht stutzig: «Viele Organisationen verwenden kontroverse Videos und Fotos, um auf Mißstände aufmerksam zu machen.» (Quelle 20Min.ch)

Bei dem oben angeführten Bild ist es, so wie wir es sehen, nur ein reines zur Schau stellen, und das hat nichts mit Information zu tun.

Man muss Gewalt nicht, wie in dem Fall des Exekutionsvideos, in aller Deutlichkeit zeigen, um auf Mißstände aufmerksam zu machen.

Gewalt an Mensch und Tier – der Empörung wird Genüge getan

Immer wieder werden gerne Bilder und Videos genommen, auf denen man Kindesmisshandlung und Tierquälerei erkennen kann!

Warum? Die Ersteller möchten die Massen motivieren, sich zumindest virtuell übermäßig zu empören und sich bestenfalls mit Keulen und Mistgabeln schwingend auf die Suche nach wildfremden Menschen zu begeben, einzig mit der Aussage, dass diese in ihren Augen das Recht auf ihr Leben verwirkt haben!

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Hierbei ist es nun vollkommen egal ob das Bild/Video Aktuell ist oder vielleicht aus dem Jahr 2000. Es wird geteilt „auf Teufel komm raus“ und die Forderungen klingen nach “findet ihn”, “schlagt ihn” und “hängt ihn”

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Einige Nutzer schrecken auch nicht davor zurück, Bilder einer verletzten Person zu missbrauche,n um sich zu Rühmen!

“Diesen Schei…Kerl haben wir es aber gezeigt” lautet die Botschaft!

Wahrheitsgehalt – nicht wichtig.

Hauptsache, man hat seinen 2 Min. Ruhm auf Facebook.

Ob ich damit anderen Menschen ein Leid zufüge, in dem ich das Bild des Sohnes, Bruder oder Ehemanns zweckentfremde und damit alte Wunden aufreiße, dass wird bewusst in Kauf genommen. Hauptsache die Likes steigen und ich der Verteiler hat seinen Ruhm.

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Abder nicht alle sind der Gewalt zugeneigt – andere lassen sich von der Dramatik begeistern

Eine Vielzahl von Menschen ist auch aufrichtig bemüht um das Wohlergehen der Kleinsten. Ja so sehr, dass sie Bilder einstellen die behaupten, dass Facebook für die OP spendet wenn man das Bild “liked” oder “teilt”.

Man muss nur gaaanz fest daran glauben. Ja nee ist klar.

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Auch hier wird wieder mit dem Leid anderer Menschen nach “Likes” gejagt – ohne Rücksicht auf Verluste.

Dass die Familien teilweise darunter leiden und Bilder der Angehörigen missbraucht werden, kümmert die Verbreiter solchen Lügenmärchen leider nicht im geringsten.

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Siehe dazu: http://www.mimikama.at/allgemein/das-baby-mit-dem-krebsgeschwr-die-wahrheit/

Doch das ist im Grunde genommen kalter Kaffee. “Olles Zeug” also. Damit schockt man nicht mal mehr einen Facebook Neueinsteiger.

Das richtige Horrorszenario, was im Moment umgeht, ist die Organmafia.

Derzeit gehen verstärkt Falschmeldungen durch Facebook, die besagen, dass die “Organmafia” Kinder entführt, um diese regelrecht auszuschlachten.

Kein Tag vergeht, wo nicht eine neue Meldung hinzu kommt, kaum ein Tag vergeht wo nicht ein offizielles Dementi seitens einer Polizeidienststelle veröffentlicht wird.

Egal, ob es die Frauen in den Einkaufszentren sind, wo glücklicherweise das komplette Center in minutenschnelle hermetisch abgeriegelt wurde, so dass keiner mehr raus oder rein kam und das Kind dann glücklicherweise immer wieder auf dem Klo mit abrasierten Haaren und anderer Kleidung aufgefunden wurde, oder die Männer im weißen Bulli, die erst Einbrecher sind und dann umgeschult haben zum Mitglied der Organmafia.

Wir fragen uns, war die Chirurgenausbildung Bestandteil der Umschulung?

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Nachdem diese beiden Männer nun aufgrund des altersschwachen Bullis aus dem Geschäft gestiegen sind, wurden sehr schnell würdige Nachfolger gefunden.

Die Methoden der Nachfolger sind noch gemeiner. Sie fotografieren ihre Opfer auch noch bevor sie diese entführen.Sollen diese Kinder etwa als Delikatesse auf einem Teller landen und die Bilder die Speisekarte schmücken?

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Schon mal auf die Idee gekommen, liebe Fakeverbreiter, dass diese Männer eventuell nur ihre eigenen Kinder beim Spielen beaufsichtigen?

Nein? Schade.

Denn eine Nachfrage bei der zuständigen Polizeibehörde ergab, dass dieser genannte Statusbeitrag NICHT der Wahrheit entspricht.

Komischerweise sind es immer bulgarische oder rumänische Mitmenschen, die angeblich diese Taten verüben.  Hier wird nicht nur Panik verbreitet, sondern auch ganz klar gegen bestimmte Nationalitäten gehetzt.

Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist inzwischen soweit, dass viele Eltern ihre Kinder z.B. nicht mehr zum Kindergarten lassen.

Bisher ist es noch zu keinem Übergriff gekommen, die Betonung liegt auf dem Wort noch.

Es ist, sollte diese Hetze weiter gehen, nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste Zwischenfall eintritt, und jemand zu Schaden kommt. Ein Unbeteiligter? Ein Unschuldiger?

Das kann nicht im Sinne der Gemeinschaft sein, dies kann nicht im Sinne von Facebook sein.

Vor zwei / drei Jahren war es noch der Status Quo, einen Facebook Account zu haben, quasi ein must have. Heute rühmen sich bei Weitem nicht mehr so viele Nutzer ihres Accounts. Mag es am allgemeinen Niveauverfall liegen?

Fazit:

Es wird höchste Eisenbahn, dass sich was ändert. Mit diesem “Image” ist es nicht zum Besten bestellt.

Neben dem oft bemängelten Schutz der Persönlichen Daten, den Fakes, die man zugegebenermaßen nie zu 100% vermeiden kann, finden sich auch noch verstärkt kriminelle  Machenschaften wieder. Sei es in Form der kopierten Profile, geklauter Bilder, dem Zulassen fragwürdiger Apps, aber auch die Hetze gegen einzelne Menschen und Nationalitäten.

Inzwischen ermittelt die Polizei, um die Verfasser solcher Hetzpostings ausfindig zu machen. Unseren Recherchen nach greifen, je nach Post, diverse Paragraphen des StGB. Die möglichen Strafen reichen, je nach Tatbestand, von Geldstrafen bis hin zu mehrjährigen Gefängnisstrafen.

Klar ist uns auch, dass das Risiko, erwischt zu werden, gering ist, aber das Geschrei dürfte umso größer sein, wenn man erwischt wird.

Zudem sollte auch Facebook sich Gedanken machen, ob ein stetiger Niveauverlust im eigenen Sinne ist, da hiermit auf Dauer auch ein Nutzerverlust einhergehen könnte. Was letztendlich Einbußen in den Werbeeinnahmen bedeutet.