Seit Tagen wird immer wieder ein Statusbeitrag auf Facebook geteilt indem steht, dass ein Mädchen angeblich von Ausländern vergewaltigt wurde. Angeblich dürfe die Polizei nicht darüber sprechen.

Vorweg: Sollte sich jedoch herausstellen, dass die Meldung über eine Vergewaltigung nicht den Tatsachen entspricht, ist dann der Tatvorwurf „Vortäuschen einer Straftat“ zu prüfen.

Um diesen Statusbeitrag geht es:

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

image

Hier steht:  (sic!)

Ein Mädchen wurde in ffo vergewaltigt von Ausländern. Die lag erst markendorf und jetzt irgendwo anders. Alles kaputt. Darm komplett kaputt und sie kann keine Kinder mehr kriegen. 3 Leute waren drauf. In lenne Park. Ist im Klimikum durch gesickert. Darf trotzdem keiner wissen Polizei spricht auch nicht drüber oder darf nicht darüber sprechen und die ausm Klimikum auch nicht drüber sprechen… Habe ich gerade von jemand zugeschickt bekommen.

Was sagt die Polizei zu diesem Statusbeitrag. Wir haben nachgefragt und folgende Stellungnahme erhalten:

image

Subject: AW: Anfrage zu einem Post von „Frankfurt/oder wehrt sich“ auf Facebook
Date: Tue, 13 Oct 2015 08:01:23 +0000

Sehr geehrter Herr ~~~~~~~~,

ein derartig dargestellter Vorfall ist der Polizei der Direktion Ost bislang nicht angezeigt worden. Nichtsdestotrotz werden unsere Kriminalisten Ermittlungen von Amts wegen einleiten. Immerhin handelt es sich bei dem Delikt der Vergewaltigung um einen Verbrechenstatbestand und ist wird mit einer Freiheitsstrafe von über einem Jahr geahndet.

Diese Ermittlungen richten sich vorerst gegen Unbekannt. Für die Untersuchung werden die Verbreiter der Nachricht als Zeugen gehört. Sind sie doch bislang die einzigen, welche um die Tat zu wissen scheinen.

Sollte sich jedoch herausstellen, dass die Meldung über eine Vergewaltigung nicht den Tatsachen entspricht, ist dann der Tatvorwurf „Vortäuschen einer Straftat“ zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Heese
Polizeidirektion Ost
Leiter Pressestelle

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady