-Mimikama unterstützen -

Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Der grüne Golf, der weiße Bulli, der schwarze Mercedes. Nirgendwo werden, außer auf Facebook,  jeden Tag so viele angebliche Männer in verschiedenen Autos gesehen, die angeblich etwas Böses im Schilde führen.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Facebook-Nutzer sehen etwas und veröffentlichen darauf hin einen Statusbeitrag. Das Problem dabei ist, dass in 99% der Fälle kein offizieller Link zu einem Polizeipressebericht bzw. zumindest zu einer Medienseite veröffentlicht wird. Was auch immer wieder verabsäumt wird, ist die Angabe eines ORTES sowie des DATUMS. Solche Statusbeiträge werden auch nicht immer nur geteilt, sondern kopiert und dann im eigenen Profil wieder hochgeladen. Genau mit dieser Aktion kann man im Nachhinein nicht mehr den eigentlichen Ersteller ausfindig machen.

Seit dem Jahre 2013 wird immer wieder dieses Foto in vielen Profilen veröffentlich:

(Das Kennzeichen wurde von uns verpixelt)

image

Wir bekommen zu diesem Beitrag jeden Tag etliche Anfragen, jedoch ist es uns nicht möglich zu eruieren wer der Ersteller des Beitrages ist, da es schon sehr oft geteilt wurde.

Außerdem stellen sich folgende Fragen:

1) “Bitte achten Sie auf folgendes Auto”
In welcher Stadt / in welchem Land sollen die Nutzer darauf achten?
(ORTSANGABE – NICHT VORHANDEN)

2) Wann soll angeblich dieser Mann dies gemacht haben
(DATUMSANGABE NICHT – VORHANDEN)

3) “Die Polizei wurde bereits informiert”
(OFFIZIELER LINK / PRESSEBERICHT udgl. – NICHT VORHANDEN)

[adrotate group=“1″]

Die Polizei sagt dazu…

“Solche Meldungen– wenn auch gut gemeint – helfen nicht bei der Aufklärung von Sachverhalten. Sie machen uns die Arbeit schwer, weil plötzlich jeder dunkle Wagen verdächtig ist und Eltern sowie Kinder unnötig in Panik geraten”

“Wer solche Meldungen in sozialen Netzwerken postet, sollte sich im Vorfeld bei der Schule oder bei der zuständigen Polizei erkundigen, ob tatsächlich eine akute Gefahr besteht. Unnötige Panik lenkt von real gefährlichen Situationen ab. Verunsicherte Kinder werden in ihrer Wahrnehmung beeinträchtigt oder nutzen die Gelegenheit, um auf sich aufmerksam zu machen.”

Ja, es kann sein, dass es so einen Vorfall, wie auf dem Foto beschrieben, gegeben hat.

Aber man darf nicht vergessen, dass “Private Fahndungsaufrufe” Strafbar sind  bzw. sollte man bei solchen Statusbeiträgen IMMER EIN DATUM und einen ORTSANGABE dazu schreiben, denn ohne dieser Angaben werden solche Fotos und Beiträge noch Jahrelang im Netz zu finden sein und sie werden IMMER aktuell sein, denn es fehlen die Angaben zu dem Ort und zu der Zeit.

Die Polizei rät:

Um das Durchsetzungsvermögen und Selbstvertrauen zu fördern, rät die Polizei:

  • Kinder sollen im Alltag Respekt erfahren. Nehmen Sie sich täglich Zeit, um mit Ihrem Kind über seine Erlebnisse und Sorgen zu sprechen. Vermitteln Sie Ihrem Kind das Gefühl, dass es Ihnen alle Erlebnisse erzählen kann, die ihm “komisch” vorgekommen sind oder vor denen es sich ängstigt.
  • Wenn Ihr Kind einmal gegen abgesprochene Regeln im Umgang mit Fremden  verstoßen hat, schimpfen Sie nicht in panischer Aufregung mit ihm, sondern gehen Sie mit ihm die getroffenen Absprachen erneut ruhig durch. Ein verängstigtes Kind wird sich in einem Wiederholungsfall nicht mehr an Sie wenden, wenn es mit einer erregten Reaktion konfrontiert wird und gegebenenfalls auch noch Vorwürfe erntet.
  • Üben Sie mit Ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Situationen verhalten soll, damit es im Notfall richtig reagieren kann. So sollte es sich nicht scheuen, andere Erwachsene anzusprechen, um Hilfe zu bitten oder auch laut um Hilfe zu schreien.
    Wird das Kind akut durch einen Täter bedrängt, soll es sofort weglaufen und laut schreien – auch das kann man üben.
  • Schauen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind nach “Rettungsinseln” für den Schulweg um: ein Geschäft, in dem es die Kassiererin ansprechen kann, eine Straße, auf der sich viele Menschen bewegen, oder ein Haus, wo es klingeln kann. Polizeiliche Erfahrungen zeigen, dass ein Täter sein Vorhaben aufgibt, wenn ein Kind sich z.B. durch Klingeln an einem Haus Hilfe holt.