image Palo Alto (pte032/05.09.2011/16:30) – Eine eigentlich als Feature gedachte Funktion im weltgrößten Social Network Facebook http://facebook.com ermöglicht die feindliche Übernahme einer "Page". Dazu genügt es, auf der jeweiligen Seite über Adminrechte zu verfügen, um dem eigentlichen Gründer selbigen zu entziehen. Diesem bleibt meist nur der unbefriedigende Weg, den Webauftritt von Facebook löschen zu lassen. Das Problem haben die Sicherheitsexperten von Sophos http://sophos.com kürzlich entdeckt.

- Sponsorenliebe | Werbung -

Seitenbetreiber verlor 6.000 Fans

Ein neu zugelassener Page-Admin kann den eigentlichen Ersteller der Seite seinen Administratorenstatus entziehen und damit effektiv die Seite hijacken – und dies, obwohl die Facebook-FAQ feststellen, dass andere Admins dem Gründer einer Page diese Rechte gar nicht wegnehmen können.

Zum Verhängnis wurde der Umstand etwa Ali Naqvi, dem Betreiber von 123vouchercodes.co.uk. Er verlor vor wenigen Monaten auf diese Weise eine Fanbasis von 6.000 Leuten, die zehn bis 15 Prozent des Traffics des Portals generierten. Nach dem Verlust über die Kontrolle der Seite hatte er lange versucht, Hilfe von Facebook zu erhalten. Jedoch bleibt Usern ohne Adminrechten letztlich nur die Option, eine Seite wegen Rechteverstößen zu melden und gegebenenfalls löschen zu lassen. Naqvi musste die Page neu aufziehen.

"Feature" im Widerspruch zu FAQ

Gegenüber theregister.co.uk äußerte sich ein Facebook-Sprecher dahingehend, dass der Entzug von Adminrechten entgegen den FAQ trotzdem möglich ist, um etwa scheidenden Mitarbeitern die Kontrolle über eine Seite zu nehmen. Die "Lücke" war demnach als vorteilhafte Funktion gedacht. Weitere Statements des Unternehmens liegen noch nicht vor.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Georg Pichler
Tel.: +43-1-81140-303
E-Mail: pichler@pressetext.at
Website: www.pressetext.com

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady