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Nachdem die US National Music Publishers Association ordentlich Druck auf Facebook ausgeübt hatte, arbeitet das Unternehmen daran, künftig urheberrechtlich geschützte Videos aufzuspüren.

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Wie auf ‘Winfuture’ und ‘Music Ally’ berichtet, arbeitet Facebook offenbar an einem Werkzeug für Rechteinhaber, mit dem sie gegen die unlizenzierte Verbreitung von Videos auf Facebook vorgehen können.

Bereits im Juli 2015 forderte die US National Music Publishers Association (NMPA) ein härteres Vorgehen gegen die illegale Weitergabe von urheberrechtlich geschütztem Material sowie Cover-Versionen von bekannten Songs.

NMPA Chef David Israelite teilte Ende Oktober laut ‘Music Ally’ folgendes mit:

“We wrote to Facebook in July of 2015, asking them to work with music publishers to ensure songwriters were respected and paid. At that time, Facebook was in the process of negotiating deals with major record labels in order to license the distribution of music videos, but had not yet approached publishers about also compensating songwriters. Unfortunately, over a year has passed and nothing has changed.”

“Wir hatten Facebook im Juli 2015 kontaktiert und fragten, ob sie mit den Musikverlagen zusammenarbeiten würden, um sicherzugehen, dass die Arbeit von Liedermachern respektiert und bezahlt wird. Zu dieser Zeit war Facebook in einem Verhandlungsprozess eines Deals mit bedeutsamen Plattenlabeln, um die Verteilung von Musik-Videos zu lizensieren. Sie waren jedoch nicht an die Verlage herangetreten und hatten die Textschreiber nicht vergütet. Unglücklicherweise ist jetzt über ein Jahr vergangen und es hat sich nichts geändert.”

Doch nun berichtete die ‘Financial Times’ unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Quellen, dass Facebook doch was ändert und daran arbeitet, veröffentlichte Videoinhalte zu analysieren und letztlich die Identifikation von nicht offiziell lizensierten Videos ermöglichen soll.

Dabei will Facebook zunächst die Erkennung umsetzen, bevor Verhandlungen mit den Plattenfirmen abgeschlossen werden sollen, um Lizenzabkommen zu schließen. Vor dem kommenden Frühjahr sollte aber nicht mit Ergebnissen gerechnet werden.

Am Kuchen teilhaben

Musikfirmen wollen bei der Veröffentlichung von Musikvideos auf Facebook natürlich an den dabei angezeigten Werbungen mitverdienen.

Der US-Verband der Musikverleger hatte bei einer Untersuchung festgestellt, dass fast 900 Videos bei Facebook die Runde machten, unter anderen 33 Songs die damals auf Spitzenplätzen der aktuellen Musikcharts enthalten waren. Diese Videos seien mehr als 600 Millionen Mal angesehen worden. was nach deren Meinung ein erheblicher Verlust an potentiellen Einnahmen darstellt.

Quellen: Winfuture, Music Ally

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