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Facebook-Tochter „Onavo“ bleibt im Gerede – der VPN-Dienstleister sammelt in großem Umfang Daten von Mobilgeräten.

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Die Anwendung, die Facebook unter dem Menüpunkt „Protect“ („Schutz“) innerhalb der App seinen Usern zur Installation anbietet, sorgt seit einiger Zeit für Negativschlagzeilen. Doch noch immer besteht anscheinend Informationsbedarf. Immer noch erreichen uns Anfragen von Nutzern, die durch die Berichterstattung verwirrt sind und sich fragen, ob diese tatsächlich einen realen Hintergrund hat.

„Onavo Protect“ bietet einen Service an, der laut Facebook für mehr Sicherheit und bessere Performance sorgen soll. Außerdem werden in erheblichem Umfang Nutzerdaten gesammelt. Konkreter Anlass war diesmal folgender Artikel der „Osnabrücker Zeitung“ vom 6. März 2018.

Die Frage, die sich alle stellen, lautet: “Handelt es sich hierbei um die Facebook-App, die wir alle am Handy haben?“

Ja, es ist der Menüpunkt „Protect“, der in der IOS-Version Teil des Startseitenmenüs der Facebook-App ist. Die Firma dahinter, Onavo, Inc., gehört seit 2013 zum Facebook-Imperium.

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Mit einem Klick landet man im AppStore, von wo aus man die App installieren kann.

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Auch Android-Nutzer betroffen!

Aber auch für Android steht die Anwendung inzwischen bei Google Play zur Verfügung.

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Die Inanspruchnahme ist allerdings optional und erfordert die Installation weiterer Software. Eine versehentliche Installation ist zum jetzigen Zeitpunkt nach menschlichem Ermessen so gut wie ausgeschlossen.

Des Weiteren weisen die Beschreibungen in den jeweiligen Download-Centern von Anfang an klar darauf hin, dass Onavo für Facebook sämtliche Internetaktivitäten seiner Nutzer über eigene Server leitet, sammelt und auswertet – wozu natürlich auch der Austausch mit Webseiten bzw. Nicht-Facebook-Mitgliedern gehört.

Die Geschäftsbedingungen liegen derzeit lediglich in Englisch vor, was mit dazu beigetragen hat, dass hunderttausende Nutzer die App installiert haben, um von den Vorteilen zu profitieren, die der VPN-Dienst bietet. Ein genauer Blick in die teilweise vernichtenden Rezensionen im App-Store bzw. auf „Google Play“ wäre hier nützlich gewesen und hätte mit Sicherheit manchen die Notbremse ziehen lassen.

Hinweis: Wir von Mimikama, haben die App und das „Kleingedruckte“ bereits vor Wochen unter die Lupe genommen und auf die Risiken einer Installation hingewiesen. Hier noch einmal der Link zum ausführlichen Artikel!

Quellen:

Autor: Dagmar K., mimikama.at

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