Kannst du uns einen kleinen Gefallen tun? Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und hilfreich findet, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben. Folgende Möglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady, via Banküberweisung

Abgegebene Likes und Wortwahl verraten Konsum von Rauschmitteln!

- Sponsorenliebe | Werbung -

Hamburg: Eine Studie der USC Berkeley belegt, dass ein Algorithmus einzig aus den Likes und Status-Updates, die ein User im sozialen Netzwerk Facebook preisgibt, erkennt, ob dieser gelegentlich Drogen nimmt oder nicht. Dazu muss der Nutzer nicht einmal konkret darüber schreiben. Verräterische Präferenzen: Für die Forschungsarbeit haben die Wissenschaftler die Aktivitäten von rund elf Mio. Facebook-Nutzern und rund 22 Mio. Status-Updates von 150.000 Usern analysiert.

Zur Auswertung nutzen die Studienautoren eine Machine-Learning-Software, die unter anderem bestimmte Schlüsselwörter wie „fuck“, „hate“, „kill“, „blood“, „pain“ und „sex“ erfasst und einordnet.

Die gleiche Software konnte in einer vorangegangenen Studie bereits abschätzen, dass Menschen, die sich gerne Anime-Serien ansehen, weniger Alkoholexzesse haben, während Fans des Thrillers „V wie Vendetta“ öfter zu tief ins Glas schauen. Ziel der nun angestellten Forschungsarbeit über den Drogenkonsum war es, die User zu identifizieren, die ein sehr großes Risiko zeigen, mit der Einnahme von Drogen zu beginnen. Auch sollten diejenigen identifiziert werden, die illegale Substanzen bereits eingenommen haben.

Für Arbeitgeber interessant

Die Software liegt mit ihrer Einschätzung zu 86 Prozent korrekt. Obwohl noch unklar ist, wie die Ergebnisse der Studie in der Prävention von Drogenmissbrauch verwendet werden können, zeigt sie, wie schnell die Online-Präsenz des Einzelnen Auskunft über das Privatleben gibt. Gerade in der Arbeitswelt könnten Tools zur Erfassung etwaiger Exzesse und illegaler Präferenzen problematisch für Job-Bewerber werden. Angestellte sind rechtlich bislang noch auf der sicheren Seite.

„Internetrecherchen über die eigenen Arbeitnehmer widersprechen dem Grundsatz der Direkterhebung beim Beschäftigten. Eine Abweichung davon ist nur ausnahmsweise nach einer Interessenabwägung zulässig. Hier überwiegen jedoch die Interessen des Arbeitnehmers schon deshalb, weil sein Vorgesetzter bei der Recherche in sozialen Netzwerken in seine Privatsphäre eindringt. Daten über die private Lebensgestaltung haben grundsätzlich für den Arbeitgeber außer Betracht zu bleiben, da insoweit ein Bezug zum Beschäftigungsverhältnis fehlt“, verdeutlicht der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar http://www.datenschutz-hamburg.de gegenüber pressetext.

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady