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Vom 9. bis 13.5.2017 nehmen insgesamt 43 Länder an dem europäischen Gesangswettbewerb teil. Weil die ukrainische Sängerin Jamala im Vorjahr gewonnen hat, wird dieser 2017 in Kiew ausgetragen,

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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew leben viele Straßenhunde, man findet sie fast überall auf den Straßen und Gassen der Stadt mit rund 3 Millionen Einwohnern. Müssen sie, die Hunde, jetzt wegen des ESC sterben?

Nutzeranfrage: Könnt ihr das mal bitte checken?irgendwie werden immer vor größeren Ereignissen Strassenhunde getötet.. Mir kommt das langsam komisch vor.

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Man könnte fast sagen, dass wir anlässlich des ESC Anfragen zu gleichlautenden Berichten bekommen.

So informierte die Vereinigung Animal Rights Switzerland / France den NDR und die Europäische Rundfunkunion (EBU) darüber, dass zu befürchten sei, dass es in der Ukraine für den ESC zu Massentötungen von Hunden kommen würde.

Schon 2012

Bereits 2012 im Vorfeld der EM, so der Tierschutzbund in seinem Schreiben weiter, seien tausende ukrainischer Straßenhunde einer Art „Säuberungsaktion“ zum Opfer gefallen. Dies sei jetzt zum ESC erneut zu befürchten und es gäbe Beweise, dass private Hundefänger bereits mit der Tötung begonnen hätten.

Bekannte Thematik

Paul Hrosul, der Vorsitzende des ESC – Fanclubs der Ukraine, kennt die Thematik, denn es gibt in der Ukraine sehr wenig Tierheime. Er bestätigt die Aussagen insoweit, dass es tatsächlich Hundetötungen in der Ukraine gibt, weil es so wenig Tierheime gibt. Es sei aber nicht speziell für den ESC erdacht worden.

Deutscher Tierschutzbund

Die Pressereferentin des deutschen Tierschutzbundes Lea Schmitz war bereits 2012 für eine andere sinnvollere Lösung des ukrainischen Straßenhundeproblems. Das Einfangen und Töten von Straßenhunden sei nicht nur grausam, sondern auch sinnbefreit, so Schmitz weiter, und wenn man die hohe Zahl an streunenden Tieren langfristig und tierschutzgerecht eindämmen wolle, müsse man anders vorgehen.

Das Konzept „Einfangen, Kastrieren, Freilassen“ werde in der Ukraine und anderen Ländern bereits erfolgreich eingesetzt.

Sie verwies auf Aussagen ihrer Kontakte in der Ukraine. Ihnen sei nicht bekannt, dass es einen offiziellen Auftrag gebe, der die vermehrte Tötung von Straßentieren wegen des ESC vorsehe. Obschon seien die „Dog Hunter“ in Kiew weiterhin aktiv, es sei deshalb nicht ausgeschlossen, dass es zu weiteren Grausamkeiten käme.

EBU hält sich raus

Weiter wurde bekannt, dass die ESC – Delegation unter ARD – Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber das Thema bei einem Treffen mit der EBU im März besprechen wolle.

Die EBU weist jegliche Zusammenhänge zwischen den Hundetötungen und dem ESC weit von sich. Es handele sich dabei um stadtinterne Belange und darin würde man sich nicht einmischen.

Vitali Klitschko nicht

Der Bürgermeister von Kiew und ehemalige Boxprofi Vitali Klitschko hat seine Landsleute in einer Videobotschaft darum gebeten, die Tiere zu schützen und von dem sinnlosen Töten abzulassen.

Die Grundaussage ist also falsch, dass die Hunde wegen des ESC getötet werden würden, aber Tatsache ist, sie werden getötet. Den ESC als Ursache zu benennen war nicht richtig, aber das Problem mal wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken ist nicht verkehrt.

Quellen:

https://www.hna.de
http://www.eurovision.de