Hot news: CO2-Steuer auf Grillkohle ist Satire / Artikelbild: Michael C Gray - Shutterstock.com

Beschließt die EU-Kommission das Aus für Grillkohle?

Von | 23. April 2019, 11:58

Die EU-Behörden sind durchaus für skurrile Regelungen bekannt – gibt es bald die CO2-Abgabe auf Grillkohle?

Wer an die Gurken-Diskussion zurückdenkt, für den liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass die EU auch eine CO2-Abgabe auf Grillkohle planen könnte.

Zu diesem Gerücht erhielten wir einige Anfragen: ab 2020 soll Grillkohle mit einer CO2-Abgabe belegt werden, um den Anreiz für den Umstieg auf klimafreundliche Elektrogrills zu erhöhen …

Dabei ist von diesem Artikel die Rede. Ruft man den Artikel auf, erkennt man jedoch recht schnell, worum es sich wirklich handelt: Der Ersteller weist mehrmals darauf hin, dass dieser Artikel als Satire gedacht ist.

Auch wenn aktuell ein CO2-Preis nach dem Abschlussbericht der Kohlekommission für den Kohleaustieg diskutiert wird – die Grillkohle hat damit wenig zu tun. Eingefleischte Hobby-Griller können also aufatmen.

Problemfall Satire bei Mimikama

Prinzipiell greift Mimikama keine Satire auf, um auf Satire hinzuweisen. Bei Satire handelt es sich übrigens auch nicht um eine Form der Fake-News, sondern Satire ist eben eine Satire und auch als solche zu konsumieren.

Wir behandeln Satireseiten zumeist dann, wenn die Quelle nicht deutlich als Satire erkennbar ist, sie eine Scheinsatire betreibt oder es sich, um eine junge und noch kaum bekannte Webseite handelt.

Oft passiert es aber auch, dass Leser/innen nur beim so genannten “Teaser” (Facebookvorschau) hängenbleiben und den Inhalt oft gar nicht selbst auf seinen Charakter prüfen.

Dabei kann es sehr einfach sein, einer Satire nicht auf den Leim zu gehen.

Welche Fragen sollte man sich als Leser/in stellen?

  • Wer schreibt? (Impressum)
  • Welchen Charakter hat die Webseite?
  • Welcher Gattung gehört der vorliegende Text an? (Entsprechende Anmerkung über dem Inhalt oder unter dem Inhalt vorhanden?)

Darauf basierend knüpfen dann die klassischen Prüfpunkte an (falls überhaupt noch notwendig):

  • Inhaltlicher Gegencheck –> Suchmaschinen nutzen
  • Bildercheck –> Rückwärtssuche

Auch wenn es ein bisschen mehr Arbeit bedeutet, als schier eine Überschrift zu lesen, lohnt es sich am Ende! Allein schon, weil man seine Nerven schonen kann, die eine Empörung in Wallung bringt. Im Notfall Ruhe bewahren! Wer hinter die Kulissen blickt, entdeckt, dass man sich oft gar nicht so sehr in etwas reinzusteigern braucht.

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