Natürlich lässt sich über politische Standpunkte streiten. Immer. Das ist auch gut und richtig so und die Basis der Demokratie.

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Im Falle der Diskussion um politische Inhalte beziehen wir uns auf die Anfrage zu dem folgenden Bild:

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Dieser Satz, welcher der Politikerin Stefanie van Berg in den Mund gelegt wird, ist die Interpretation eines Teiles ihrer Rede vom Mittwoch, dem 11. November, vor der Bürgerschaft Hamburg. Die komplette Rede dauert etwas über 3 Minuten und ist hier auf Youtube zu sehen. Die zentralen Sätze, welche nun aus diesem Video genommen und für das Bild verwendet wurden lauten:

„Ich bin der Auffassung, dass wir in 20, 30 Jahren gar keine ethnischen Mehrheiten mehr haben in unserer Stadt.“

„Und ich sage Ihnen ganz deutlich .. : Das ist gut so.“

Bereits im Dezember 2015 thematisierte Die Zeit diese Rede und ihre Konsequenzen recht umfangreich. Diese Reduktion der Rede auf diesen Bereich inklusive der Invertierung der Aussage bescherte der Politikerin im November 2015 bereits Drohungen. Neben Morddrohungen gab es auch sexuell aggressive Drohungen. So schrieb Die Zeit am 29. Dezember:

„Die Morddrohungen haben mich am Anfang erschreckt“, sagt sie. „Aber nachhaltig verletzend finde ich die vielen, vielen sexuellen Bemerkungen: Ich sei lesbisch, untervögelt, müsse mal richtig vergewaltigt werden – das hat mich schockiert.“


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Der Grund für die Verbreitung der Aussage und die entstandenen Drohungen war eine Verkürzung des Videos, welche auf die Facebookseite der AfD Hamburg geladen wurde. Dieses Video zeigt die ersten 55 Sekunden der Rede und ist auf der Facebookseite der AfD Hamburg zu sehen.

Das Bild entstand aus eben diesem Kontext, es trägt das Logo der Seite Einwanderungskritik und ist auch auf eben jener Facebookseite zu finden.

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