Achtung! BetrĂŒger geben sich als "Facebook" aus!

Erpresst Facebook seine Nutzer? Achtung vor der Facebook E-Mail mit dem Betreff: „Belastendes Material“

Von | 9. Februar 2019, 16:08

Seit Monaten stolpern Internetnutzer immer wieder ĂŒber erpresserische E-Mails in ihren PostfĂ€chern. Nun gibt es erneut eine Welle derartiger E-Mails. Diesmal ist der Absender angeblich “Facebook”.

“Facebook” behauptet in dieser E-Mail, dass es Zugriff auf das komplette “GerĂ€t” habe, da man angeblich etwas herunter geladen habe. Angeblich wurden Daten kopiert sowie Screenshots erstellt und es wird dem Nutzer gedroht, dass man nun die jeweiligen Freunde sowie Verwandte und auch den Arbeitgeber informiere, dass man “gewisse” Internetseiten im Netz besucht habe.

Es handelt sich um diese Mail:

image

Die E-Mail als Wortlaut:

Von: Facebook
Betreff: Belastendes Material [vorname] [nachname]

Hallo [vorname] [nachname],

leider muss ich dir mitteilen das du mir mit deinem letzten
download, zugriff auf dein komplettes gerÀt gewÀhrt hast :-).

ich habe sÀmtliche deiner daten kopiert und gespeichert und einige screenshots
gemacht.

du willst sicher nicht das deine perversen Neigungen (Internetseiten) und private daten (z.B Fotos) etc.
an deine Freunde, Verwandte und dein Arbeitgeber gesendet werden und weiter veröffentlich werden.

fĂŒr meinen aufwand hĂ€tte ich gerne 250€ in Bitcoins, nach erhalten der Bitcoins versichere ich dir deine Daten zu löschen!

zeit gebe ich dir bis dienstag 12.02.2019.

wenn du nicht weisst wie man Bitcoins kauft helfe ich gerne:  https://anycoindirect.eu/de

die Bitcoin sendest du bitte an die Bitcoinadresse: 1gyBkJJU75rSEeauAw6hWoAzfibfrniAr

danke

Was haben wir hier und vor allem: Stammte die E-Mail von Facebook?

Nein, diese E-Mail stammte selbstverstĂ€ndlich nicht von Facebook, sondern von BetrĂŒgern, die sich als Facebook ausgeben!

BetrĂŒger versuchen abermals mit der sogenannten “Sextortion”-Masche Internetnutzer zu erpressen!

Aber auch die BetrĂŒger dĂŒrften mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht im Besitz von irgendwelchen Daten sein! Wir gehen davon aus, dass die Cyberkriminellen kein Material ĂŒber die jeweilige Person besitzen! Bis dato gab es nur einen Ă€hnlichen Fall, in dem ein Nutzer wirklich erpresst wurde. Wir haben hier darĂŒber berichtet.

Wenn ich bezahle, werde ich dann von den Erpressern nicht mehr belÀstigt?

Wir raten davon ab, bei solchen Betrugsmaschen den geforderten Betrag zu bezahlen!

Abgesehen davon, dass man sich auf das Wort eines Kriminellen nicht verlassen sollte, qualifiziert sich jeder Nutzer, der einer solchen Forderung nachgibt, als potentielles “Daueropfer”.

Das LKA Niedersachsen hat auch einige Links veröffentlicht, unter denen man selbst checken kann, ob die eigene Mailadresse in geleakten Datenbanken auftaucht:

Doch Vorsicht: Die Seiten erheben keinen Anspruch auf VollstÀndigkeit. Auch werden geleakte Datenbanken oftmals erst Monate oder sogar Jahre spÀter bekannt. Man kann sich daher leider nicht komplett in Sicherheit wiegen, wenn die eigene Mailadresse nicht in den Datenbanken auftaucht.

Ergebnis:

In den meisten FĂ€llen handelt es sich bei solchen E-Mails um reine Betrugsversuche, und der Erpresser befindet sich nicht im Besitz pikanten Videomaterials seines Opfers. Leider kann man diese Möglichkeit aber nie komplett ausschließen. Darum ist es sinnvoll, die Erpressung auf jeden Fall der Polizei zu melden!

Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Kamera seines GerÀts mit einem kleinen Sticker abkleben und ihn bei Bedarf entfernen. Ein guter Virenschutz sollte trotzdem eine hohe PrioritÀt haben.

Artikelbild: Shutterstock / Von El Nariz

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