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Das ist einer dieser E-Mails, die man so mit absolutem Kopfschütteln aufnehmen kann. “Alle toll, nur deins ist doof! Und nu´ klick da drauf!” Ernsthaft, das ist irgendwie so die Aussage einer Phishingmail, die sich als Mitteilung der Volksbank ausgibt.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Und nach all den vielen hochqualitativen Phishingmails der letzten Wochen ist es durchaus erfrischend gewesen, sich mal wieder eine wirklich schlechte Old School Phishingmail anzuschauen, die im Grunde gar nichts so richtig kann.

Wichtiger Hinweis: Erwähntes Unternehmen (Volksbank) hat mit der Betrugsmasche nichts zu tun. Sie selbst wurden hier Opfer, indem ihr Name missbräuchlich verwendet wird, um Nutzer in die Falle zu locken!

Das fängt alleine schon beim Betreff an, welcher “Neue Sicherheits, wir bitte um Ihre Mithilfe : 711197380261270” lautet. Ernsthaft, wir sind im Jahre 2017. Phishingmails haben überzeugende Titel wie “Bestätigung Ihrer Zahlung an Netflix” oder “Überprüfen Sie Ihre Kontoinformationen”. Aber Neue Sicherheits, wir bitte um Ihre Mithilfe” ist echt schon mäßig.

Ebenso glänzt der Inhalt mit einer erfrischenden Portion Selbstenthüllung. Er schreit förmlich “ich bin Phishing”:

Sehr geehrte [*** ***]

Alle Konten wurden aktualisiert. Ihr Konto ist gesperrt.

So bleibt es, dem Link zu folgen, um Ihr Konto zu reaktivieren:

Klick hier

Vielen Dank,

Und so ist es am Ende auch. Der “Klick hier” Verweis führt auf eine Webseite, vor der sogar Google Chrome ganze 4 Warnungen in knallrot vermeldet. Mit einem ebenso rotfarbenen “Schädlich” in der Browserzeile wird angemerkt, dass hier wohl was im Busch sein durfte.

Und nicht nur der Browser, sondern auch mein Kaspersky Internet Security versprüht einen Charme des Lächelns, als er mir verkündet: Jo, das ist eine Phishing-Webadresse. Lass ma´ gut sein. Hol dir ne Currywurst. Oder Chips. Oder geh spazieren, aber nicht auf diese Webseite.

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Ich habe mir echt die Mühe gemacht, alle möglichen Warnmeldungen wegzuklicken, diesen Dschungel an Gefahrenhinweisen zu entfernen, um am Ende doch noch endlich die Phishingfalle itself zu sehen. Und was soll ich sagen? Sie hat mich nicht enttäuscht!

Für eine Phishingfalle im Jahr 2017 wirklich angenehm “basic”. HTML 1993 lässt grüßen, die Seite tut sich hervor als wirklich schlechter Nachbau des echten Volksbank Onlinebanking. Eines der Formularfelder ist sogar noch mit der Angabe “BLZ” versehen (für die jüngeren Leser unter uns: das bedeutet “Bankleitzahl”. Wurde mittlerweile ersetzt und wird nicht mehr genutzt).

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Doch bei all der Häme und Freude über eine endlich mal wieder schwache Phishingmail dürfen wir nicht vergessen, dass fast alle aktuellen Phishingmails wesentlich gefährlicher sind und viele Menschen gerade deshalb auf Phishing hereinfallen, weil sie den Betrug gar nicht bemerken.

Daher warnen wir ganz klar:

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt. Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.