Neue Droge in Schulen?
Neue Droge in Schulen?
Kannst du uns einen kleinen Gefallen tun? Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und hilfreich findet, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben. Folgende Möglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady, via Banküberweisung

Und da haben wir sie wieder, die “NEUE DROGE IN SCHULEN”

- Sponsorenliebe | Werbung -

Auf Facbeook macht seit Mitte Juni 2018 abermals ein Statusbeitrag die Runde, der vielen Nutzern Angst macht. In einem Statusbeitrag heißt es, dass es eine neue Droge gebe, die sich “Erdbeere schnell” nennt. Sieht man sich den Beitrag genauer an, wird schnell klar, dass hier ein Text durch den “Google Translator” gejagt wurde.

image

Der Statusbeitrag als Wortlaut:

EILMELDUNG Neue Droge in Schulen … Bitte geben Sie dies weiter, auch wenn Sie keine Kinder in der Schule haben. Eltern sollten über diese Droge wissen. Dieses ist eine neue Droge, die als „Erdbeere schnell“ bekannt ist. Es gibt eine sehr beängstigende Sache, die in den Schulen jetzt gerade geschieht, dass wir uns alle bewusst sein müssen. Es gibt eine Art Kristallmethod, das herumgeht das sieht aus wie Erdbeer-Pop-Steine ​​(die Süßigkeiten, die brutzeln und in deinen Mund „knallen“). Es riecht auch nach Erdbeere und wird Kindern auf Schulhöfen ausgehändigt. Sie nennen es Erdbeere Meth oder Erdbeere schnell. Kinder nehmen dieses Denken auf, dass es Süßigkeiten ist und ins Krankenhaus in einem schrecklichen Zustand gebracht werden. Es kommt auch in Schokolade, Erdnussbutter, Cola, Kirsche, Traube und Orange.Bitte anweisen Sie Ihre Kinder nicht, Süßigkeiten von Fremden zu akzeptieren und sogar nicht akzeptieren Süßigkeiten, die so von einem Freund aussieht (wer kann es gegeben haben und glaubte es ist Candy) und alles, was sie haben, sofort zu einem Lehrer, Schulleiter, etc. zu bringen. Senden Sie diese E-Mail an so viele Menschen wie möglich (auch wenn sie keine Kinder haben), damit wir das Bewusstsein erhöhen und hoffentlich verhindern Sie Tragödien .. !!

Bitte teilen Sie mit MaXimum Bewusstsein, wie es wirklich hilfreich ist

Es ist nicht das erste Mal, dass wir über solche falschen Drogenwarnungen berichten!

Wie z.B. über diesen Fall:

image

Es handelt sich aber auch diesmal um einen Fake.

Ursprünglich wurde die Meldung im Februar 2018, via WhatsApp, in Brasilien und Spanien verbreitet, wo man auch das Bild sehr deutlich erkennen kann:

strawberry whatsapp - FAKENEWS: Nova droga está sendo dada a crianças na escola? Entenda caso

(Quelle) FAKENEWS: Nova droga está sendo dada a crianças na escola? Entenda caso

Die Webseite 24brasil.com hat ebenfalls darüber aufgeklärt, dass es sich um einen Fake handelt!

Begonnen hat alles in den USA im Jahre 2007

Der Inhalt ist seit mindestens 2007 im Umlauf und stellt eine Anhäufung von Halbwahrheiten dar.

Der Absender waren damals angeblich “Memorial Physican Services”, die jedoch darauf hin eine Stellungnahme veröffentlichten und bestätigten, dass dieses Schreiben ein Fake sei und es nicht von Ihnen stammte:

image

Warum also handelt es sich um eine urbane Legende?

Nun ja, es gab bis heute keine bestätigten Fälle, dass jemals ein Kind solche Ecstasy-Pillen in seiner Tüte gefunden und konsumiert hätte.

Davor zu warnen ist schon richtig, doch schürt das auch Panik bei besorgten Eltern und auch bei Menschen, die keine eigenen Kinder haben.

Der Wert dieser gezeigten Pillen soll bei ca. 350 Dollar liegen. Also rein vom logischen Standpunkt aus betrachtet:

Welcher Dealer würde Ecstasy im Wert von 350 Dollar an Kinder verschenken, nur damit diese an einer Überdosis sterben?

Aufklärung: JA !

Panikmache: NEIN!

Aufklärungsseiten zu diesem Thema gibt es im Internet sehr viele.

Wie z.B.

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady