Die Polizei Gotha informiert: Gerüchte zu angeblich entführten Kind entbehren jeder Grundlage

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Gamstädt – Landkreis Gotha (ots) – Von der Kripo Gotha wurden in dieser Woche Informationen geprüft, wonach am vergangenen Sonntag in Gamstädt ein Junge von einem Mann aus einem Pkw heraus angesprochen worden sein soll. Zwei Tage später wurde die Polizei hierzu vom Bürgermeister informiert.

Aufgrund der vorhandenen Informationen wurden umfangreiche Prüfungshandlungen eingeleitet und durchgeführt.

Ein 12-Jähriger Junge ist tatsächlich von einem Mann an einer Bushaltestelle angesprochen worden.

In dem Gespräch zwischen dem Mann und dem Jungen ging es um allgemeine Themen des Lebens. Nach Angaben des Jungen wurde von dem Mann angeboten, ihm Gamstädt zu zeigen. Diesen Vorschlag lehnte der Junge ab.

Gerüchteküche brodelt

Im Rahmen der Prüfungshandlungen der Kriminalpolizei Gotha wurde festgestellt, dass sich die Ausgangsinformationen des Jungen in der Gemeinde und in WhatsApp-Gruppen verselbständigt hatten.

So wurde zwischenzeitlich auch verbreitet, dass es einen ähnlichen Vorfall am darauffolgenden Montag mit einem Mädchen gegeben haben soll. Diese Information konnte durch die umfangreichen polizeilichen Ermittlungen nicht bestätigt werden.




Durch die Kriminalpolizei Gotha wird festgestellt, dass es das Ansprechen des Jungen gegeben hat. Die Relevanz dieses Geschehens wird derzeit noch geprüft. Der Sachverhalt mit dem Mädchen existiert bisher nur als Gerücht.

Die Sorge der Eltern in den Kindereinrichtungen ist nachvollziehbar, jedoch werden durch die ungeprüfte Weiterleitung solcher Informationen in Sozialen Netzwerken und Informationsgruppen nur unnötig Ängste geschürt.

Bei Bekanntwerden von Vorfällen dieser Art sollte immer und zeitnah die Polizei informiert werden, um umgehend entsprechende Prüfungshandlungen einleiten zu können.

Die Polizei Thüringen rät ebenfalls auf der offiziellen Facebook-Seite: Verifizieren vor Spekulieren

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady