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emisoft Das Analyseteam des Anti-Virus Spezialisten Emsisoft hat unlängst herausgefunden, dass Betrüger
nicht nur mit der Verbreitung von Malware auf Facebook Geld verdienen. Auch betrügerische
Applikationen bauen auf die Gutgläubigkeit der Anwender.

Salzburg, März 2011 – Das beliebte soziale Netzwerk Facebook steht bei online Betrügern weiter
hoch im Kurs. Neben dort zur Verbreitung ausgesetzter Trojaner und anderer Malware werden nun
auch eigens entwickelte Facebook Apps eingesetzt, um persönliche Daten der Anwender in Bargeld
umzuwandeln.

Fake Applikation zeigt enorme Besucherzahlen an. 

„Meine Facebook Seite wurde mehr als 15.000 mal besucht!“ – wer diese Aussage liest, hat vermutlich ein Opfer der neuesten Betrugsmasche auf Facebook vor sich. Ursache ist eine Applikation, die vorgibt, Besucherzahlen anzeigen zu können. Die Verbreitung findet ganz klassisch über die Pinnwand von Freunden statt: mit Meldungen wie dieser werden dank Schneeballsystem
schnell tausende potenzielle Opfer erreicht.

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Die hier vorliegende Scam Applikation heißt „List your stalkers“ und verspricht, detaillierte Statistiken über die Besucher der eigenen Seite anzuzeigen. Natürlich werden Scam Applikationen nach Bekanntwerden seitens Facebook gelöscht. Allerdings werden die Autoren nicht müde, immer wieder neue Anwendungen mit alternierenden Namen zu erstellen.

Wie die Betrüger damit an Geld kommen

Im Gegensatz zu beispielsweise Rogue Antispyware, wo der betroffene Anwender direkt Geld zahlen soll und sein Computer mit Malware infiziert ist, liegt hier eine indirekte Einnahmequelle vor.
Zunächst erhält die Applikation Zugriffserlaubnis auf persönliche Daten wie Wohnort, Alter, oder den Familienstand. Inkludiert ist auch das für die weitere Verbreitung relevante Recht, Nachrichten auf der Pinnwand zu posten.

Der Trick liegt hier im speziellen bei einem Survey, also einer Umfrage bei der „Installation“ der Fake Applikation. Die Umfrage unter dem dubiosen Vorwand, die Online Identität zu sichern und vor Spam zu schützen, ist kommerzieller Natur: sprich die Autoren erhalten Geld für jeden komplett ausgefüllten Survey in Verbindung mit den demographischen Daten.

Christian Mairoll, Geschäftsführer von Emsisoft:

„Eine direkte Gefahr für die Sicherheit des Computers besteht nicht. Dennoch ist der Identitätsraub kritisch und hinterlässt bei Betroffenen ein sehr ungutes Gefühl. Nutzer von Facebook sollten bei dubiosen Nachrichten und Angeboten immer skeptisch sein. Hier speziell sollte man wissen, dass Facebook allgemein keine Applikationen zulässt, die erweiterte Besucherstatistiken bieten.“

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