Für 49 Prozent der Nutzer gehören persönliche Fotos wie Selfies oder Aufnahmen ihrer Kinder und Partner zu den wertvollsten Daten, die sie auf dem Smartphone gespeichert haben. Gleichzeitig würden sie persönliche Fotos für 10,37 Euro wieder von ihrem Gerät löschen.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Kaspersky-Studie zeigt hohen Wert von Erinnerungsfotos. Nutzer würden Fotos aber auch für etwa zehn Euro wieder löschen.

Das zeigt eine internationale Studie von Kaspersky Lab über digitale Nutzungsgewohnheiten [1].

imageDigitale Werte scheinen hoch im Kurs der Nutzer zu liegen. So zeigte die Befragung von Kaspersky Lab anhand verschiedener Szenarien, dass der Verlust oder Diebstahl des Smartphones und der darauf gespeicherten Fotos einen besorgniserregenderen Zustand darstellt, als eine mögliche Erkrankung eines Familienmitglieds, die Trennung vom Lebensparther, Familienstreitigkeiten oder Autounfälle.

Die Umfrage zeigt generell: Viele Befragte schätzen den emotionalen Wert der digitalen Erinnerungen wohl deshalb so hoch ein, weil sie nicht ersetzbar sind. 45 Prozent gaben das in Bezug auf ihre Reiseerinnerungen, 44 Prozent für Fotos ihrer Kinder und 40 Prozent für Fotos von sich selbst an.

Digitale Daten: emotional, aber nicht materiell wertvoll

Ein neben der Umfrage zusammen mit der Universität Würzburg durchgeführtes Experiment zeigt aber auch: Nutzer würden die emotional wertvollen Daten auf ihrem Smartphone gegen die Zahlung eines geringen Geldbetrags wieder löschen: Fotos für 10,37 Euro, Kontaktinformationen für 11,89 Euro und Finanz- und Zahlungsdetails für 13,33 Euro.

Es sind gerade die emotional wertvollen Erinnerungen, die als erstes gegen Geld eingetauscht würden. So standen Fotos von Freunden und Familie, persönliche Dokumente und Fotos von sich selbst an der Spitze der Inhalte, auf die die Teilnehmer des Experiments hätten verzichten wollen.

„Obwohl die Menschen glauben, sie wüssten um den Wert ihrer Daten Bescheid, spiegelt sich die emotionale Wertschätzung nicht im alltäglichen Handeln wider“, sagt dazu Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab.

„Einerseits können Nutzer sehr genau zwischen wichtigen und unwichtigeren Daten auf ihrem Smartphone unterscheiden: es sind die digitalen Erinnerungen, deren Verlust für sie äußerst tragisch wäre. Andererseits sind sie sich über den Wert dieser Daten im Unklaren, sonst würden sie sie nicht gegen geringe Geldsummen eintauschen wollen. Was uns emotional bedeutend erscheint, können wir nur schwer in materielle Werte fassen. Wir bräuchten jemand, der uns aktiv an den wahren Wert der Daten erinnert, die wir preisgeben oder löschen wollen.“

[1] Für die Studie „Risking data heartache: it hurts to lose the data you love“ wurden Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt. So wurde im Auftrag von Kaspersky Lab im Januar 2017 von Toluna eine Online-Studie durchgeführt, bei der 16.250 Anwender über 16 Jahre aus 17 Ländern zu ihren Gewohnheiten befragt wurden. Um weltweit repräsentative und konsistente Ergebnisse zu erhalten, wurden die Daten gewichtet und gleichmäßig auf beide Geschlechter verteilt. Daneben wurden für die Studie auch die Ergebnisse eines praxisnahen, im Auftrag von Kaspersky Lab im Jahr 2017 durchgeführten Experiments in Zusammenarbeit mit Medienpsychologen der Universität Würzburg sowie Daten des cloudbasierten Kaspersky Security Network (KSN) herangezogen.  Mehr zur Kaspersky-Studie „Risking data heartache: it hurts to lose the data you love“ ist unter https://blog.kaspersky.com/my-precious-data-report-two/14550/ zu finden.

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