Vorsicht! Im Moment erhalten Internetnutzer gehäuft E-Mails, in denen ein bestimmter Betrag gefordert wird, da man im Besitz eines pikanten Videos sei!

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Uns erreichten mehrere Anfragen zu einem sehr dubiosen E-Mail:

Heute bekam ich diese email ohne Anhang:

Absender:
vh

Betreff:
Yоur соmputеr hаs а gооd саmеrа, I hаvе yоur phоtоs.

Text:
Hello
Dо not mind оn my illitеrасy, I аm from China.

I uрlоadеd thе maliciоus рrоgram оn your systеm.
Sinсе thаt mоment I рilfеrеd аll privy bаckgrоund frоm yоur systеm. Аdditiоnаlly I havе somе morе соmрrоmising evidеnсе. The mоst intеrеsting evidenсе thаt I stоlе- its а videоtаpe with yоur masturbatiоn. I adjustеd virus оn а pоrn web sitе аnd аftеr yоu loadеd it. Whеn yоu dесidеd with thе video аnd tаррed on a plаy buttоn, my dеlеtеrious sоft at оnсе sеt uр on your systеm. Аftеr аdjusting, yоur саmerа shооt thе vidеotаре with yоu sеlf-abusing, in аddition it sаved рrесisеly the роrn vidео you mаsturbаtеd оn. In nеxt fеw dаys my mаlwаrе сollеctеd аll yоur sоcial аnd wоrk соntacts.

If you want to dеlеte the rеcords- pay mе 333 еuro in BTС(cryрtocurrеncy).
I рrovide you my Btc numbеr – 1Cot7RaTfFQyeJ2yj5bxUsSX2zBf131Umo
You hаve 24 hours aftеr rеading. Whеn I get trаnsfer I will destrоy the vidеotapе evеrmоrе.
Othеr way I will send thе taре tо аll your сolleagues and friеnds.

Es ist nicht das erste Mal, dass unbekannte Cyberkriminelle mit dieser Masche an das Geld von Internetnutzern kommen wollen. Immer wieder wird behauptet, man habe einen Trojaner bzw. eine Spionage Software auf dem Computer des Opfers installiert und hätte Aufnahmen des Opfers beim Masturbieren angefertigt. Man solle einen bestimmten Betrag bezahlen, damit der Angreifer das Video löscht – ob er das wirklich tut oder weiterhin das Opfer erpressen wird, ist bei solchen Attacken nie sicher zu sagen.

Erst vor kurzem kursierten E-Mails dieser Art auch auf Deutsch, doch egal in welcher Sprache – man sollte der Forderung auf gar keinen Fall nachkommen!

Haben diese Betrüger wirklich Videoaufnahmen von mir?

Im Falle der aktuellen Erpressungsversuche per E-Mail kann leider nicht eindeutig bewiesen werden, ob die Erpresser wirklich im Besitz von Videomaterial der Opfer sind oder nicht. Wir gehen davon aus, dass die Cyberkriminellen kein Videomaterial besitzen. Bis dato gab es nur einen ähnlichen Fall, wo ein Nutzer wirklich erpresst wurde. Wir haben hier darüber berichtet.

Auch kann eine Infizierung mit Schadsoftware nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch unseriöser Webseiten kann es immer wieder passieren, dass man sich Malware einfängt. Ein guter Virenschutz schützt Nutzer vor dieser potentiellen Gefahr.

Trotzdem nicht bezahlen?

Wir raten davon ab, bei solchen Betrugsmaschen den geforderten Betrag zu bezahlen!

Abgesehen davon, dass man sich auf das Wort eines Kriminellen nicht verlassen sollte, qualifiziert sich jeder Nutzer, der einer solchen Forderung nachgibt, als potentielles “Daueropfer”. Sinnvoller ist es, derartige E-Mails und andere Erpressungsversuche umgehend bei der nächsten Polizeidienststelle oder online zu melden.

Sextortion

Es beginnt scheinbar harmlos: Nutzer/innen werden in Sozialen Netzwerken, wie z.B. Facebook oder WhatsApp, von attraktiven Unbekannten angeflirtet. Nach einem kurzen Chat folgt bald die Einladung, in einen Video-Chat wie z.B. Skype zu wechseln.

Dort angekommen, beginnt das mysteriöse Gegenüber in der Regel sofort, sich auszuziehen und lasziv zu posieren. Die ahnungslosen User/innen werden aufgefordert, sich ebenfalls nackt zu zeigen und / oder sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen.

Kommen diese der Aufforderung nach, folgt bald die Ernüchterung: Der oder die Chatpartner/in nimmt kurz nach dem Chat wieder Kontakt auf und teilt dem Opfer mit, dass das delikate Video mitgeschnitten wurde bzw. Screenshots angefertigt wurden. Nun verlangen die Betrüger/innen Geldzahlungen und drohen, andernfalls die Aufnahmen zu veröffentlichen. Diese Betrugsmasche wird „Sextortion“ genannt, eine Wortkombination aus „Sex“ und „Extortion“  (engl. „Erpressung“).

In der Regel drohen die Erpresser/innen, die delikaten Videos oder Nacktfotos in Sozialen Netzwerken zu veröffentlichen oder direkt an die Freund/innen der Betroffenen zu schicken. Häufig werden Mitschnitte aus dem Video-Chat auch auf Video-Plattformen wie YouTube hochgeladen – vorerst als „privates“ Video. Im Titel und in der Videobeschreibung fügen die Betrüger/innen so viele Informationen über das Opfer ein, wie nur möglich. Wird der private Link an das Opfer geschickt, erhöht das natürlich den Druck. Dabei machen die Täter/innen auch keineswegs vor Minderjährigen Halt – zu den bisher betroffenen zählen Erwachsene ebenso wie Jugendliche.

Es sind vor allem Männer, die von vermeintlich jungen Damen in Sozialen Netzwerken kontaktiert und zu einem Flirt im Chat überredet werden. Woran viele in dieser Situation nicht denken: Auch ein vermeintlich privater Chat ist kein geschützter Raum! Die Täter/innen nutzen die Angst und Scham der Opfer als Druckmittel, um ihre Geldforderungen durchzusetzen. Manchmal dienen die intimen Videoaufnahmen auch dazu, die Betroffenen im Internet zu diffamieren und fertig zu machen (Cyber-Mobbing). Im Netz verstecken sich die Betrüger/innen hinter falschen Identitäten und zeigen sich zu keinem Zeitpunkt des Video-Chats selbst. Die aufreizenden Bilder bzw. Videos stammen meist von anderen Websites und werden im Chat nur eingespielt.

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