Die Elektriker-Anzeigen sind oftmals Abzocke

Elektriker: Abzocker-Anzeigen auf Google

Von | 18. Oktober 2019, 9:55

Wenn zu Hause der Strom ausfällt, verschafft oft nur eine Fachkraft Abhilfe. Die Suche über Google am Smartphone liegt dabei natürlich nahe.

Doch Vorsicht: Die Gefahr, über die Anzeigen auf unseriöse Angebote zu stoßen, ist hoch! Opfer landen beispielsweise auf elektriker-mg. at, elektriker-dienst. at oder elektriker.24std. expert, wo die großen Versprechen in schlechter Arbeit zu horrenden Preisen münden.

Kommen Sie in die unangenehme Lage, die ein Stromausfall mit sich bringt, nehmen Sie sich vor betrügerischen Angeboten in Acht! Immer wieder erreichen uns Meldungen von Personen, die eines der ersten Ergebnisse beim Googeln nach Begriffen wie „Elektriker Wien“ aufgerufen und die Dienste anschließend in Anspruch genommen haben. Die günstigen und unglaublich kundenfreundlichen Angebote stellen sich kurz darauf aber als Reinfall heraus. Die Dienstleistungen werden mangelhaft erbracht, sie kosten ein Vielfaches der auf der Website genannten Preise und eine Zahlung muss in bar erfolgen. Das Geld ist in aller Regel verloren, denn eine Kontaktaufnahme ist einzig und allein über die Telefonnummern auf den Websites möglich. Ein Impressum sucht man vergeblich.

Werbeschaltungen unseriöser Dienste auf Google

Elektriker-Anzeigen auf Google

Screenshot: Watchlist Internet, Die ersten drei Anzeigen führten in dem Test zu betrügerischen Websites

Wenn Sie beispielsweise nach Ihrem Wohngebiet und „Elektriker“ auf Google suchen, ist die Wahrscheinlichkeit auf ein betrügerisches Angebot zu stoßen, hoch. Wir haben zahlreiche Begriffskombinationen ausprobiert und sind dabei jedes Mal auch auf unseriöse Angebote in den Anzeigen gestoßen. Im Beispiel am Bild sehen Sie die Ergebnisse bei der Suche nach „Elektriker Niederösterreich“. Die ersten drei Suchergebnisse leiten auf elektriker-mg.at, elektriker-dienst.at und elektriker.24std.expert weiter. Alle drei Angebote sind unseriös!

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Wieso sollten Sie die Angebote nicht beauftragen?

Die Websites von elektriker-mg. at, elektriker-dienst. at und elektriker.24std. expert sehen auf den ersten Blick ansprechend aus. Darüber hinaus werben sie mit äußerst günstigen Pauschalpreisen, kurzen Anfahrtszeiten und Zahlung per Bankomat- oder Kreditkarte. Zum Teil geben sich die Unternehmen sogar als „WKO-geprüft“ aus, doch derartige Behauptungen sind hier frei erfunden.

Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass kein Impressum auf den Websites zu finden ist. Außer einer Telefonnummer für den Auftrag gibt es weder weitere Kontaktinformationen noch sonst irgendwelche Möglichkeiten, herauszufinden, mit wem Sie es zu tun haben.

Bei einem Auftrag folgt schnell das böse Erwachen, denn meist dauert die Ankunft länger als vereinbart, die Leistungen werden mangelhaft erbracht und die Zahlung muss plötzlich sofort in bar erfolgen. Spätere Reklamationen sind meist unmöglich, da keine Kontaktmöglichkeit besteht.

Tipps für den Notfall!

  • Egal ob Stromausfall, Rohrbruch oder das Verlieren Ihres Schlüssels: All das kommt oft zum ungelegensten Zeitpunkt. Sorgen Sie daher für Notsituationen vor, indem Sie die Nummern seriöser Fachkräfte in Ihrem Telefon einspeichern.
  • Müssen Sie doch über Ihre Suchmaschine nach Dienstleistungen suchen, ist es unter Umständen ratsam, die als solche markierten Anzeigen zu vermeiden und die weiter unten aufgelisteten Ergebnisse zu durchsuchen.
  • Wird Ihnen auf der Website versprochen, dass Sie auch mit Karte zahlen können oder dass Fixpreise anfallen, verlangen Sie dies auch vor Ort. Bestehen Sie auf den Ihnen gemachten Versprechen.
  • Kommt es zu Drohungen, weil Sie beispielsweise plötzliche Wucherpreise nicht in bar bezahlen wollen oder können, kann es ratsam sein, die Polizei zu verständigen.
Bei dem Inhalt handelt es sich um einen Artikel unseres Partners Watchlist Internet
Artikelbild: Shutterstock / Von welcomia

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