Eiter, Ekel, Fleisch! Es macht mal wieder ein Bild auf Facebook die Runde, dass mit Wucht auf die menschliche Ekelgrenze zielt. Ein Stück Fleisch Knochen und aus dem Rückgrat quillt eine grünliche Flüssigkeit.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

image

Beschriftet ist es mit:

Nur keine Angst, der aufgeplatzte Eiter-Abszess wird abgewaschen, bevor es als Kotelett in den Verkauf kommt… Guten Appetit!

Zugegeben, da kommt der Magen durchaus ins Rotieren, aber wir wären ja nicht wir, wenn wir uns nicht der Herausforderung stellen und versuchen würden das Ganze näher zu ergründen.

Zunächst können wir die deutschen Verbraucher soweit beruhigen, das Bild stammt augenscheinlich aus einem Facebookpost aus Amerika erstellt im Jahr 2014.

Dieser bezog sich damals auf eine Regelung für die Fleischverarbeitung in den USA aus dem Jahr 2000.


SPONSORED AD


Das Foto selber gibt allerdings Rätsel auf, die einen vermuten eine gestellte Szene, in der ein „Künstler“ etwas Sauce Béarnaise beigefügt hat, um den Effekt zu erzielen.

Andere meinen es könnte sich um die Aufnahme eines Tieres mit einem Spinalabszess sein. Diese werden in der Regel aussortiert, allerdings meldete der Kommentar auf „Snopes“, dass während seiner Zeit in der Fleischindustrie einige dieser Stücke „übersehen“ wurden.

Die Regelungen in Europa sind ungleich strenger, jedoch vermutlich kann man auch bei uns nicht alles ausschließen – Thema schwarze Schafe und schnelles Geld. Quelle: Snopes.com


Nachtrag: Ein User hat diesen Artikel gelesen und hat uns dazu folgenden Hinweis übersendet, welchen wir an dieser Stelle veröffentlichen dürfen:

Bei dem Bild handelt es sich tatsächlich um einen Abszess. Diese Art von Abszess liegt oft im tieferen Gewebe. Die Färbung des Eiter entsteht durch die Art der Bakterien.

Es handelt sich meistens um Fäkalbakterien. Diese gelangen durch unsachgemäße Impfung der Schlachttiere, mit einer unsauberen Nadel und schlechter Desinfektion der Impfstelle.

In dem euch vorliegenden Bild ist ein sehr großer Abszess zu sehen. Und ja diese Art von Abszess findet man häufiger auf Schlachthöfen bzw Zerlegebetrieben.

Jedoch wird es zumeist aussortiert und fachgerecht entsorgt. Jedoch besteht leider immer ein Risiko, dass ein unzerlegtes Stück Fleisch in den Handel kommt. Und so beim Endverbraucher landet.

Mir persönlich ist es auch schon mal passiert, bei einem Stück Schweinefilet. Dies wurde tiefgekühlt von mir eingekauft.

Äußerlich war das Fleisch vollkommen in Ordnung erst beim aufschneiden kam der Abszess zum Vorschein.

Der Hersteller war ein sehr namenhafter in Deutschland. Und Vorwürfe könnte man diesem ja auch nicht machen, da man jedes stück Fleisch röntgen müsste um so etwas auszuschließen.

Falls man leider so ein Stück Fleisch kauft reicht ein Anruf beim Hersteller um sein Geld zurück zu bekommen. Ich rate aber immer von Panikmache ab, da die Natur nun einmal so ist und in unserer Hochindustrie solche Dinge unvermeidlich sind.

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady