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Früher spielte man mit Freunden “Flaschendrehen” oder “Pflicht, Wahl oder Wahrheit”. Kein Problem, denn man kannte sich ja schließlich. Das ist im digitalen Zeitalter bei weitem nicht mehr so.

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Wie auf ‘Onlinewarnungen’ berichtet, gibt es immer wieder Fälle, in denen WhatsApp-Spiele wie zum Beispiel “Sag mir einen Buchstaben von A bis Z” missbraucht werden, um Sexting, Mobbing oder Erpressungen auszuüben.

Vor allem Jugendliche und Kinder sollten besonders achtsam sein, mit wem sie solche Spiele spielen.

“Pflicht, Wahl oder Wahrheit” reloaded

“Wähle ein Tier”, “Sag mir, wie viel % Akku du hast”, “1 bis 19” und “Sag mir einen Buchstaben von A bis Z” – alle diese Spiele sind nur auf WhatsApp gängig, sondern auch in anderen Messengern zu finden.

Sie alle funktionieren nach dem gleichen Prinzip:

Grundlage ist das allseits bekannte und beliebte Partyspiel “Pflicht oder Wahrheit”.

Nachdem man einen Begriff gewählt hat, erhält man eine Aufgabe. Dies kann eine zu beantwortende Frage oder eine auszuführende Handlung sein.

Dabei wird nach der Erfüllung der Aufgabe abgewechselt.

Im Internet findet man verschiedene, vorgefertigte Fragenkataloge. Man kann sich jedoch auch eigene Aufgabenstellungen überlegen. Und auch hier liegt der Hund begraben.

Risiken und Gefahren

Gerade Kinder und Jugendliche sammeln WhatsApp-Freunde wie Strandmuscheln.

Viele davon kennen sie nicht einmal persönlich oder besonders gut. Gespielt wird trotzdem.

Eines der größten Risiken von solchen Spielen ist die Möglichkeit von Sexting und späterem Sextortion (wir berichteten: Sextortion).

Fragen nach der Körbchengröße oder Penislänge sind ebenso unangebracht, wie die Aufforderung nach einem Unterhosenfoto oder Oben-Ohne-Bild.

Manche Aufgaben sind auch strafbar, wie z.B. das Posten von Statusmeldungen, die gegen das Gesetz verstoßen.

So kann ein “Du musst ‘I love Hitler’ als Statusmeldung posten” strafrechtliche Folgen haben und unter anderem zu Geldbußen führen.

Möglichkeiten, sich abzusichern

  • 3 Joker vereinbaren, mit denen man die Fragen tauschen kann. Sind diese aufgebraucht, ist das Spiel beendet.
  • Ein fest definierter Fragenkatalog hilft dabei Tabu-Fragen nicht zu verwenden.
  • auf Anfragen dieser Art gar nicht erst eingehen, wenn der Mitspieler wenig bis nicht bekannt ist

Quelle: Onlinewarnungen