Bist Du heute auch schon über dieses Bild gestolpert? Hat es jemand aus Deinem Freundeskreis bei Facebook auch hochgeladen?

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Wenn dem so ist, dann nimmt diese Person ebenfalls an einer Protestaktion teil. Ziel ist abermals Facebooks verhalten in Bezug auf Nacktheit – und Hetze begleitet von dem Hashtag #nippelstatthetze.

NippelStattHetze-1
(Bild mit freundlicher Genehmigung von Olli Waldhauer)

Denn was ursprünglich als grafische Aktion mit künstlerischen Wert erschaffen wurde, war tatsächlich nach nur kurzer Zeit von Facebook verschwunden.

Experiment gelungen?!

Das Bild war ganze 21 Minuten auf dem Facebookprofil des Urhebers zu sehen, danach griff Facebook ein und entfernte es.

Der Urheber berichtet auf seinem Facebookprofil:

Nippel Statt Hetze.
Da wir nach nur 21 Minuten gemeldet worden sind, hier ein Link um das Bild herunterzuladen in High Quality. Bitte nicht verändern oder croppen.
Runterladen und Flagge zeigen. Danke.

Fehler, Gruppe existiert nicht! Überprüfen Sie Ihre Syntax! (ID: 1)

Die Frage ist nun: warum wurde dieses Bild entfernt? Welches Kriterium war ausschlaggebend für eine Entfernung des Bildes aus dem sozialen Netzwerk? Waren es die Brüste oder das Schild mit der Botschaft “Kaufft (sic) nicht bei Kanaken!” 

Wir lösen auf

Es mag auch nicht wirklich überraschend sein: Facebook stößt sich weiterhin primär an Nacktheit:

We removed content because itdoes´nt follow the Facebook Community Standards regarding nudity.

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

So manch ein Mathematiker mag sich nun “Quod erat demonstrandum” in den Bart nuscheln, aber auch hier war die Botschaft, welche an den sog. Judenboykott des NS-Regimes angelehnt ist, nicht das ausschlaggebende Argument.

Experimente mit Nippeln und NS-Regime

Diese Art von Darstellung ist nicht neu, aber zeigt abermals, dass die große politische Empörung und auch ein Treffen zwischen Merkel und Zuckerberg nur wenig geändert hat. Zuvor hat auch bereits das Satiremagazin extra3 einen sehr ähnlichen Test durchgeführt, welcher als #Titlergate bekannt wurde.

Abschließender Hinweis!

Das Bild des Fotografen Olli Waldhauer steht nun öffentlich zum Download und darf ohne Veränderung in jeglicher Art frei auf Facebook neu hochgeladen werden. Damit zeigen nun viele Nutzer ihren Anteil an der Protestaktion, begeben sich jedoch gleichzeitig in das Risiko, eine temporäre Sperre auf Facebook zu bekommen. Diese kann, je nach Facebooks “Vorstrafenregister” unterschiedlich ausfallen.

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An dieser Stelle bedanken wir uns für die freundliche Nutzungsgenehmigung des Bildes bei Olli Waldhauer.

Models: Leila Lowfire & Matthias Weidenhöfer
Hair & MakeUp: Sarah Bleszynski
Photo by Olli Waldhauer

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