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Es gibt wohl kein Kind, welches sich noch nicht mit seiner Barbie-Puppe unterhalten hat.

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Bisher liefen diese Gespräche immer sehr einseitig ab, jedoch hat die Spielzeugfirma Mattel am 14. Februar 2015 nun eine Barbie vorgestellt, bei der bei vielen Menschen die Alarmglocken schrillen, u.a. bei RTL Punkt 12

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Der Wortlaut der Statusmeldung:

„Bald kommt eine neue Barbie auf den Markt, die mit den Mädchen spricht. Sie hört alles (!), was im Kinderzimmer gesprochen wird, das dann automatisch an einen Server geschickt wird. Wir findet ihr das? Und kennt ihr schon interaktives Spielzeug, das im Kinderzimmer mithört?“

Leider fand sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes keinerlei weitere Infos dazu auf den Seiten von Punkt 12, dementsprechend blüht auch die Fantasie der Kommentatoren, die der NSA schon vorwerfen, nun auch Kinder abhören zu wollen.

Lassen wir mal die Kirche im Dorf bzw. die Barbie im Puppenhaus.

Ja, diese Barbie wurde von Mattel in Kooperation mit dem Startup-Unternehmen ToyTalk entwickelt. Diese Barbie verbindet sich mittels WLAN mit dem Internet und kann interaktive Gespräche führen.

Doch hört sie nun alles mit und speichert es auf einem Server?

Uns tun ja schon die Server leid und noch mehr die vermeintlichen NSA-Mitarbeiter, welche als Strafmaßnahmen dazu abkommandiert werden, Gebrabbel aus dem Kinderzimmer nach Terrorinformationen abzuhören. Dem ist aber glücklicherweise nicht so!
Kennen Sie „Siri“ oder „Cortana“? Das sind die Spracherkennungssysteme im iPhone und in Windows 10. Und genau nach demselben System funktioniert dann auch „Hello Barbie“.

Es wäre der Overkill für jede Spracherkennungssoftware, nun jedes Wort mithören und erkennen zu müssen, besonders wenn es sich dabei um nuschelnde Kinder handelt, weswegen auch diese Barbie erst einmal den Befehl braucht, mitzuhören. Im Falle dieser Barbie ist dies ein Knopf am Bauch, der gedrückt werden muss, um sie auch zuhören zu lassen (funktioniert das eigentlich auch bei echten Menschen?).

Es wird also nicht alles mitgehört, sondern Barbie muss wie Siri und Co erst einmal lernen, mit dem Kind zu kommunizieren und hört auch nur auf Knopfdruck zu. Und ohne WLAN-Empfang bleibt auch Barbie stumm.

Wir gruseln uns ein wenig davor, abends in das Zimmer der Tochter zu schleichen, um das Licht auszuschalten und dann von einer Barbie angeflüstert zu werden.

Glücklicherweise bleibt das nur ein Alptraum; ein mitten in der Nacht losquasselndes Furby hat den Autor schon genug Nerven gekostet.

Autor: Ralf, mimikama.at

Quellen: