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Berlin – In dem Ermittlungsverfahren zur Aufklärung des Einbruchdiebstahls in das Bode-Museum haben heute seit den frühen Morgenstunden rund 300 Polizeibeamte, darunter Spezialeinsatzkräfte, im Auftrag der Staatsanwaltschaft vier Haftbefehle und über 20 Durchsuchungsbeschlüsse im Berliner Stadtgebiet vollstreckt.

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Die aufgrund bereits vorliegender Haftbefehle verhafteten Beschuldigten im Alter von 18, 19 und 20 Jahren sind dringend verdächtigt, sich mit weiteren Beschuldigten zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben, um fortgesetzt Einbruchsdiebstähle zu begehen.

Im Rahmen dieser Bandenabrede sollen sie am 27. März 2017 zwischen 3.20 Uhr und 3.50 Uhr in das zuvor von ihnen ausgekundschaftete Bode-Museum eingebrochen sein.

Dort sollen sie aus der Münzausstellung die Münze „Big Maple Leaf“ im Goldverkaufswert 3,75 Mio. Euro aus einer Glasvitrine entfernt und mittels eines Rollbretts, einer Schubkarre und eines Seils zu einem im Monbijou-Park wartenden Fluchtfahrzeug verbracht und abtransportiert haben, um die Münze plangemäß für eigene Zwecke zu verwenden.

Bei den noch andauernden Durchsuchungen wurden bislang vier scharfe Schusswaffen, Bargeld in niedriger sechsstelliger Höhe, Bekleidung, Schuhe und fünf Fahrzeuge beschlagnahmt.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizeipräsident Berlin



Berlin – Nach dem Einbruch in das Bode-Museum am 27. März dieses Jahres sucht die Polizei mit Bildern aus Überwachungskameras nach den Tätern.

Die Abgebildeten wurden gefilmt, als sie in der Tatnacht gegen 3 Uhr den Bahnsteig des S-Bahnhofs Hackescher Markt betraten. Anschließend gingen sie über die Bahngleise, auf denen zu dem Zeitpunkt kein Zugverkehr herrschte, in Richtung Monbijoupark/James-Simon-Park zum Museum. Neben weiteren Tatwerkzeugen ließen sie nach der Tat auch ein Seil zurück.

Die Polizei fragt:

  • Wer kann Hinweise zur Identität der Gesuchten geben?
  • Wer hat in der Tatnacht gegen 3 Uhr verdächtige Beobachtungen im Bereich des S-Bahnhofs Hackescher Markt und dem Monbijoupark/James-Simon-Park gemacht, die in Zusammenhang mit den Tätern und/oder der Tat stehen könnten?
  • Wer kann Angaben zu abgebildeten Tatwerkzeugen machen oder kennt Personen, die solche erworben bzw. besessen haben und bei denen diese nun fehlen?
  • Die Axt stammt von der Baumarktkette „Obi“; wer kann Angaben zu Käufern oder Besitzern einer solchen Axt machen?
  • Wem sind die Goldmünze oder größere Goldmengen, auch in ungewöhnlicher Form, angeboten worden?

Für Hinweise zur Gewinnung von Beweismitteln, durch die der oder die Täter überführt werden kann/können, hat die Staatsanwaltschaft Berlin eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro (Fünftausend Euro) ausgelobt.

Die Belohnung ist ausschließlich für Personen aus der Bevölkerung bestimmt, nicht für solche, zu deren Berufspflichten die Verfolgung von Straftaten gehört. Personen, die an der Tat beteiligt waren, sind von einer Zuteilung der Belohnung ausgeschlossen. Die Verteilung der Belohnung findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt.

Hinweise, die ggf. auch vertraulich behandelt werden können, nimmt das Kommissariat für Kunstdelikte am Tempelhofer Damm 12 in 12101 Berlin unter der Telefonnummer (030) 4664 – 944 400, per E-Mail oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.