Betrüger erpressen mit „Masturbationsvideo”. Bitte nicht zahlen!

Eine auf Englisch verfasste Mail versetzt ihre Empfänger in Angst und Schrecken: Du wurdest beim Schauen von Pornos im Internet auf einer Seite beobachtet und zwar über die Webcam deines Rechners! Die E-Mail behauptet, dass dein Rechner gehackt wurde und somit der Zugriff auf deine Kamera möglich gewesen ist. Und nun wurdest du beim Masturbieren erwischt. Was kann man dagegen tun? Naja, um eine Veröffentlichung dieses Videos zu vermeiden, solle man 315 € in Form von Bitcoins zahlen.

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Es handelt sich dabei um die folgende Mail, wir sagen an dieser Stelle: NICHT zahlen! Es handelt sich bei dieser E-Mail um einen Betrugsversuch.

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Bereits im September 2017 hat die Polizei Niedersachsen auf ihrem Portal „Ratgeber Internet” vor dieser Art E-Mails gewarnt.

Erpressermail fordert zur Bitcoin-Zahlung auf

Die Polizei Niedersachsen hat mehrere E-Mails vorliegen, die vom Inhalt der Aussagen identisch sind, sich jedoch im Betreff und in der Bitcoin-Adresse unterscheiden.  So beschreibt die Polizei bestimmte Textbausteine als fixe Merkmale:

  • „You have been warned many times”
  • “Anyone can make a mistake”
  • “I clarified everything in the letter”
  • “Take it as a lesson and live on”

Nach Angaben der Polizei Niedersachsen unterscheiden sich auch die Absenderadressen. Wichtig auch: Es werden weder der Name des Empfängers noch irgendwelche Details, wie z.B. die angeblich benutzte Pornoseite, genannt.

Wir stimmen der Polizei an dieser Stelle zu, dass diese Mails massenhaft verschickt wurden und der Täter so hofft, dass er auf jemanden trifft, der sich zuvor tatsächlich Pornos auf einem Endgerät angeschaut hat und dadurch das Gefühl bekommt, bezahlen zu müssen.

Leisten Sie keine Zahlungen und nehmen Sie keinen Kontakt zu den Tätern auf. Sollten in der Mail irgendwelche Dateien angehängt oder Links inbegriffen sein (bisher nicht der Fall), so öffnen Sie diese nicht.

Vergleiche: Polizei Niedersachsen

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