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Eine Spam-Welle überrollt seit 2 Tagen die Postfächer vieler Internetuser. Ein- oder mehrere Internetbetrüger bieten im Moment etliche Millionen von E-Mailadressen mit den Endungen wie gmx.de, t-online.de, web.de, freenet.de, yahoo.de, hotmail.com, googlemail.de und gmail.com.

Nimmt man mit dem Absender Kontakt auf, dann bekommt man auch eine Antwort. Zeigt man Interesse an den Adressen, dann möchte der / die Internetbetrüger wissen, wie viele Adressen man kaufen möchte. Auch verlangt der / die Internetbetrüger die Postadresse des Users, damit er diesem eine CD mit den Daten zusenden kann.

Selbstverständlich scheint es bei diesem Betrug, dass die CD erst dann versendet wird, wenn der User das Geld bezahlt hat.

Dem User werden folgende Zahlungsmöglichkeiten angeboten: Banküberweisung, PayPal, Bitcoin, Webmoney.

So sieht die E-Mail aus:

image

Die E-Mail im Wortlaut:

Von: Thomas Weber [mailto:[email protected]]
Gesendet: Sonntag, 11. Mai 2014 22:08
An: XXXXXXXXXXXXX
Betreff: Email Adressen zu verkaufen
Wichtigkeit: Hoch

Guten Tag,

Falls Sie auf der Suche nach neuen Email-Adressen aus Deutschland sind dann sind Sie bei mir genau richtig.

Preis pro eine Million Email-Adressen 800 Euro

Ich kann Ihnen folgendes anbieten:

5,5 Millionen @gmx.de Emails.
5,8 Millionen @t-online.de Emails.
3,4 Millionen @web.de Emails.
1,2 Millionen @freenet.de Emails.
3,8 Millionen @yahoo.de Emails.
3,2 Millionen @hotmail.com Emails.
3,6 Millionen @googlemail.de / gmail.com Emails.
6,8 Millionen @.de Emails (verschiedene)

Die Emails sind alle geprüft und zu 100% gültig (Keine Bounces)

Preis für alle Email-Adressen 8000 Euro

Falls Sie Interesse haben können Sie mich kontaktieren.

ICQ: 686026527
Jabber: [email protected]
E-Mail: [email protected]

Zeigt man Interesse an den Adressen, dann bekommt man folgende E-Mail:

image

Was steckt hinter dieser Masche?

Abgesehen davon, dass dies eine SPAM-MAIL ist und das dieses Unseriös ist, vermuten wir, dass sich dahinter ein “Vorschussbetrug” handelt. Wir glauben auch nicht, dass der / die Betrüger eine DatenCD versenden. Wahrscheinlich wird dieser zwar ein paar Adressen haben, damit er diese ggf. herzeigen kann, aber mit Sicherheit hat der / die Internetbetrüger keine Millionen von Mailadressen.

Was ist ein “Vorschussbetrug”?

Der Vorschussbetrug ist die kriminologische Bezeichnung für eine Unterart des Betrugs in Deutschland (§ 263 Strafgesetzbuch) und Österreich (§ 146 ff. StGB). Die Empfänger werden unter Vorspiegelung falscher Tatsachen (vgl. Social Engineering) dazu bewegt, an Schneeballsystemen teilzunehmen oder in Erwartung zugesagter Vermittlungsprovisionen gegenüber den Absendern (den Betrügern) finanziell in Vorleistung zu treten.

Sollten die echte Mailadressen sein, dann werden sich alle genannten E-Mailanbieter, wie in der Mail angegeben, mit diesem dubiosen Angebot mit Sicherheit beschäftigen und auch die Polizei wird notwendige Schritte einleiten.

Ob ein Zusammenhang mit den Fällen von millionenfachem Datendiebstahl besteht, über die wir Anfang April 2014 berichtet haben, ist im Moment unklar.

Die Verbraucherzentrale Sachsen hat soeben auch einen Pressetext versendet. Hier wird wiederum von einer möglichen Schadsoftware gesprochen. Dies konnten wir aber bei unserer Recherche nicht feststellen!

Eine Million E-Mail-Adressen für 800 Euro

Verbraucherzentrale Sachsen informiert über aktuelle Spam-Masche „Email Adressen zu verkaufen“

Eine regelrechte Welle von Spam-Mails überrollte am vergangenen Wochenende die E-Mail-Briefkästen vieler Sachsen. Der Absender der Nachricht bietet E-Mail-Adressen zum Verkauf, die pro einer Million Adressen 800 Euro kosten sollen. Erschreckend ist insbesondere, dass es sich bei den genannten um E-Mail-Adressen von weit verbreiteten Anbietern wie t-online, web.de, hotmail, yahoo oder gmx.de handeln soll.

„Unabhängig davon, ob hier tatsächlich Adressen verkauft werden sollen, handelt es sich um unerlaubte Spam-E-Mails“, informiert Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Bei den momentan versendeten E-Mails geht es vermutlich wie bei den meisten Spams um die Sammlung weiterer Daten oder die Einbringung von Schadsoftware auf den PCs der Empfänger.

„Keinesfalls sollte man auf die E-Mail antworten, auch nicht etwa, um seinem Ärger darüber Luft zu machen“, warnt Henschler. Denn allein eine solche Antwort verschafft dem Versender die Information, dass es die Empfängeradresse tatsächlich gibt und damit die Möglichkeit, diese einmal mehr zu missbrauchen. Generell gilt außerdem, in verdächtigen E-Mails enthaltende Links niemals zu betätigen. Unverzichtbar beim Schutz vor Schadsoftware sind schließlich Virenprogramme, die jeweils auf dem aktuellsten Stand sein sollten. Wer versehentlich einen Link oder Anhang einer Phishing-Mail geöffnet hat, sollte sofort einen Virensuchlauf starten.

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