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Eine Pressemeldung über einen Mann, der von einem Eichhörnchen verfolgt wurde, welches nicht mehr von ihm ablassen wollte, sorgte nicht nur für Erheiterung, sondern auch für eine Menge Anfragen bei uns.

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Die Meldung im Wortlaut:

Karlsruhe (ots) – „Hilfe, ich werde von einem Eichhörnchen verfolgt!“ Eventuell mit diesen Worten richtete sich am Donnerstag, gegen 8:00 Uhr früh, ein Mann an den Karlsruher Polizeinotruf. Die Beamten zögerten nicht lange und schickten eine Streife in die Erzbergerstraße, um der Sache nachzugehen.

Tatsächlich trafen die Polizisten dort auf den Mann, der von dem hartnäckigen kleinen Geschöpf verfolgt wurde. Während die Beamten des Polizeireviers Karlsruhe-Marktplatz sich vor Ort ein Bild von der Situation machten, sorgte das Eichhörnchen offenbar für jede Menge Spaß und Begeisterung. Dies belegt ein Auszug aus dem Protokoll: „Eichhörnchen wird neues Maskottchen, wurde getauft auf den Namen: Karl-Friedrich.“ Gefolgt von der Nachricht: „Das Eichhörnchen ist aufgrund des Schreckens eingeschlafen.“

„Karl-Friedrich“ wurde in polizeilicher Obhut auf das Revier verbracht. Dort kümmerte man sich sofort um eine Unterkunft für das kleine Eichhörnchen, welches offenbar auf der Suche nach einem neuen Zuhause war. Das Tier befindet sich mittlerweile in einer Auffangstation und wird bestens umsorgt.

Christina Krenz, Pressestelle

Polizeipräsidium Karlsruhe
Telefon: 0721 666 1111
E-Mail: [email protected]
http://www.polizei-bw.de/

(Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110972/4030738)

Nutzer wollten von uns wissen, ob das wirklich sein kann: Ein kleines Eichhörnchen, welches einen Menschen so unnachgiebig verfolgt? Genau das richtige Thema für Anke, unsere Tierärztin im Team, die sich besonders mit diesem Thema gut auskennt.

Unsere Tierärztin über Eichhörnchen

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, ja das stimmt so!

Eichhörnchenkinder, die aus dem Kobel gefallen sind oder Hilfe brauchen, laufen dem Menschen oft hinterher und klettern auch gerne man an den Hosenbeinen hoch.

Diese Tiere brauchen immer Hilfe und zwar profesionelle, denn Eichhörnchen sind zwar unfassbar niedlich, aber auch sehr aufwändig zu behandeln, daher muss man sich bitte stets an Fachleute wenden!

Eichörnchenkinder lassen sich meist einfach hochnehmen. Das das ist auch völlig in Ordnung, denn die Mütter nehmen sie auch danach wieder an.

Eichhörnchen haben keine Tollwut oder anderer übertragbare Krankheiten, und selbst die Flöhe bleiben ganz treu bei den kleinen Strolchen.

Woher ich das weiß?

In meiner Praxis ziehen wir schon seit Jahren kleine Eichhörnchen aus solchen Notsituationen groß.

Ganz, ganz wichtig ist es aber, dass man sich stets professionelle Hilfe sucht, denn die meisten Tiere versterben, weil erst Laien versucht haben die Tiere zu „pflegen“, und das geht fast immer schief!

Denn z.B. können Eichhörnchen noch nicht selbstständig Urin ablassen, dabei muss man ihnen helfen, denn sonst kann es zu einem Blasenhochstand kommen, der die Atmung des Tieres beeinträchtigt und woran es auch sterben kann.

Bitte den Tieren keine Milch geben, sondern nur Flüssigkeit, denn auch das kann tödlich enden.

Bitte lassen sie kleine Eichhörnchen nicht einfach liegen, sondern beobachten sie, ob die Mutter oder Geschwister in der Nähe sind.

Rufen Sie im Zweifel den Eichhörnchen-Notruf (0700 – 200 200 12) an und holen sie sich dort Hilfe.

Eichhörnchen brauchen unsere Hilfe und sind als Jungtier in einer solchen Situation auch auf diese angewiesen, aber sie bleiben stets ein Wildtier und glauben sie mir: Ein kleines Eichhörnchen kann eine ganze Wohnung fachgerecht zerlegen, was dann nicht immer ein Spaß ist.

In unserer Praxis und vielen anderen Pflegestationen werden die Jungtiere dann fachgerecht aufgezogen und im Anschluss wieder ausgewildert.

Beim Eichhörnchen-Notruf findet man auch die wichtigsten Regeln zur ersten Hilfe, welche wir hier noch einmal aufgeführt haben:

Autorin: Anke M., Mimikama.at

 

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