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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Im Moment bekommen wir sehr viele Anfragen von Internetusern, die uns um Hilfe bitten. Sie haben von Tropmi Payment GmbH eine E-Mail erhalten. In dieser werden sie aufgefordert einen offenen Betrag zu begleichen,

Im Betreff steht: Ihre Rechnung für das 2. Vertragsjahr

Die E-Mail sieht so aus:

 image

Die E-Mail in Textform:

RECHNUNG
Kundennummer: XXX
Rechnungsnummer: XXX vom 31.01.2014

Sehr geehrte Frau XXXXXXXX,

seit dem 24.01.2009 haben Sie Zugriff auf www.opendownload.de, die Premium-Datenbank
mit redaktioniell aufbereiteten Informationen.

Wichtig:
Ihre Rechnung im Original und Ihre Anmelde- und Zugangsdaten sowie weitere Informationen
rund um Ihren Vertrag haben wir für Sie zusammen gestellt.

Diese finden Sie auf der Seite:
http://www.tropmi.de/pdf/rechnung/2/Deutschland-XXXXXXXXXXXXXXXXXXX.pdf

Die vertraglich vereinbarte Nutzungsgebühr für das zweite und zugleich letzte Vertragsjahr, die uns
von der bisherigen Anspruchsinhaberin zum Einzug im eigenen Namen und auf eigene Rechnung
abgetreten wurde, dürfen wir Ihnen heute wie folgt in Rechnung stellen:

Für das zweite und letzte Vertragsjahr steht derzeit
ein Betrag in Höhe von 96,00 EUR offen.

Bitte überweisen Sie den oben genannten Restbetrag bis zum 10.02.2014 unter Angabe der
Kundennummer XXX schuldbefreiend auf das nachfolgend genannte Konto
der Inside Heute GmbH**.

Bankverbindung:

Kontoinhaber: Inside Heute GmbH
Kontonummer: 438801604
Bankleitzahl: 50010060
Kreditinstitut: Postbank Frankfurt
IBAN: DE70500100600438801604
BIC: PBNKDEFFXXX

Sollten Sie den Gesamtbetrag nicht innerhalb der oben gesetzten Frist bezahlen, können Mahn- und
weitere Mehrkosten auf Sie zukommen.

Kontakt:
Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass aufgrund von Spam-Attacken eine Antwort
oder Rückfrage nur über unser Kontaktformular auf der Seite
http://www.support-online-center.com getätigt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Tropmi Payment GmbH
– Debitorenbuchhaltung –

Tropmi Payment GmbH
Geschwister-Scholl-Straße 4
D-65428 Rüsselsheim

AG Darmstadt, HRB 91564
Geschäftsführer: Andreas Schmidtlein

Telefon:
+49 180 588 204 486*
(Fragen zu Ihrem Vertrag können ausschließlich nur über
Fax oder unser Kontaktformular entgegen genommen werden)

Telefax:
+49 180 588 204 487*
*Festnetz 14 Cent/Min., Mobilfunk max. 42 Cent/Min.

** Die Inside Heute GmbH ist ein mit der Tropmi Payment GmbH im Sinne
von § 15 AKtG verbundenes Unternehmen, das grm. § 2 Abs. 3 Nr. 6 RDG
zur Erbringung von Inkassodienstleistung berechtigt ist und an die wir die
gegenständliche Forderung zum Einzug abgetreten haben.

Die Rechnung sieht so aus:

image

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.

Wir von mimikama.at / ZDDK haben mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. Kontakt aufgenommen.

Nach unsere Anfrage zu o.a. E-Mail haben wir folgende Antwort bekommen:

Auszug:

Vielen Dank für Ihre Nachricht an die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Immer wieder wenden sich viele Verbraucher mit ähnlichen Anfragen an uns. Wir informieren bereits aktiv und verstärkt über solche E-Mails.

Vermutlich soll mit diesen Mails überprüft werden, ob Ihre Emailadresse tatsächlich existiert, um Sie dann möglicherweise künftig mit weiteren Emails zu belästigen. Weitere Informationen zu Spammails finden Sie auch auf unserer Internetseite unter

http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/UNIQ133051701105449/spam#arten oder http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/phishing-radar.

Bezüglich der Nachricht die Sie erhalten dürfen wir Sie auch auf http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/Internetfalle-top-of-software-geht-in-neue-Runde-Forderungen-von-Tropmi-Payment-und-aninos-Anwaltsinkasso-genau-pruefen-1 verweisen.

An dieser Stelle möchten wir Sie auch vor anderen Spammails warnen, die vermeintlich von bekannten Firmen oder gar falschen Rechtsanwälten stammen und eine zip-Datei im Anhang haben. Auch wenn sich diese E-Mails auf den ersten Blick oft  kaum von Originalschreiben der angegebenen Unternehmen  unterscheiden, stammen diese E-Mails in der Regel nicht von den Unternehmen selbst. Als Absenderadressen sind zumeist Privat-Adressen angegeben.

Mit dieser Art von E-Mail  soll Schadsoftware auf Ihrem Rechner installiert werden. Das schädigende Programm (ein sogenannter Trojaner) verbirgt sich in der Zip-Datei im Anhang der E-Mail. Mittels sogenannter Trojaner-Software können Kriminelle einen Rechner fernsteuern, Daten verschlüsseln oder Daten ausspähen. Sollten Sie einmal eine solche Email erhalten, raten wir grundsätzlich davon ab, die Zip-Datei im Anhang zu öffnen. Es ist das Beste, sie sofort zu löschen.

Vorbeugend sollten Sie darauf achten, Ihr Anti-Virenschutzprogramm sowie die andere von Ihnen eingesetzte Software durch regelmäßige Updates auf dem aktuellen Stand zu halten.

Wir raten generell davon ab, auf Spammails zu antworten, da in der Regel eine solche Forderung nicht existiert. Sollten Sie jedoch tatsächlich ein aktueller Kunde des betreffenden Firma sein und könnte die Möglichkeit bestehen, dass tatsächlich eine solche Forderung offen ist, raten wir Ihnen in Ausnahmefällen diese Forderungen schriftlich auf dem Postweg  zu bestreiten und Nachweise über den angeblichen Vertragsabschluss anzufordern.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf eine Pressemeldung auf unserer Homepage:

http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/der-phantasie-sind-keine-grenzen-gesetzt

Die Verbraucherzentrale ist nicht in der Lage, die Absender der Emails zu überprüfen und zu belangen.

Presseinformation der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.

Internetfalle top-of-software geht in neue Runde
Forderungen von Tropmi Payment und aninos Anwaltsinkasso genau prüfen

Viele Internetnutzer bekommen derzeit fragwürdige Rechnungen oder Mahnungen der Firmen „Tropmi Payment“ oder „aninos Anwaltsinkasso Osnabrück“ in Höhe von 96, 00 Euro. Begründung: Sie hätten sich vor zwei Jahren auf der Seite top-of-software.de angemeldet. Bereits seit 2010 erreichen die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz häufig Beschwerden über diese Internetseite und untergeschobene Abonnements. Wer sicher ist, keinen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen zu haben, sollte die Rechnung zunächst nicht bezahlen und die Forderung schriftlich bestreiten, so der Rat der Verbraucherschützer. Musterschreiben zum ersten Bestreiten der Forderung finden Betroffene auf der Internetseite der Verbraucherzentrale unter www.vz-rlp.de/musterbriefe.

Zum Hintergrund:

Ursprünglicher Betreiber der Seite top-of-software.de war die Firma Antassia GmbH mit Sitz in Mainz. Das Unternehmen bat Internetnutzer massenweise für ein 2-Jahres-Abonnement zur Kasse, welches sie angeblich durch Registrierung auf der Seite geschlossen hatten. Viele Nutzer wurden durch Werbung auf die Seite geleitet. Die Kosten des Angebotes waren nur verschleiert dargestellt. Wer seine Daten eingegeben hatte, um sich kostenlose Software herunter zu laden, bekam wenig später eine Rechnung in Höhe von 96,00 Euro für das erste Vertragsjahr. Wer die Rechnungen nicht bezahlte, wurde mit Mahnungen unter Druck gesetzt.

Wer auch auf die Mahnungen hin nicht bezahlte, erhielt in der Vergangenheit Post von Rechtsanwalt Olaf Tank aus Osnabrück, der von Antassia beauftragt worden war. Der Verbraucherzentrale Bundesver-band ist erfolgreich gegen die Fa. Antassia GmbH vorgegangen. Das Unternehmen hatte sich in einer Unterlassungserklärung verpflichtet, den Hinweis auf die Kosten künftig deutlich zu gestalten. Die Antassia GmbH hat jedoch anscheinend alle angeblich bestehenden Ansprüche aus ihren alten Verfahren an den neuen Seitenbetreiber, an das Unternehmen Content Services Limited, abgetreten.

Offensichtlich hat die Firma Content Services Limited wiederum die Tropmi Payment GmbH ermächtigt, die zweifelhaften Forderungen für das vermeintlich bestellte zweite Vertragsjahr im eigenen Namen einzuziehen. Aktuell verschickt die Firma massenweise Rechnungen und Mahnungen in Höhe von 96,00 Euro für das zweite Vertragsjahr. Wer auch bei der Forderung dieses Unternehmens standhaft bleibt und keine Zahlung leistet, erhält kurz später Post von aninos Anwaltsinkasso Osnabrück. Ob das Unternehmen Tropmi Payment GmbH versuchen wird, seine angeblichen Forderungen gerichtlich durchzusetzen, kann derzeit nicht beurteilt werden.

Dieses Beispiel macht einmal mehr deutlich, wie wichtig eine Bestätigung des Verbrauchers beim Vertragsabschluss von Internetgeschäf-ten ist. Lange forderten die Verbraucherzentralen die Einführung dieser sogenannten „Button-Lösung“. Mit ihr soll verhindert werden, dass Verbraucher im Internet über entstehende Kosten getäuscht werden. Am 2. März hat der Bundestag endlich mit großer Mehrheit ein Gesetz gegen Kostenfallen und Abofallen im Internet beschlossen. Im Kern verpflichtet die Neuregelung Unternehmen, den Anmeldebutton unmissverständlich mit einem deutlichen Hinweis auf entstehende Kosten zu versehen. Anbieter, die einem Verbraucher Kosten für einen angeblich im Internet abgeschlossenen Vertrag in Rechnung stellen, müssen künftig beweisen, dass dieser ausdrücklich seine Zahlungsbereitschaft erklärt hat. Diese Regelung wird frühestens im Juni in Kraft treten.

Wer Opfer einer Internetabzocke wurde und Beratung oder Unterstüt-zung benötigt, kann sich an die örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale wenden. Die Beratung erfolgt nach Terminverein-barung. Telefonisch berät die Verbraucherzentrale montags, dienstags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr an ihrem landesweiten Rechtsbe-ratungstelefon unter der Rufnummer 09001 7780804 (1,50 Euro pro Minute aus dem Netz der Deutschen Telekom, Mobilfunkpreise können abweichen). Mit den Telefongebühren sind die Kosten für die Beratung beglichen.

VZ-RLP

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.