Florian Aigner, Physiker und Wissenschaftserklärer, der sich nur allzu gerne mit Pseudowissenschaften auseinandersetzt, schreibt in einer Kolumne auf Futurezone.at über die Aufmerksamkeits-Ökonomie in Social Media.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Leseempfehlung! Aigner schreibt ganz deutlich: wir widmen den falschen Menschen zu viel Aufmerksamkeit. Anstatt uns mit klugen Inhalten zu beschäftigen, werde skandalöse, dramatische und dumme Inhalte bevorzugt. Musik, Literatur und guter Journalismus stünde in seinen Augen in krassem Kontrast zu Fail, Videos, Beautytipps und billiger Hetze.

Das Überangebot von Informationen führt seiner Ansicht nach dazu, dass wir am Ende nicht mehr erkennen können, welche Inhalte relevant sind, und welche uns nur verdummen.

Brot und Spiele

Wir können durchaus zustimmen: Menschen wollen falsche Inhalte vermitteln, Menschen wollen falsche Inhalte konsumieren. Es geht nicht darum, ob es stimmt, was gesagt wird, sondern ob man es hören will. Und ob es unterhält. Falschmeldungen oder gefühlte Skandalwahrheiten haben nicht nur einen höheren Unterhaltungswert, sondern auch eine wesentlich höhere und schnellere Reichweite. Ein Debunking, so wie wir es auf unseren Webseiten betreiben, ist nur in begrenztem Umfang erfolgreich. Daher legen auch wir den Schwerpunkt immer mehr auf digitale Medienbildung. Menschen beibringen, wie man mit Social Media umgeht. Wie funktioniert Social Media, worauf muss ich achten? Was ist mein “Digitales Ich”? Wie entstehen Inhalte, wie funktionieren diese.

Das Problem sind wir. Wir, die am Ende alles haben wollen, die alles machen wollen, aber am Ende nicht für unser Handels einstehen wollen. Wir, die nur das wissen wollen, was uns empört, nur das konsumieren, was einen Thrill beinhaltet. Wir müssen umdenken, wir müssen unseren Konsumhaushalt auf den Prüfstand legen.

Wollen wir verdummt werden, weil wir dummen Inhalten zu viel Aufmerksamkeit schenken?

Macht dumme Menschen nicht berühmt! Die wichtigste Währung unserer Zeit ist Aufmerksamkeit. Wir widmen sie den falschen Leuten”. sagt Aigner. Weiterlesen auf Futurezone.at

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady