Uns erreichen Anfragen, ob ein Artikel auf Spiegel online einen wahren Hintergrund hat.

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In dem Spiegel Artikel geht es um einen speziellen Drink in einem Hotel in Dawson/Kanada. Dabei handelt es sich um einen Drink, der mit einem amputierten Zeh serviert wird. Die Geschichte klingt so unwahrscheinlich, dass jeder Leser sich erst einmal zu recht fragt, ob es sich bei der Geschichte um Satire, oder eine urbane Legende handelt. Ausreichend Grund, dass wir uns mit dem Sourtoe Cocktail befassen, denn es ist weder Satire noch eine urbane Legende den Drink gibt es wirklich.

Bei dem Cocktail handelt es sich um einen Drink nach Wunsch garniert mit einem getrockneten und eingelegten menschlichen Zeh. Es ist aber längst nicht mehr der ursprüngliche erste Zeh mittlerweile ist es ein Spenderzeh (die Kneipe hat einige Zehen in Reserve).

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Etwas Geschichte

Die Geschichte des Sourtoe geht wie folgt, in den 1920ern verlor der Bergarbeiter Louie Liken durch Erfrierungen einen „Großen Onkel“ er konservierte ihn in einem Glas Alkohol und bewahrte ihn aus Sentimentalität in seiner Hütte auf.

Rund 50 Jahre später fand Captain Dick Stevenson das Glas mit dem konservierten Zeh und brachte ihn mit in den Sourdough Saloon und begann damit die Drinks derjenigen zu garnieren, die mutig genug waren sich an einen entsprechend garnierten Drink zu wagen – der Sourtoe Cocktail Club war geboren.

Der Überlieferung des Clubs zufolge überdauerte der erste Zeh aber nur sieben weitere Jahre, in diesem verflixten siebten Jahr 1980 versuchte sich ein Bergarbeiter namens Garry Younger am Sourtoe Rekord beim dreizehnten Glas kippte sein Stuhl und er fiel hinten über, dabei verschluckte er den Zeh.

Seit damals wurde der Bar sieben weitere Zehen gespendet.

  • 2 gespendet nach einer Amputation aufgrund eines inoperablen Hühnerauges (wie heißt es so schön? „Das Auge isst mit“!
  • 3 gespendet nach einer Erfrierung, er war auch noch versehentlich angeschwollen
  • 4 anonyme Spende, wurde später von einem Jäger gestohlen
  • 5 und 6 wurden von einem alten Mann vom Yokun gespendet, als Gegenleistung erhielten seine Pflegerinnen Freigetränke
  • 7 gespendet nach einer Diabetes Amputation
  • 8 (mein geheimer Favorit) wurde der Bar eingelegt in einem Glas Alkohol zugeschickt, anbei lag ein Brief „Trage niemals Sandalen mit offenen Zehen, wenn du Rasen mähst.“

Am 24. August 2013 bestellte ein Mann einen Sourtoe Shot, trank aus, schluckte den Zeh, bezahlte die 500$ Strafe und verließ umgehend die Bar. Das war das bislang erste und einzige Mal, dass ein Zeh absichtlich konsumiert wurde, als Folge dieses Vorfalls wurde die Strafe auf 2.500$ hoch gesetzt.

Die Regeln haben sich in den letzten 27 Jahren geändert. Mittlerweile gibt es den „Sourtoe“ mit jedem Getränk, aber die Regel ist jedes Mal die gleiche:

„You can drink it fast, you can drink it slow – but the lips have gotta touch  the toe.“

Quellen:

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