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Im Moment erreichen uns unzählige Anfragen zu zwei Beiträgen mit einem Bild, welches angeblich aus Dortmund stammen soll.

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Doch dem ist nicht so. Ein Elendsviertel, angeblich in Deutschland, genauer, Dortmund, im Jahre 2018. Es handelt sich um diese Statusbeiträge auf Facebook:

Bild 1:

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Bild 2:

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Wie der „Schöpfer“ zynisch anmerkt, bleiben die Bewohner „wenigstens“ von den gesundheitsgefährdenden Dieselabgasen verschont, die in Deutschland für Schlagzeilen sorgen (mimikama berichtete).

Befindet sich diese Wohnanlage wirklich in Dortmund, überhaupt in Deutschland?

Nein. Es handelt sich um eine Aufnahme aus den Slums des bulgarischen Stolipinovo.

Das Bild stellt den „Spielplatz“ einer Wohnsiedlung dar und erschien bereits im Jahre 2011.

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Zwei Reporter aus Dortmund und zwei Angestellte des Ordnungsamtes wollten die Lebensbedingungen der Roma im Elendsviertel Stolopinovo in Plowdiw in Bulgarien vor Ort untersuchen, wo bis zu 50.000 Roma unter derart menschenunwürdigen Bedingungen tatsächlich (über)leben müssen.

Wer in Stolipinovo wohnt, ist am unteren Ende der sozialen Leiter angekommen. Sie sind arbeitslos, haben kein Geld und vor allem – keine Perspektive. Die Analphabetismusrate ist enorm, Schulbildung gibt es nur für die besser gestellten. Die weitaus größte Volksgruppe unter diesen Ärmsten der Armen Europas stellen die Roma dar, von denen es manche aus dem Elend nach Deutschland, vor allem in den sozialen Brennpunkt „Dortmunder Nordstadt“ geschafft haben. Ihre Probleme allerdings sind ihnen dorthin gefolgt.

„Abends stehen auf dem Bürgersteig ganze Familien auf der Straße. Kinder toben bis spät in die Nacht. Als sich das Viertel nach dem Strukturwandel wirtschaftlich langsam wieder zu erholen begann, kam die nächste große Veränderungswelle. Mit der Aufnahme Bulgariens und Rumäniens in die EU im Jahr 2007 kamen Armutseinwanderer nach Dortmund, viele von ihnen Roma, die in ihrer Heimat am Rande der Gesellschaft lebten.“ (faz)

Quellen:

Autor: Dagmar K. mimikama.at

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