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Ein Hirschkalb mit zwei Köpfen? Zumindest sind die Fotos in diesem Artikel äußerst verblüffend anzusehen und durchaus nicht alltäglich.

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Zu diesem Bild kamen einige Anfragen, ob es sich um einen Fake handelt:

Quelle: heute

Der Faktencheck

Dieses Weißwedelhirschkalb wurde in Minnesota von Pilzsammlern im Wald gefunden. Untersuchungen an der Universität von Georgia ergaben, dass das Tier tot geboren wurde.

Eine Computertomographie ergab zwei völlig getrennte Halswirbelsäulen, die im Brustbereich zu einer Wirbelsäule verschmelzen.

Die Köpfe sind völlig unabhängig voneinander, aber es gibt nur vier Beine. Zwei Herzen und zwei Milzen waren angelegt aber nur ein Magen-Darm-Trakt.

Und ja, dieses Hirschkalb ist kein Fake. Es wurde tatsächlich gefunden!

Es handelt sich hierbei um eine unvollständige Trennung von eineiigen Zwillingen, sogenannte siamesischen Zwillingen.

Die Universität von Georgia hat die Bilder veröffentlicht, da diese Missbildung nur selten bei Wildtieren gefunden wird.

Diese Kalb (ein Junge) war leider nach der Geburt nicht lebensfähig, aber anhand der Lage, in der es gefunden wurde, zeigt sich, dass das Muttertier versucht hat, sich noch um das Kalb zu kümmern.

Bei Haussäugetieren findet man recht häufig siamesische Zwillinge und auch beim Menschen sind viel Fälle bekannt, bei Wildtieren ist das sehr selten zu sehen.

Das liegt zum einem daran, dass die Muttertiere die Geburt selten überleben und als Futter für Fressfeinde dienen, ebenso, wie geborene siamesische Zwillinge. Aber auch insgesamt scheint es da weniger die Veranlagung zu dieser Missbildung zu geben.

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Das Bekannteste menschliche siamesische Zwillingspaar mit einer sehr ähnlichen Ausprägung, sind die Zwillinge Brittany und Abigail Hensel, die mittlerweile 28 Jahre alt sind und sich ebenfalls einen Körper teilen. Bekannt wurden die beiden durch eine eigene Reality-Serie im Fernsehen, die die beiden jungen Frauen begleitet hat.

Fun-Fakt: auch Die Hensel-Zwillinge kommen aus Minnesota.

Ergebnis:

Also: Bei dem doppelköpfigen Bambi handelt es sich nicht um ein gruseliges Monster oder um einen Fake, sondern um ein sehr faszinierendes biologisch-genetisches Phänomen, das wir eigentlich alle kennen.

Autor: Anke M. – mimikama.at

Quellen:

University of Gerogia
Thieme
heute

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