In der letzten Woche kam es zu vier Angriffen mittels
In der letzten Woche kam es zu vier Angriffen mittels "Ransomware" auf Netzwerke von Firmen und Arztpraxen

Achtung vor Ransomware-Angriffe auf Unternehmen!

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In der letzten Woche kam es zu vier Angriffen mittels „Ransomware“ auf Netzwerke von Firmen und Arztpraxen in Stadt und Landkreis Kassel. In zwei Fällen öffneten Mitarbeiter eine angebliche Bewerbungsmail und starteten somit den Erpresservirus. In einem anderen Fall nutzte die Schadsoftware einen Fernwartungszugang, um das Computersystem zu infizieren. Ein größerer Schaden konnte zum Glück durch entsprechende Vorsorge der Unternehmen abgewendet werden. Unter anderem hatten sie fortlaufende Sicherungskopien ihrer Daten erstellt. Abgesehen von einem mehrstündigen Arbeitsaufwand blieb das Ausmaß des Schadens gering und die Betroffenen vor dem Totalverlust ihrer Daten bewahrt. Finanzielle Zahlungen an die Erpresser leistete keines der vier erpressten Unternehmen.

Die Ermittler des für Internetkriminalität zuständigen Zentralkommissariats 50 des Polizeipräsidiums Nordhessen raten zur Vorsicht beim Eingang von Bewerbungsmails oder Mails unbekannter Herkunft. Nach Möglichkeit sollten diese, bei unklarer Herkunft, auf einem nicht mit dem Firmennetz verbundenen PC geöffnet werden. Die Software der PC-Systeme sollte aktuell gehalten und Datensicherungen regelmäßig durchgeführt werden.

Risiko auch für Privatleute?

Aktuell sind Erpressermails im Umlauf, bei denen der Empfänger persönlich mit Namen angeschrieben wird. Es wird behauptet, „jemand Drittes“ habe die Täter beauftragt. Man würde über „Material“ / Informationen verfügen. Ziel sei es „Sie größtmöglichst zu schädigen […] Sowohl finanziell, physisch, als auch speziell emotional und sozial.“

Die Täter, die sich z.B. „NOCET“ nennen, versenden ausführliche Beschreibungen, wie der weitere Ablauf nun wäre. Es werden einem die Möglichkeiten der Bitcoinzahlung aufgezeigt, aber auch die Folgen, wenn keine Zahlung eingehen würde. Gegen einen Aufpreis würde man sogar den Namen des Auftraggebers bekommen…

Cybercrimemaschen sind vielfältig. Malware, Phishing, Ransomeware, Scareware, Social Engineering usw. sind Begriffe, die oftmals im Zusammenhang mit einer kriminellen Zielrichtung stehen: Abzocke!

Bitte seid in der virtuellen Internet- und E-Mailwelt genauso wachsam, wie im Straßenverkehr – Vermindert das Risiko einer Virusinfektion z.B. durch:

  • eine aktuelle Antivirensoftware und Firewall
  • regelmäßige und zeitnahe Software-/System-Updates und Datensicherungen
  • nutzt verschiedene Benutzerkonten – speziell für das Surfen im Internet
  • löscht verdächtige E-Mails und klickt keinesfalls auf beigefügte Links oder Anhänge
  • leitet keinesfalls infizierte E-Mails weiter
  • zahlt niemals (Löse-) Geld an die Täter. Es gibt keine Garantie, dass eure Daten wieder freigegeben werden oder Viren dadurch entfernt werden.
  • Wenn es zu einer Zahlung gekommen ist und ihr Opfer geworden seid, erstattet Anzeige bei eurer Polizei.
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