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Eine private Fahndungsmeldung verbreitet sich mal wieder, welche unter Tierfreunden für ziemliche Aufregung sorgt. Zu sehen sind zwei Teenager, welche scheinbar einen Babydelfin traktieren und quälen.

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Diese Meldung ist nun nicht zum ersten Mal bei Facebook aufgetaucht, jedoch ist sie im Moment wieder verstärkt im Newsstream zu finden.

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Die Kommentare unter dem geteilten Status fallen daraufhin auch dementsprechend deftig aus. Neu angestoßen hat die Suche eine Fanseite der amerikanischen Doku-Reihe „Whale Wars“, welche solchen Tiermisshandlungen nachspürt.

Tja… hätten sich diese Fans aber mal ein wenig besser informiert!

Denn mittlerweile ist längst alles über die Personen und die Ereignisse bekannt:
Im Januar 2014 verbrachten Judith U. und Jonathan R. aus Peru einen Urlaub am Strand von San Pedro in Peru. Dort fanden sie u.a. einen toten Babydelfin, welcher an den Strand gespült wurde. Wie Judith aussagte, habe sie noch nie einen Delfin aus der Nähe gesehen und beschloss deswegen, mit ihrem Freund und dem Delfin für Fotos zu posieren.

Man sollte allerdings, und das sollte man wissen, solche Fotos nicht unbedarft auf Facebook posten.

Mit einem toten Lebewesen „lustige“ Fotos zu machen ist zugegebenermaßen respektlos. Darüber alleine darf man sich schon aufregen. Nun haben wir hier allerdings auch eine private Fahndungsmeldung, welche ohnehin schon strafrechtlich relevant ist, ganz abgesehen davon, dass das Tier nicht durch die Handlungen der Teenager zu Tode kam, sondern bereits zusammen mit anderem toten Meeresgetier am Strand lag.

Seit März 2014 dreht nun also diese Suche nach den beiden Teenagern die Runde auf Facebook, und es wurde sogar eine Online-Petition gegen sie verfasst. Tierschützer laufen weiterhin Sturm und überschlagen sich mit Hass- und Morddrohungen in den Kommentaren. Doch helfen wird das niemandem.

Teilen sinnvoll?

Die Bilder sind bereits ein Jahr alt, die beiden Teenager sind namentlich bekannt, gaben der peruanischen Presse auch ein Interview über die Entstehung der Bilder und bedauern ihr Verhalten, strafrechtlich kann ihnen nichts nachgewiesen werden, der Delfin war bereits tot und wurde nicht etwa zu Tode gequält.
Ein Teilen dieser Statusmeldung ist also nicht nur sinnlos, sondern, wie oben erwähnt, auch strafrechtlich relevant, da dadurch die Persönlichkeitsrechte der Personen verletzt werden.

Update 26.08.2015

Abermals wurde das Foto auf Facebook veröffentlicht und innerhalb weniger Tage über 13.000mal geteilt 🙁

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Autor: Ralf, mimikama.at

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