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Was ist nur los zur Zeit? Jeden Tag brechen neue wahnwitzige Vorwürfe und Anschuldigungen durch die Netzwerke. Pseudobeweise für Verschwörungen und Kriegstreibereien. Immer neue Meldungen, einige sind dabei kaum greifbar und somit auch nicht zu beweisen – wie aber auch nicht von der Hand zu weisen.

Ein aktuelles Beispiel für Vorwürfe dieser Art ist ein Brief, welcher angeblich vom Axel Springer Verlag in geheimer Mission geschrieben worden sein soll.

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Der Inhalt dieses Schreibens klingt so unglaublich, dass er für viele Theoretiker schon wieder war ist. Fakt ist, wie bei jeder gut inszenierten Theorie: es lässt sich nicht beweisen. Aber auch nicht widerlegen. Was wir jedoch machen können, ist den Brief genauer anzuschauen.

Analyse einzelner Elemente

Und da wollen wir uns nicht mit Kleinigkeiten abgeben, sondern direkt einen großen Patzer präsentieren: Die Absender- und Kontaktdaten im Briefkopf. Wer merkt was?

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Na? Adresse aus Berlin – Telefonnummer aus Hamburg! Da hat wohl jemand beim Verfassen einfach irgendwelche Informationen zusammengegoogelt. Und an gleicher Stelle noch eine Anmerkung: Die Schriftformatierung ist an dieser Stelle stümperhaft und entspricht nicht der Formatierung, wie sie der Axel Springer Verlag nutzt.

Ein weiteres Element: Der Adressat!

Landtag
Mecklenburg-Vorpommern
Schloss Lennéstraße 1
19053 Schwerin

Keine Person? Das geheime Schreiben wird öffentlich diskutiert im Schloss? Das soll jeder für sich selbst beantworten.

Was soll also nun dieser Brief

Der Brief scheint ein Manipulationsmittel in der aktuellen “Pro/Contra Putin” Diskussion zu sein. Lars Wienand von der Rhein-Zeitung schreibt:

Zur Zielscheibe einer solchen Schmäh-Aktion dürfte der Verlag durch seine eindeutige Positionierung geworden sein: „Wann stoppt die Welt endlich Putin?“, hatte die „Bild“ am 21. Juli getitelt. Offenbar trauten deshalb auch Nutzer dem Verlag sogar zu, mit einem Heer verdeckter bezahlter Autoren kommentieren zu lassen – der Medienskandal überhaupt wäre perfekt.

( Zitat aus: Rhein-Zeitung vom 24.07.2014 )

Selbiger Autor sprach auch einen Verteiler bei Twitter dazu an, welcher sich unter dem Fragedruck sehr ausweichend verhielt.

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(Screenshot: Twitter)

Nachwort zu diesem Artikel

Wir von ZDDK/Mimikama.at werden derzeit täglich mit unzähligen Anfragen zu politisch motivierten Hetzvorwürfen konfrontiert. Sei es in der Nahost-Problematik mit verbundenem Antisemitismus, oder die Ukrainekrise. Bei all diesen vielen Anfragen verspürt man deutlich, dass bei vielen Verfassern und Urhebern der einzelnen Berichte, Bilder oder Videos eine starke “Kalte-Krieg” Mentalität vorherrscht, und dass von verschiedenen Seiten her Manipulationen betrieben werden. Jede Seite beschreibt die andere Seite als dumm, blind und verschlossen und versucht zu diffamieren.

Wozu?

Wir von ZDDK/Mimikama.at verhalten uns politisch neutral. Getroffene Aussagen über die Echtheit einzelner Fälle spiegelt in KEINSTER WEISE eine politische Intention des Vereins wider.

Autor: Andre, mimikama.at