Die potenzielle Opferzahl steigt kontinuierlich!

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen vor Betrug im Internet

Von | 2. Oktober 2018, 8:34

Jährlich wächst das Gefahrenpotenzial des Internets.

Ob Hackerangriffe via Facebook, Phishing-Mails, Fake-Gewinnspiele oder Abo-Fallen bei Filmportalen – die Welt der Cyberkriminalität ist im 21. Jahrhundert beängstigend facettenreich. Jeder kann zum Opfer werden und die Zielgruppe erweitert sich in jedem Jahr, denn auch immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen Smartphones, Tablets und Co. zum Surfen, Shoppen und Kommunizieren. Dadurch steigt die potenzielle Opferzahl kontinuierlich. Um sich vor Betrug im Internet zu schützen, existieren einige Schutzmaßnahmen, die jeder verinnerlichen und anwenden sollte.

Anti-Virenschutz und aufmerksames Surfen sind die Grundlagen

Heutzutage ist es schon fast unüblich, nicht alles online zu erledigen. Ob Shopping, Onlinebanking oder Filmabend – eigentlich passiert mittlerweile so gut wie alles im Internet. Verbraucher sind jederzeit und überall online. Dadurch haben Cyber-Kriminelle ein breites Angriffsspektrum. Während es in der Vergangenheit noch relativ unkompliziert war, Phishing anhand von Grammatik- und Rechtschreibfehlern zu erkennen, handeln die Kriminellen heute viel raffinierter. Aus diesem Grund gibt es beispielsweise zwei wichtige Grundlagen für die Umsetzung von Sicherheit im Internet.

Ohne einen Anti-Virenschutz ist es mittlerweile nicht mehr möglich, im Internet zu surfen. Daher zählt eine Firewall mit einem Anti-Virusprogramm zu den wichtigsten Schutz-Basics. Das Duo kümmert sich darum, dass schadhafte Anwendungen weder auf den Computer noch auf mobile Endgeräte wie Smartphone, Tablet und Co. zugreifen. Außerdem werden vermeintliche Gefahren dank dieser Schutz-Basics sofort gemeldet. Erkannte Gefahren wie virenverseuchte Websites oder Downloads sind in der Regel nicht einmal besuchbar, da hier das Programm sofort blockt. Regelmäßige Aktualisierungen sind ein Muss für jede Firewall sowie jeden Anti-Virenschutz.

Eine andere Grundlage für mehr Sicherheit im Internet ist eine Maßnahme, die jeder Verbraucher selbst umsetzen kann. Dabei handelt es sich um aufmerksames Surfen. Meldungen und Hinweise, die sich beim Öffnen einer Website aufbauen, gilt es stets sorgfältig zu lesen. Schnelles Weiter- oder Wegklicken führt häufig zu ernsten Problemen, wenn ein Verbraucher dadurch einem unbekannten Programm die Erlaubnis erteilt, sich auf PC, Laptop oder Smartphone zu installieren. Wer sich über die Grundlagen hinaus mit den Geheimnissen der EDV- und IT-Bereiche befassen möchte, dem seien Kurse und Schulungen empfohlen, um stets auf dem aktuellsten Stand der Technik zu sein. Dadurch ist es möglich, der ständigen Veränderung in diesen Bereichen Herr zu werden und sich Fachkenntnisse anzueignen.

Versicherungen gegen Internetbetrug abschließen sowie Vermögensschäden absichern

Aktuell sind Online-Betrügereien keine Seltenheit mehr. Die Gefahren lauern sowohl beim Kauf via Online-Händler als auch beim Öffnen von unbekannten E-Mails, die persönliche Daten klauen und auf Websites, die mit Falschmeldungen bezüglich vermeintlicher Computerprobleme gespickt sind. Das wissen inzwischen auch die Versicherungen, weshalb es bei der einen oder anderen möglich ist, eine besondere Klausel in der Hausratversicherung zum Online-Betrug festzuhalten. Dadurch sind Verbraucher in der Lage, verschiedene Vermögensschäden abzusichern. Insbesondere hinsichtlich der vielseitigen Nutzung von Onlinebanking ist dies ein effektiver Schutz, um im Fall der Fälle als Opfer nicht alles zu verlieren. Sinnvoll sind solche Versicherungen ebenfalls für die Geräte der Kinder. Im Gegensatz zu erfahrenen Internetnutzern, die sich mit dem hohen Gefahrenpotenzial auskennen, sind Kinder und Jugendliche leichtgläubiger und gehen weniger vorsichtig mit den eigenen Daten um.

Links weder im Messenger noch im E-Mail-Account folgen

Ein Thema, das in Zusammenhang mit Internetbetrug immer wieder aktuell ist, ist Phishing. Häufig tritt diese Online-Gefahr in Form einer Fake-Mail von einer bekannten Institution, eines Unternehmens oder eines Shops auf. Von Amazon über DHL bis hin zur Hausbank kann Phishing jede Gestalt annehmen. In der heutigen Zeit gehen die Cyber-Kriminellen aber noch weiter und nutzen die Weiten der sozialen Netzwerke, um hier Phishing mithilfe von YouTube-Links zu betreiben. Diese Masche funktioniert, weil die Täter mit viel Raffinesse vorgehen. Sie versenden die Links per Messenger eines Freundes des Opfers, welcher der Online-Betrügereien bereits selbst zum Opfer gefallen ist. So kommt die Nachricht äußerst glaubwürdig daher. Wer dem Link folgt, landet auf einer Login-Seite, wo die Zugangsdaten neu eingegeben werden müssen. Diese gehören im Anschluss dem Betrüger und das Opfer verliert seinen Account mit sämtlichen Daten und Fotos.

Um sich vor Phishing in jeglicher Form zu schützen, bleibt Nutzern nichts anderes übrig, als jede erhaltene Nachricht zu überprüfen – auch oder gerade von guten Freunden sowie Bekannten – und Links in keinem Fall blind zu folgen. Außerdem ist es im Allgemeinen sehr wichtig, die eigenen Passwörter regelmäßig zu ändern und niemals für mehrere Dienste ähnliche Zugangsdaten zu verwenden.

Abo-Fallen auf Filmportalen erkennen

Das digitale Zeitalter ist auch DAS Jahrhundert der Streaming-Dienste. Kein Wunder also, dass hier ein hohes Gefahrenpotenzial für Online-Betrug lauert. Aus diesem Grund warnt beispielsweise das europäische Verbraucherzentrum Österreich vor verschiedenen unseriösen Filmportalen. Bei Benutzung dieser Plattformen kommt es in der Regel zu den weit verbreiteten Abo-Fallen, die mit Zahlungsaufforderungen von Inkassobüros einhergehen. Die Betreiber handeln rechtswidrig, da die Verbraucher ohne Vorwarnung oder Information zu einem kostenpflichtigen Jahresabonnement verdonnert werden. Damit Film- und Serien-Liebhabern diesen Filmportal-Abos nicht zum Opfer fallen, ist es empfehlenswert, seriöse Streaming-Dienste wie Netflix und Co. stattdessen zu nutzen.

Einem Betrug beim Online-Shopping entgehen

Der Einkauf im Internet ist nicht nur bequem, sondern auch stressfrei. Überfüllte Geschäfte, lange Warteschlangen und Enttäuschung über nicht vorhandene Artikel gehören mit den zahlreichen Online-Shopping-Möglichkeiten schon längst der Vergangenheit an. Allerdings verbirgt sich beim Einkaufen im Internet auch eine große Gefahr, denn Verbraucher geben hier viele persönliche und empfindliche Daten an. Dadurch ist es den Tätern nicht nur möglich, an Kontoverbindungen und Passwörter, sondern auch an das Geld zu gelangen. Häufig erhalten die Kunden die bestellte Ware nicht einmal, bezahlen aber dafür, wenn beispielsweise die Rechnungsart „Vorkasse“ gewählt wird.

Einen effektiven Schutz gegen Fake-Shops bietet eine ausgiebige Recherche. Vertrauenswürdige Online-Händler sind sowohl anhand von echten Zertifizierungen, einer SSL-Verbindung für sichere Zahlungen, originalen Schutz- und Gütesiegeln als auch durch authentische Rezensionen vorheriger Kunden zu erkennen. Wichtig hierbei ist, dass nicht jeder neue Online-Shop im Internet gleich ein Fake sein muss. Allerdings gilt es diese neuen Shopping-Möglichkeiten im Internet auf Herz und Nieren zu prüfen, bevor persönliche Daten und Kontoverbindungen angegeben werden.

Tipp: Empfehlenswert sind die Informationen in der Broschüre des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zum Thema Sicherheit im Internet. Hier finden Verbraucher beispielsweise die BSI-Standards zur Internet-Sicherheit.

Artikelbild: Shutterstock /  Amir Kaljikovic

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