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In den letzten Tagen gingen zu einer aktuell auf Facebook kursierenden Warnung diverse Anfragen bei uns ein. Wir haben einige Zeit gezögert, ob wir über diesen Fall berichten sollten oder nicht, um nicht ellenlange Diskussionen loszutreten.

In der Warnung (Screenshot von uns verfremdet) wird zur Vorsicht im Bereich Neumünster gemahnt. Angeblich soll ein älterer Herr, der als Sexualstraftäter bekannt ist, dort mit dem gezeigten Auto unterwegs sein.

Wir möchten hier nicht näher auf die Tatsachen eingehen, da diese leicht mittels einer Suche bei Google gefunden werden können. Wir möchten aber darauf hinweisen, daß nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann, ob das gezeigte Auto wirklich diesem Mann gehört. Es könnte in diesem Fall durch das Verbreiten der Warnung durchaus jemand beschuldigt werden, der nichts mit den genannten Vorfällen zu tun hat!

Unserer Ansicht nach ist bei derzeitiger Lage (die Lokalpresse und der NDR haben eingehend über diesen Fall berichtet) das Teilen einer solchen Warnung nicht ratsam, bzw. raten wir generell von solchen selbst verfassten „Hetzjagden“ ab, da private Fahndungsaufrufe in Deutschland per se strafbar sind.

Nur das Teilen von offiziellen Quellen (Pressemitteilungen der Polizei, etc.) ist wirklich sinnvoll und vermindert den Eindruck, daß es sich um einen Fake handelt. Hinzu kommt, daß aus Erfahrung mit derartigen Posts damit gerechnet werden muß, daß das Bild auch nach Jahren noch geteilt werden wird, da im Gegensatz zum Teilen eines Links zu einer offiziellen Polizeimeldung, dieses nicht entfernt wird, wenn das Thema nicht mehr aktuell ist.

WICHTIG:
Wir wünschen zu diesem Bericht keine Diskussionen, weder über Sexualdelikte, die Arbeit der Polizei, noch über das deutsche Rechtssystem. Dieser Bericht dient lediglich der Aufklärung, ob es sich in diesem Fall um einen Fake handelt oder nicht.

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