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Verkäufer teurer Tagestouren locken immer wieder mit den gleichen Versprechen: Geldgewinne, Gutscheine, gutes Essen und weitere Attraktionen vor Ort … – als Hilfestellung, wie man dubiose Geschäfte erkennen kann, hilft die Verbraucherzentrale NRW mit diesen Tipps

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Leider verstecken sich hinter vielen der angebotenen Tagestouren oft sehr teure Verkaufsmaschen, die vor allem auf ältere Menschen abzielen, um ihnen das Geld aus der Tasche zu  ziehen.

„Auf keinen Fall sollten sich Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen am Zielort dazu verleiten lassen, etwas zu unterschreiben oder gleich das Portemonnaie zu zücken. Das Geld ist meist weg, auch wenn der Kaufvertrag hinterher widerrufen wird“,

warnt die Verbraucherzentrale NRW.

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Symbolbild – Sich nicht einschüchtern lassen und nicht gleich alles unterschreiben …

Folgend ein paar Tipps wie sie unseriösen Verkaufspraktiken nicht auf den Leim gehen:

Nette Einladung nur schöner Schein:

  • preiswerten Touren mit vielen Zusatzangeboten immer misstrauisch begegnen !!!
  • bevor das Angebot gebucht wird, besonders das Kleingedruckte sorgfältig lesen
  • sämtliche Kosten inklusive Extras und sonstige Teilnahmebedingungen zusammentragen und prüfen
  • bei Unsicherheiten immer jemandes Dritten hinzuziehen (Angehörige, Betreuer, Mitarbeiter der Verbraucherzentrale)

Gerissene Verkaufstaktik:

  • Veranstalter haben nie etwas zu verschenken!
  • oft wird mit den persönlichen Daten Handel getrieben
  • finden oft in sehr abgelegenen Lokalen statt
  • bei mehrstündigen Präsentation, wird man oft von Verkaufsprofis zum Kauf von zweifelhaften, völlig überteuerten Produkten animiert
  • wenn das Geschäft nicht erträglich war, dann wird oft auf eine aggressive Verkaufstaktik zurückgegriffen

Teilnahme und Kauf kein Zwang:

  • Sie dürfen sich während einer Warenpräsentation absetzen und bis zur Rückfahrt etwas Anderes unternehmen
  • Sie haben trotzdem Anspruch auf sämtliche Leistungen (Verpflegung, Rücktransport, …) die sie gebucht und bezahlt haben
  • falls Sie davon abgehalten werden sollten oder sogar bedroht werden, scheuen Sie nicht die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen
  • Sie können Anzeige wegen Nötigung erstatten
  • vorsorglich sämtliche Namen notieren (Busunternehmen, Fahrer, Kennzeichen des Busses, …)

Unterschrift und Anzahlung tabu:

  • Immer Kaufverträge und Werbematerial zu Hause eingehend überprüfen und vergleichen
  • äußerste Vorsicht bei Anbietern, die lediglich eine Postfachadresse oder einen Firmensitz im Ausland angebenàin solchen Fällen ist eine rechtliche Verfolgung meist aussichtslos

Widerrufsrecht:

  • wird ein Warenkauf im Nachhinein bereut, können Sie in der Regel innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung vom Kaufvertrag Abstand nehmen
  • wurden Sie nicht ordnungsgemäß über Ihr Recht auf Widerruf informiert, haben Sie sogar ein Jahr und 14 Tage Zeit
  • bei Entgegennahme eines Vertrags immer auf das Datum achten
  • wichtig für die Reklamation ist, dass der Name der Firma, einer verantwortlichen Person, die Anschrift im Kaufvertrag angegeben sind

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Symbolbild – … so kann man seine Zeit stressfrei genießen

Mit diesen Tipps können Sie bestimmt ihre nächste Kaffeefahrt in vollen Zügen genießen!

Weitere Auskünfte und persönliche Hilfe bei dubiosen erscheinenden Bustouren gibt’s online unter www.verbraucherzentrale.nrw/kaffeefahrten oder in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW. Anlaufstellen und Erreichbarkeit im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/beratung-vor-ort.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW