In Wirklichkeit sind die Red-Shirts bei Star Trek gar nicht so gefährdet, wie immer angenommen.

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Es handelt sich hierbei um eine echte Legende: Sobald in Star Trek Crewmitglieder mit roten Shirts auftauchen, sind sie dem Tode geweiht! Es ist nicht nur eine amüsante Legende, die immer wieder mit vielen Sharepics auf Social Media verbreitet wird, sondern auch lediglich eine gefühlte Wahrheit. Denn rein mathematisch gesehen, handelt es sich bei den Red-Shirts eben nicht um die gefährdetste Gruppe auf der Enterprise!

Dieses Ergebnis hat Matthew Barsalou herausgetüftelt. Barsalou hat ganz einfach den Blick weg von den wenigen sichtbar getöteten Red-Shirts hin zu den vielen Überlebenden gewendet: In der Legende der sterbenden Red-Shirts wird völlig vergessen, dass die meisten eben nicht sterben und am Ende auch lediglich Statisten sind!

Statistik, das ist hier das Zauberwort. Auf seinem Blog beweist Matthew Barsalou mit Hilfe von Zahlen, welche Shirtgruppe wirklich gefährdet ist. Dazu hält er sich an die Originalserie (TOS) und beginnt mit der Betrachtung der Verlustraten für die verschiedenen Uniformfarben in allen Staffeln.

Insgesamt gab es laut Barsalou 40 Tote, denen man eine Uniformfarbe zuordnen konnte. Von diesen Toten trugen 24 Red-Shirts. Absolut gesehen ist das natürlich die größte Gruppe. Nur 9 Charaktere, welche die gelb/goldenen Kommandouniformen trugen, mussten sich verabschieden. Am Ende finden sich dann noch 7 blaue Uniformen, deren Darsteller ebenso dramatisch eine Sterbeszene ausführen durften. Es gab im Laufe der Enterprise TOS Staffeln natürlich mehr Tote innerhalb der Crew, diesen Verstorbenen konnte jedoch keine Uniformfarbe zugeordnet werden [1].

Klar, es sieht jetzt in der Tat so aus, als ob die Rothemden der gefährdetste Zweig des Sternenflottendienstes sind. Doch diese Zahlen zeigen eben nur das, was wir sehen können, jedoch nicht das, was nicht gezeigt wird.

Einfacher Dreisatz

Barsalou hat nun die Farben der Crewmitglieder zunächst tabellarisch dargestellt und neben der Anzahl der Todesfälle auch die Anzahl der Überlebenden dargestellt, die er aus der Differenz der Crewstärke und den Todesfällen errechnet hat. Daran kann man bereits grob erkennen, wie sehr der Arbeitsbereich eines Crewmitglieds die Chancen auf den Tod beeinflusst. Man erkennt anhand seiner Tabelle recht deutlich, dass rote T-Shirts die Mehrheit der Besatzung und der Todesopfer ausmachen.

Farbe

Areas

Crew

Todesfälle

Blau

Wissenschaft & Medizin

136

7

Gold

Kommando und Steuerleute

55

9

Rot

Wartung, Technik, Sicherheit

239

24

Gesamt

Alle

430

40

Bei den Zahlen der Crewstärke, die Barsalou verwendet hat, handelt es sich übrigens um kanonische und anerkannte Zahlen (vergleiche). Die Zahlen der Todesfälle sind jedoch nicht ganz so unbestritten, so findet man auf der Webseite sitelogicmarketing.com andere Angaben. Eine farbliche Auflistung mit noch anderen, leicht variierenden Zahlen, zeigt die Webseite Memory Alpha.  Insgesamt ändert das jedoch kaum etwas an dem Ergebnis von Barsalou.

Jetzt kommt der Kniff: Mittels Dreisatz kann man den Anteil der Verstorbenen an der jeweiligen Gruppe berechnen und bekommt somit auch heraus, wie hoch die Todeswahrscheinlichkeit für die jeweilige Shirtgruppe ist. Und genau das hat Matthew Barsalou gemacht. Das Ergebnis dieser Analyse: Nicht die roten Jungs stellen die gefährdetste Gruppe auf der Enterprise dar, sondern die Träger goldener Uniformen!

image

Um die Berechnung der Todeswahrscheinlichkeit in den Originalstaffeln (TOS) kurz zu interpretieren: Nur 10 Prozent der gesamten Red-Shirt Besatzung ging verloren. Die Träger von goldenen Uniformen unterlagen dagegen einer Sterblichkeitsrate von 16,36 %, am sichersten lebten jedoch Besatzungsmitglieder mit blauen Uniformen.

Im Mittel gesehen lag dann die Sterblichkeitsrate innerhalb der Crew bei 9,3 Prozent, insofern lag die Sterblichkeit der Rothemden im normalen Schnitt.

Zwinker

Natürlich will hier niemand diesen wunderbaren Spaß an der Red-Shirt Legende zerstören. Am Ende ist es nun mal wirklich so, dass der quantitativ höchste Anteil der in der Serie gezeigten Sterbenden eben die Red-Shirts sind.

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