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Der Kreativität von Betrügern sind keine Grenzen gesetzt, manche Varianten haben wahrlich bunte Auswüchse.

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Nicht neu dabei, aber doch recht unbekannt, ist die Papageimafia. Dabei handelt es sich nicht um buntgekleidete Gangster, sondern um eine Version des Vorschussbetruges (Scam).

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Mittlerweile lauern auch in verschiedenen Facebookgruppen Inserate, in denen Papageien aus dem Ausland angeboten werden.

Scam – was ist das?

Zu deutsch bedeutet Scam “Vorschussbetrug”. Beim Scam wird den Interessenten und Vortäuschung falscher Tatsachen ein Produkt/eine Leistung angeboten, bei denen die Interessenten/Opfer eine Vorschussleistung geben müssen. Meist ist dies eine Zahlung ins Ausland. Scam kann verschiedene Auswüchse haben: den Love/Romance-Scam, Nigeriascam (Lotterien/Profilbetrug), Wohnungsbetrug oder auch Gebrauchtwagenbetrug.

Alle diese Formen des Scams haben eines gemeinsam: die Opfer solle einen bestimmten Betrag vorauszahlen und erhalten dann angeblich die Ware oder Leistung. Fatal: es gibt diese angepriesene Ware nicht und das Opfer geht am Ende leer aus.

Die Papageimafia

Auch Tierfreunde werden betrogen. So gibt es schön längere Zeit die sogenannte Papageimafia, wo Betrüger Papageien anbieten. Über E-Mail oder PNs wird dann der Kontakt aufgebaut und die Interessenten bekommen Antworten ähnlich wie diese:

Hallo
Vielen Dank für den Kontakt und das Interesse haben Sie auf unserem gelbhaubenkakadus papagei für Verkauf, wir suchen nach Lieben und liebevollen Familien, die bereit sind, gute Sorge der Vögel zu nehmen Alle Vögel werden registriert und geimpft. Sie sind reine Rasse sie werden gut erzogen und gezähmt hat Ringe auf ihren Beinen, einige können einige wenige Wörter auf deutsch meistern, Gehen zusammen mit Kindern und anderen Tieren. wir verkaufen wirklich diese Vögel an 170 Euro pro Vogel (einzelner Papagei), und 300 Euro für ein zeugendes Paar (männliche und weibliche Papageien), kommen Sie gut wenn interessiert, zu uns für Detail-Information und andere Vorbereitungen zurück, die auf Ihre  Antwort bald warten.

Dank

(Quelle: Ann´s World)

Nun gibt es einige Mails, in denen die Betrüger Vertrauen aufbauen. Man bekommt angebliche Beweise der Echtheit von Ware und Personen (z.B. Ausweise) und wird im Verlaufe der Gespräche darum gebeten, die Ware im Voraus zu zahlen. Dazu wird gewöhnlich eine Bezahlung per Western Union oder Scheck vorgegeben, da sich hier Zahlungen nur schwer zurückfordern lassen.

Außer Spesen nichts gewesen

Wer nun nicht frühzeitig den Betrug merkt und das Geld überweist, wird wohl weder Ware noch das Geld sehen. Beim Vorschussbetrug ist überhaupt nicht eingeplant, dem Opfer irgendwas zu senden – außer den gefälschten Identifikationsmitteln zu beginn des Schriftwechsels.

Für die Tierfreunde gilt nun:
Wer wirklich Interesse an Papageien hat, sollte diese aus vertrauenswürdigen Quellen kaufen. Keine Vorabüberweisungen ins Ausland tätigen!

Autor: Andre, mimikama.at