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Seit Tagen bekommen wir Hunderte Anfragen zu der Facebook-Seite “Deni wir suchen nach dir”. Zuerst waren es nur einige Hundert “Fans” – nun sind es fast schon 10.000 die dem Aufruf folgen.

Um was geht es? Es geht um eine Mutter die seit dem 12.10.2014 Ihr Kind, dass den Namen “Deni” trägt vermisst.

Die Mutter selbst hat am 13.10.2014 folgenden Statusbeitrag veröffentlicht:

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Zu diesem haben wir bereits am 13.10.2014 die ersten Anfragen erhalten. User wollten wissen, ob diese Aussage der Wahrheit entspricht.

Da es seitens der Polizei, der Presse und den Medien nichts dazu gab, war es schwer für uns der Sache nachzugehen!

Am selben Tag noch wurde ein Seite auf Facebook veröffentlicht. Diese wurde jedoch nicht von der Mutter veröffentlicht, sondern von einer Freundin. Warum? Sie möchte einfach nur helfen!

Wir haben mit den Admins Kontakt aufgenommen!

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Einige Statusbeiträge wurden etwas unüberlegt verfasst, nennen wir es einmal so. Durch die unglückliche Wortwahl wirkt das ganze sehr unrealistisch und teilweise auch unseriös. Dies wiederum löst eine Diskussion auf der Seite aus, was verständlich ist!

User diskutieren, was das Zeug hält!

Viele User sind auf der Seite der Mutter und viele User meinen, dass es ein Fake ist.

Noch dazu kommt, dass angeblich ein Spendenkonto eingerichtet wurde, damit die “Suche” nach Deni beginnen könne:

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Für viele User ein Anzeichen eines Fakes.

WIR HABEN KONTAKT MIT DER POLIZEI AUFGENOMMEN!

Uns wurde schriftlich bestätigt, dass die Polizei hier wegen des Verdachts der Kindesentziehung ermittelt. Hierbei handelt es sich laut Polizei um eine Straftat nach § 235 des deutschen Strafgesetzbuches.

OK! Nun wissen wir das es einmal kein Fake ist und das die Polizei bereits ermittelt.

Unser Fazit:

„Deni wir suchen nach dir“ So lautet der Name einer Seite, um die es momentan einigen Wirbel gibt.

Die Situation:

Am 12. Oktober wurde der 6 Monate alte Deni, bei seiner Mutter, von seinem leiblichen Vater abgeholt, um mit ihm einen Spaziergang zu machen. Seitdem sind Vater und Kind verschwunden.

Die Mutter und eine Freundin machten es sich zur Aufgabe, mittels einer Facebook-Seite den Vater nun ausfindig zu machen, da befürchtet wird, dass er sich mit dem gemeinsamen Kind nach Slowenien abgesetzt hat. Vernünftigerweise wurde auch die Polizei darüber informiert.

Weiterhin sollte nun auch ein Spendenkonto eröffnet werden, um die Suche nach Deni und seinem Vater zu unterstützen. Jenes gelang aber nicht, da für ein solches Konto die Unterschrift der Mutter UND des Vaters vonnöten sind.

Und an der Stelle wird es kompliziert!

Die Polizei ermittelt gegen den Vater wegen „Verdacht der Kindesentziehung“.

Man muss in einem solchen Falle von einem Verdacht (!) sprechen, da die Eltern ein gemeinsames Sorgerecht haben. Dazu muss man auch betonen, dass ein gemeinsames Sorgerecht auch nur Bestand hat, wenn gemäss §1626a, Absatz 2, Satz 2 „kein Elternteil Gründe vorträgt, die der Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge entgegenstehen können, und solche Gründe auch sonst nicht ersichtlich sind“.

In einfachem Deutsch:

Sowohl die Mutter als auch das Gericht sahen keine Gründe, jenem gemeinsamen Sorgerecht zu widersprechen. Und jene Verhandlung kann bei einem 6 Monate alten Kind noch nicht so lange her sein.

Überreaktion der Mutter und jener Freundin?

Sicher verständlich, jedoch ist die Polizei darüber nicht nur informiert, sondern handelt bereits. Eine Facebook-Seite jedoch, welche noch Fotos des Vaters postet, ein Konto einrichtet, um selber ebenfalls nach dem Vater zu suchen, mag in deren Augen hilfreich sein, vielleicht auch für die Polizei, falls dort Hinweise eingehen, kann jedoch sehr schnell aus dem Ruder laufen!

Dies öffnet Tor und Tür für eine private Hetzjagd auf den Vater des Kindes (=privater Fahndungsaufruf) und kann unter Umständen die Arbeit der Polizei mehr gefährden als unterstützen… denn als „Täter“ würde ich auch bei so einer Gruppe mitlesen, um zu wissen, wie weit die Hinweise gehen und mich dementsprechend verhalten.

Wir bleiben an diesem Fall dran und werden diesen Bericht ggf. ergänzen!

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