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Seitdem öffentlich bekannt wurde, dass die türkische Regierung den deutschen Botschafter[1] aufgrund eines Extra3 Satirevideos[2] einbestellte fragten sich viele darauf, wie die Bundesregierung auf die Forderung der Türkei, das Video löschen zu lassen, letztendlich reagiere.


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Viele Stimmen haben mit einem höflichen Einknick gerechnet, jedoch hat die Bundesregierung heute (30.03.2016 um 12:01 Uhr) nochmals deutlich und plakativ auf Facebook dargestellt: die deutsche Haltung zur Pressefreiheit nicht verhandelbar

Viele von Ihnen stellen Fragen zur türkischen Kritik an einem Satire-Beitrag. In der #Türkei hat der deutsche…

Posted by Bundesregierung on Mittwoch, 30. März 2016

Der Klartext zu dieser Statusmeldung lautet:

Viele von Ihnen stellen Fragen zur türkischen Kritik an einem Satire-Beitrag. In der ‪#‎Türkei‬ hat der deutsche Botschafter deutlich gemacht: Bei allen Interessen und Gemeinsamkeiten ist die deutsche Haltung zur Pressefreiheit nicht verhandelbar.

Ebenso hat auch Extra3 nochmal deutlich gemacht, dass sie keineswegs vorhaben, das Video zu löschen. Im Gegenteil: eine Version mit türkischen Untertiteln [3] ist von Extra 3 veröffentlicht worden.

Streisand Effekt

Letztendlich hat Erdogan in dieser Situation die volle härte des Streisand Effektes abbekommen: aufgrund des Versuches, dieses Video zu unterdrücken, bzw. löschen zu lassen, ist es erst recht bekannt geworden und wird nun noch öfter abgespielt. (Erklärung Streisand Effekt siehe ausnahmsweise Wikipedia [4])