“Möge er noch lange sitzen!” lautet der Wunsch in einer Statusmeldung auf Facebook. Dieser Wunsch bezieht sich auf den derzeit in der Türkei inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten und Publizisten Deniz Yücel. Dieser Wunsch ist anlässlich einer Kolumne entstanden, welche Deniz Yücel verfasst hat.

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Kurzum: diese Kolumne ist kein Fake. Yücel hat in seiner taz-Zeit einige inhaltlich durchaus extremere Sachen geschrieben. Und auch hier ist die Grenze zur Ironie – nennen wir es – teilweise fließend. Es gibt da letztendlich auch nicht viel mehr zu sagen, außer dass es eben eine Kolumne ist und den Geist einer Kolumne trägt.

Kolumnen sind ein sehr interessantes Element im Journalismus. Man findet sie überall, in Tageszeitungen, Boulevardzeitungen, oder Magazinen. Sie sind dann häufig als Kolumne gekennzeichnet und befindet sich bei seriösen Medien meist immer an der gleichen Stelle. Es ist recht wichtig, eine Kolumne zu erkennen und zu wissen, was sie ist. Denn eine Kolumne ist ein Meinungsbeitrag. Sie spiegelt die Meinung eines Journalisten wieder. Daher nennt man Journalisten, die regelmäßig Kolumnen verfassen, auch Kolumnisten. Kolumnen erscheinen regelmäßig und sind meist vom selben Autor verfasst. Hier erzählt der Autor eine Geschichte, die häufig in der Ich-Form verfasst ist. Die Kolumne ist ein Meinungsbeitrag, muss sich aber nicht auf eine Nachricht beziehen.

Und das hier ist eben die Kolumne von Deniz Yücel in der taz, veröffentlicht am 04. August 2011 und heute noch online HIER zu lesen. Anmerkung: die gesamte Kolumne ist länger als nur der folgende Screenshot, welcher derzeit auf Facebook geteilt wird.

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Es ist vielleicht gar nicht verkehrt, an dieser Stelle kurz auf die verschiedenen Gattungen hinzuweisen, welche man in Zeitungen finden kann. Denn nicht alles, was gedruckt wird, ist immer “News” oder ein Bericht. Es gibt auch Formen, so wie die Kolumne, die bewusst kontrovers gestaltet sind. So wie die beiden Folgenden:

Kommentar

Der Kommentar ist eine klar meinungsäußernde Darstellungsform. Nachrichten werden im Kommentar kommentiert, also sprachlich bewertet, wobei eine Stellungnahme stets inbegriffen ist. Der Kommentar erfordert eine eigene Meinung, aber auch ein Fazit, also eine Schlussfolgerung, und ist klar formuliert. Kritiken und Rezensionen sind beispielsweise Sonderformen des Kommentars.

Glosse

Die Glosse unterscheidet sich im Wesentlich insofern, als dass die einerseits das aktuelle Geschehen zum Gegenstand hat, dabei ironisch und sarkastisch ist und in jedem Fall eine Meinung transportieren kann. Sie ist andererseits stilistisch hochwertig und zeichnet sich weiterhin durch ein hohes Fachwissen in Bezug auf den glossierten Gegenstand aus.

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